Treasury-Management-Software für Mittelständler

29.08.14 10:48

Trapped Cash auf Knopfdruck identifizieren

Von Markus Dentz

Viele Treasury-Abteilungen im Mittelstand setzen auf Excel-Kalkulationen. Thomas Stahr hat deswegen ein Treasury-Tool für Mittelständler entwickelt.

Trapped Cash auf Knopfdruck identifizieren

Thinkstock / Getty Images

Das „trapped Cash“ – gefangene liquide Mittel in Ländern wie China, Indien, Argentinien oder Brasilien - beschäftigen viele Treasurer.

Inzwischen gibt es eine große Menge an Anbietern für Treasury-Software. Doch besonders für Mittelständler kommen häufig umfassende Standardsysteme nicht in Frage. „Viele haben kein Budget für ein großes System“, sagt Thomas Stahr, geschäftsführender Inhaber der Stahr GmbH aus dem Schweizer Ort Gais (bei St. Gallen). Deshalb behelfen sich viele mit Excel und rudimentären Datenbanken. Excel hat zwar viele Stärken – allein schon aus Gründen der Revisionssicherheit empfiehlt es sich aber bekanntlich nicht als Haupttool für eine Finanzabteilung.

Die zentrale Frage, mit der sich jeder Treasurer tagtäglich beschäftigt, lautet: „Wie entledige ich mich vom täglichen K(r)ampf mit den aberhunderten Zellverknüpfungen?“ Das ende zum Teil in „monströsen Excel-Baumstrukturen“, wie Stahr betont, der das Problem selbst aus verschiedenen Treasury-Positionen kennt, die er bei Finanz- und Industriekonzernen durchlaufen hat.

Fokus auf Liquiditätsplanung

Thomas Stahr, geschäftsführender Inhaber der Stahr GmbH

Thomas Stahr

Nachdem Stahr die Seiten gewechselt hatte und seit 2007 in der Treasury-Beratung tätig ist, hat er im Laufe der Jahre eine Software selbst entwickelt, die sich an eher mittelständische Unternehmen richtet. Besonderes Augenmerk legt Stahr dabei auf die Liquiditätsplanung. „Wir machen die Liquiditätsplanung pro Währung und pro Mittelfluss sowie einen Actual/Forecast-Abgleich“, sagt Stahr. Das habe den Vorteil, dass eine Mittelflussrechnung möglich sei.

Ein weiteres Thema, das viele Treasurer umtreibt, ist das „trapped Cash“ – gefangene liquide Mittel in Ländern wie China, Indien, Argentinien oder Brasilien. Wie viel ist jetzt im Moment verfügbar? „Das herauszufinden, ist eine riesige Arbeit“, sagt Stahr. „Das ist eine Anforderung, die wir auf Knopfdruck erledigen können.“ Gleiches gelte für Stresstests, Hedgingvorschläge und währungsbereinigte Netting-Rechnungen.

Dentz[at]derTreasurer.de