Das Softwarehaus will an die New Yorker Börse gehen

12.04.12 14:34

Reval plant Börsengang

Von Markus Dentz

Die Euphorie rund um Technologieaktien erfasst jetzt auch den ersten Treasury-Software-Anbieter. Reval hatte sein Treasury-Portfolio in den letzten Jahren durch zahlreiche Übernahmen stetig ausgeweitet. Jetzt könnte der Börsengang folgen.

Das Softwarehaus Reval will an die New Yorker Börse gehen.

iStock / Thinkstock / Getty Images

Das Softwarehaus Reval will an die New Yorker Börse gehen.

Ende März hat das US-Softwarehaus Reval bekanntgegeben, den Gang an die New Yorker Börse NYSE zu planen. Als Bookrunner sollen verschiedene Investmentbanken wie BofA Merrill Lynch und Lazard agieren. Bislang wurden aber weder die Anzahl der Aktien noch die Preisspanne festgelegt. Das IPO ist für die Eigentümer, die beiden Venture-Capital-Gesellschaften Commonwealth Capital Ventures and North Bridge Venture Partners, eine interessante Exit-Option, um Kasse zu machen.

Reval war in den vergangenen Jahren stark gewachsen und hatte im deutschsprachigen Raum besonders durch die Akquisition von Ecofinance Anfang 2011 auf sich aufmerksam gemacht. Damit ergänzte der Anbieter, der 1999 als reiner Hedge- Accounting-Spezial - ist gestartet ist, sein System um eine umfassende Treasury-Lösung. Im Herbst 2011 gab Reval bekannt, dass in der Version 11.1 ihres Systems die bestehenden Funktionalitäten von Ecofinance integriert werden (vgl. 20-2011). Bereits im August 2009 hatte Reval zudem den nordamerikanischen Wettbewerber FXpress übernommen.

Wegen der börsenrechtlichen Auflagen im Vorfeld des IPOs kann sich das Management derzeit nicht zu den Planungen äußern. An der eingeschlagenen Strategie dürfte sich kurzfristig wenig ändern. Mit einer erfolgreichen Kapitalerhöhung könnte Reval im kompetitiven Softwaresektor sogar gestärkt hervorgehen.

Dentz[at]derTreasurer.de