Studie wirft Fragen zur IT-Sicherheit auf

06.03.14 10:00

Unsicheres File-Sharing

Von Sebastian Kapp

Experten kritisieren die Sicherheit von Cloud-Systemen. Der gleichzeitige Zugriff auf extern gespeicherte Daten soll Bearbeitungszeit sparen und die Büroarbeit produktiver machen. Eine schöne neue Internet-Welt – vor allem für diejenigen, die eigentlich gar keine Zugriffsrechte haben dürften.

Gerade öffentlich zugängliche Clouds gelten als unsicher.

Thinkstock / Getty Images

Gerade öffentlich zugängliche Clouds gelten als unsicher.

Cloudsysteme werden immer beliebter, auch bei Unternehmen. Der gefahrenlose Austausch von Daten per Speichern auf einem externen Server ist die Idee. Doch gaben rund drei Viertel von über 600 befragten IT-Experten von Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen an, es nicht oder eher weniger verfolgen zu können, wenn Dateien beschädigt würden, die in den digitalen Datenlagern gespeichert sind. Fast die Hälfte der Befragten hält Cloudsysteme sogar generell nicht für geschäftstauglich. Dies geht aus einer Studie des IT-Sicherheitsanbieters Axway und dem Forschungsinstitut Ponemon Institute hervor, die sich explizit mit den Sicherheitsfragen rund um das  Cloud-Computing  befasst hat.

Die größte Gefahr beim Nutzen der öffentlichen, ungesicherten Clouds sehen die Experten in Fragen des geistigen Eigentums. 80 Prozent befürchten demnach den Verlust von Wissensvorsprüngen gegenüber der Konkurrenz, fast zwei Drittel sorgen sich zudem um das Unternehmensimage, das beim Ausspionieren sensibler Daten leiden könnte. Knapp die Hälfte gab als mögliches Gefahrenpotenzial an, Betriebsprozesse und fest installierte Systeme könnten gestört werden, 32 Prozent halten sogar eine Verseuchung durch Schadsoftware für möglich.

Bei den besagten Cloudsystemen handelt es sich aber nicht um spezielle Finanzsoftware, sondern in erster Linie um Filesharing-Plattformen wie Dropbox, Google Docs & Co. Zudem gibt es wirksame Maßnahmen, um gegen das unsichere Filesharing vorzugehen. Zum einen das Einbauen von Sicherheitshürden wie etwa Passwortabfragen. Zum anderen aber auch das Erkennen unerlaubten Nutzens und das Blockieren der Proxys von Dropbox & Co. Aber dafür müssten die Unternehmen erst einmal die Nutzung dieser Filesharing-Plattformen verbieten oder verhindern. Dort hapert es noch: Fast die Hälfte der Experten an, nicht ausreichend Technologie zum Blockieren zur Verfügung zu haben.

Kapp[at]derTreasurer.de