Deutschland soll Kernmarkt bleiben

16.07.14 08:00

Reval: Internationalisierung im Fokus

Von Markus Dentz

Die heimische Marke Ecofinance ist im vergangenen Jahr verschwunden. Was wird aus dem Treasury-Management-System, das bei vielen Mittelständlern und Konzernen im Einsatz ist? Geschäftsführer Peter Haberler von Reval in Graz nimmt Stellung.

Reval: Internationalisierung im Fokus, jedoch soll Deutschland der Kernmarkt bleiben.

Reval

Peter Haberler, Geschäftsführer von Reval in Graz

Die angestammte Marke Ecofinance hat der Softwarenanbieter im vergangenen Jahr zugunsten des neuen Brands Reval aufgegeben. Verschwindet damit auch das System (ehemals ITS), das im deutschen Markt eine weite Verbreitung gefunden hat? „Nein“, sagt Geschäftsführer Peter Haberler von Reval in Graz. „An derlei Gerüchten ist nichts dran.“ Der Markenname sei jetzt Reval und damit gleich wie der Firmenname, was die Kommunikation erleichtere.  Es gebe weiter zwei Releases pro Jahr – zuletzt die Version 14.0 im Mai –, die jährlich um viele dutzend Applikationen erweitert wird. Besonders hebt Haberler die neuen Dashboard-Funktionalitäten hervor. „Wir haben die Funktion verbessert, inzwischen kann man komplett individuelle Ansichten zusammenstellen“, betont er.

Reval: Neukunden im Bereich Telekommunikation

Im Fokus stehe momentan zwar die Internationalisierung, für Reval bleibt der deutschsprachige Raum aber ein Kernmarkt. Von den 500 Mitarbeitern weltweit arbeiten 200 hierzulande. Von den 600 globalen Kunden guter Teil in der DACH-Region. „Wir haben interessante und große Neukunden gewonnen, etwa aus dem Bereich Telekommunikation“, sagt Haberler und fügt hinzu: „Wir wollen aber unser Segment aufstrebender Mittelstand nicht vernachlässigen.“ Die 500 großen Unternehmen in Deutschland seien inzwischen gut mit Treasury-Systemen versorgt. „Wir lösen in aller Regel kein Excel mehr ab, sondern bestehende Systeme“, sagt Haberler. In Deutschland herrsche noch eine Skepsis gegenüber Cloud-Lösungen, bei Reval ein Software-as-a-Service. Da das Thema Datensicherheit weiterhin für viel Unsicherheit sorge, seien die meisten Lösungen fest installiert.

Momentan haben viele Unternehmen besonders das Thema Liquiditätsplanung und -steuerung im Blick. Neben dem Management der Kontrahentenrisiken werden im Niedrigzinsumfeld auch neue Anlageprodukte getestet, die etwa Repo-Geschäfte oder auch neue Wertpapiere und Aktiengeschäfte, die neue Anforderungen an die Software mit sich bringen.

Dentz[at]derTreasurer.de