Umfrage unter Treasurern: im Reporting noch Nachholbedarf

15.06.16 10:29

Reporting erfolgt oft noch manuell

Von Markus Dentz

Viele Treasurer sehen weiteres Optimierungspotential im Reporting, hat eine Umfrage des Softwareanbieters Reval ergeben. Aber auch im Cash Management ist noch Raum für Verbesserungen.

Eine Umfrage des Softwareanbieters Reval unter Treasurern hat ergeben, dass das Reporting oftmals noch manuelle Tätigkeiten erforderlich macht.

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Eine Umfrage des Softwareanbieters Reval unter Treasurern hat ergeben, dass das Reporting oftmals noch manuelle Tätigkeiten erfordert.

Das Reporting ist der Bereich im Treasury, der am häufigsten noch manuelle Tätigkeiten erfordert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von Reval. Der Softwareanbieter hat global 89 Treasurer befragt, drei Viertel der Befragten kommen aus Europa. Dass ausgerechnet im Reporting noch Nachholbedarf besteht, verwundert nicht, sind die Treasury-Berichte doch häufig sehr individuell auf die Unternehmensbedürfnisse zugeschnitten und werden selten über Standardsysteme abgedeckt. Aber auch im Kernbereich des Treasury, dem Cash Management, sehen viele noch  weiter Raum für Verbesserungen.

Hier dürfte sich in den kommenden Jahren durch die fortschreitende Digitalisierung einiges ändern. Nach den Ergebnissen des aktuellen Treasurer-Panels dieser Publikation glauben die befragten Treasurer, dass die Digitalisierung die größte Wirkung im Cash Management und in der Liquiditätssteuerung entfalten wird. 55 Prozent gehen davon aus, dass neue Technologien in diesen beiden Treasury-Bereichen auf absehbare Zeit Nutzen stiften werden. Dabei erhoffen sich die Befragten eine stärkere Automatisierung der Liquiditätsplanung.

Treasurer wollen durch Automatisierung Zeit sparen

Durch weitere Automatisierung wollen die von Reval befragten Treasurer hauptsächlich Zeit sparen und Ressourcen besser einsetzen. Über die Hälfte der Befragten (54 Prozent) investiert heute mindestens eine Stunde täglich in manuelle Arbeiten, fast jeder Dritte (30 Prozent) sogar bis zu vier Stunden. Insgesamt greift knapp die Hälfte der befragten Treasurer heute schon auf eine TMS oder eine ERP-Lösung (11 Prozent) zurück. Dennoch bleibt der Anteil derjenigen, die hauptsächlich Spreadsheets nutzen, mit 36 Prozent der Befragten relativ hoch. Deswegen wollen viele weiter in neue Technologien investieren. Während 27 Prozent bereits dabei sind, neue Systeme zu implementieren, planen weitere 44 Prozent eine Einführung in den kommenden sechs bis zwölf Monaten. Lediglich eine kleine Minderheit verfügt nach eigenen Angaben über vollautomatisierte Prozesse.

Dentz[at]derTreasurer.de