Kosten für Emir-Meldepflicht konkretisieren sich

24.09.13 09:57

Transaktionsregister legen Gebühren fest

Von Andreas Knoch

Die Meldung von Derivatetransaktionen gemäß der europäischen Emir-Verordnung wird voraussichtlich nicht vor Februar 2014 verpflichtend. Erste Indikationen, was das die Unternehmen kosten wird, gibt es bereits.

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Die Meldungen an die Transaktionsregister sind nicht kostenlos.

Nicht überraschend hat die europäische Wertpapieraufsicht Esma die „finale“ Deadline für die Registrierung der Melderegister erneut verschoben. Diese hätte ursprünglich bis zum 24. September erfolgen sollen und wurde nun auf den 7. November verlegt. Damit verschiebt sich der Beginn der Meldepflicht für OTC-Derivate voraussichtlich auf den 12. Februar 2014.

Auch wenn viele Details nach wie vor offen sind, haben die beiden aussichtsreichsten Kandidaten – Regis-TR und DTCC – ihre Gebührenstrukturen schon einmal festgelegt. Demnach verlangt Regis-TR für Unternehmen, die direkt berichten, eine monatliche Grundgebühr von 350 Euro sowie 2 Euro-Cent pro Transaktion. Zusätzlich werden noch Maintenance-Gebühren von 40 Euro-Cent pro Transaktion und Jahr erhoben. Für Unternehmen mit mehr als 70.000 Transaktionen im Jahr gibt es Rabattstaffeln.

Während Regis-TR in Sachen Gebühren recht offen kommuniziert, gibt sich DTCC zugeknöpft. Wie es heißt, werden die Fees interessierten Unternehmen nur auf Anfrage mitgeteilt. Marktteilnehmer berichten jedoch von einer jährlichen Grundgebühr von 5.000 US-Dollar, mit der bestimmte Freigrenzen abgegolten sind. Unter dem Strich sei DTCC etwas günstiger als Regis-TR, das Preismodell und das Handling aber komplizierter als beim Wettbewerber. So müssten sich bei DTCC beispielsweise alle Legaleinheiten eines Konzerns anmelden, wenn gruppeninterne Derivategeschäfte abgeschlossen werden. Bei Regis-TR sei das nicht der Fall.

Knoch[at]derTreasurer.de