Serrala-CEO Lindemann will über M&A-Deals und Kooperationen wachsen.

Serrala

03.01.19
Software & IT

Serrala-CEO Lindemann: „Waterland bleibt an Bord“

Überraschend ist Serrala vor kurzem eine Kooperation mit dem TMS-Anbieter Trinity eingegangen. Serralas CEO Sven Lindemann sprach mit DerTreasurer über die Beweggründe für diesen Schritt – und mehr.

Seit kurzem besteht eine Kooperation zwischen Serrala (ehemals Hanse Orga) und dem TMS-Anbieter Trinity. Unter dem Namen Alevate TMS bietet Serrala seinen Kunden nun das Trinity-System als Cloud-Lösung an. „Wir wollten kein Cloud-Treasury-System selbst entwickeln“, sagt Serrala-CEO Sven Lindemann. „Deshalb haben wir den Weg einer Kooperation gewählt.“

Frontend und Support sind bei Serrala integriert, die ihr Angebot im Feld Treasury, das etwa 20 Prozent der Serrala-Umsätze ausmacht, damit ausbauen. Auch Trinity hat damit einen Vorteil: Der vornehmlich auf Deutschland fokussierte Anbieter mit Kunden wie BASF und VW exportiert über die Kooperation seine Lösung ins europäische Ausland und in die USA.

Lindemann: „Wollen über M&A-Transaktionen wachsen“

Kooperationen sollen bei Serrala aber nicht die Regel werden. „Wir wollen weiter über M&A-Transaktionen wachsen“, sagt Lindemann. Durch die Transaktionen der vergangenen Jahre und organisches Wachstum liege Serralas Umsatz inzwischen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. „2018 wird eines unserer erfolgreichsten Jahre: Wir haben insgesamt rund 1.000 neue Kunden gewonnen - im Mittelstand und bei Konzernen mit mehr als einer Milliarde Umsatz“, sagt Lindemann.

Im vergangenen Jahr fand zudem die Umbenennung von Hanse Orga in Serrala statt, wofür es laut Lindemann insbesondere international viel positives Feedback gegeben habe. Allerdings gab es auch Personalwechsel: Martin Postweiler, der früher unter anderem für Merck, TIS und die Lufthansa tätig war, wird das Unternehmen verlassen, nachdem die Integration des Zukaufs Tembit gemeistert ist. Florian Hinz, zuletzt als Produktmanager bei Serrala tätig und zuvor Treasurer bei Kaefer Isoliertechnik, zieht es zurück ins Corporate Treasury, wohin genau, ist noch nicht bekannt. „Die Trennungen liefen im besten Einvernehmen“, behauptet Lindemann.

Neuer COO soll im Frühjahr 2019 kommen

Aber es gab auch Neuzugänge: Für die technische Weiterentwicklung ist seit kurzem Lars Ludwig als Global Chief Technology Officer (CTO) zuständig. Im Frühjahr 2019 soll ein neuer COO für die Prozesse hinzustoßen. Dass sich der Private-Equity-Investor Waterland nach gut zwei Jahren wieder von Serrala-Anteilen trennen möchte, wie einige Marktgerüchte nahelegen, weist Lindemann klar zurück: „Ein Weiterverkauf ist nach so kurzer Zeit völlig unrealistisch, Waterland bleibt an Bord.“


Dentz[at]derTreasurer.de

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