Bundesbank stellt Meldesystem um

14.03.13 14:39

Neue Meldevorschriften für Auslandzahlungen

Von Markus Dentz

Unternehmen und öffentliche Stellen dürfen ihre Meldungen zum Außenwirtschaftsverkehr an die Deutsche Bundesbank künftig nicht mehr von der Hausbank übernehmen lassen. Der Anbieter Omikron reagiert darauf mit neuem Multicash-Modul.

Die Vorschriften für Meldungen zum Außenwirtschaftsverkehr haben sich geändert.

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Die Vorschriften für Meldungen zum Außenwirtschaftsverkehr haben sich geändert.

Ab Mitte 2013 ändern sich die Bedingungen für Meldungen zum Außenwirtschaftsverkehr (AWV) an die Deutsche Bundesbank. Meldepflichtige Unternehmen und öffentliche Stellen sind dann dazu verpflichtet, entsprechende Meldungen selbst bei der Zentralbank einzureichen. „Bislang war dies über DTAZV und die Hausbank möglich“, erklärt Gregor Opgen-Rhein vom Systemhaus Omikron. Zur Mitte dieses Jahres fällt die Möglichkeit der Z1-Meldung über den „Datenträgeraustausch Auslandszahlungsverkehr“ und die papiergebundene Z4-Variante weg.

Als neuen Weg für die elektronische Einreichung der Außenwirtschaftsmeldungen stellt die Bundesbank das spezielle Verfahren „Allgemeines Meldeportal Statistik“ (AMS) bereit. Darüber können die Daten im XML- und im CSV-Format hochgeladen werden. „Eine Einreichung der Meldungen ist über die Hausbank unter Verwendung der bisher eingesetzten Z1- Meldungen in der Zahlungsdatei dann nicht mehr möglich“, ergänzt Opgen-Rhein. Alle Zahlungsverkehrsvorgänge, selbst die neuen Sepa-Zahlungsaufträge, die der Meldepflicht unterliegen, müssen ab diesem Zeitpunkt mit dem Meldeformular „Anlage Z4“ elektronisch an die Bundesbank gemeldet werden.

Der Kölner E-Banking-Spezialist Omikron bietet mit „Bundesbankmeldung Z4-AWV“ ein neues Modul der MultiCash-Produktfamilie an, mit dem Meldungen für den ein- und ausgehenden Zahlungsverkehr entsprechend den Vorgaben der AWV erstellt und über das AMS-Verfahren der Bundesbank eingereicht werden können. „Dies gilt auch für alle meldepflichtigen Sepa- Zahlungsaufträge“, erklärt Gregor Opgen-Rhein. Bei grenzüberschreitenden Sepa- Zahlungen handele es sich streng genommen ebenfalls um Auslandszahlungsverkehr. Darüber hinaus könnten mit dem Modul „Bundesbankmeldung“ potentiell meldepflichtige Vorgänge aus Dateien einge lesen werden, die mit Programmen anderer Anbieter erzeugt worden sind. Für bereits gemeldete Vorgänge stehen Archivierungsund Recherchefunktionen zur Verfügung.

 

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