Markus Dentz, Autor bei DerTreasurer https://www.dertreasurer.de/ueber-uns/redaktion/markus-dentz/?mab_v3=52502 Nachrichten für Finanzverantwortliche Tue, 19 May 2026 11:56:00 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://www.dertreasurer.de/wp-content/uploads/2022/08/cropped-DerTreasurer-Favicon-32x32.png Markus Dentz, Autor bei DerTreasurer https://www.dertreasurer.de/ueber-uns/redaktion/markus-dentz/?mab_v3=52502 32 32 Exklusiv-Umfrage: Treasurern graut es vor einer Commerzbank-Übernahme https://www.dertreasurer.de/news/firmenkundengeschaeft/exklusive-umfrage-treasurer-bereiten-sich-auf-commerzbank-uebernahme-vor-52502/ Tue, 19 May 2026 11:03:10 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=52502 Die Commerzbank stemmt sich gegen eine Übernahme gegen Unicredit, doch die Luft wird dünner. Foto: Julia Schwager

Der Übernahmekrimi zwischen Commerzbank und Unicredit spitzt sich zu. CFOs und Treasurer sehen den Deal weiter kritisch – und bereiten sich bereits aktiv darauf vor, wie eine neue FINANCE-Umfrage zeigt.

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Die Commerzbank stemmt sich gegen eine Übernahme gegen Unicredit, doch die Luft wird dünner. Foto: Julia Schwager

Der Übernahmekrimi zwischen Commerzbank und Unicredit spitzt sich zu. CFOs und Treasurer sehen den Deal weiter kritisch – und bereiten sich bereits aktiv darauf vor, wie eine neue FINANCE-Umfrage zeigt.

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Exklusiv: Tech-Beratung schnappt sich Convista-Team https://www.dertreasurer.de/news/technologien/tech-beratungshaus-schnappt-sich-convista-team-52018/ Wed, 01 Apr 2026 06:49:05 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=52018 Beim Technologieberater Convista hat eine Gruppe von Treasury-Spezialisten das Unternehmen verlassen. Foto: metamorworks-stock.adobe.com

Bei dem Technologie-Berater Convista ist einiges in Bewegung: Rund ein Dutzend Berater verlassen das Haus. Das Team geht geschlossen zu einer anderen Tech-Beratung. Auch Jochen Stiebe hat einen neuen Job.

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Beim Technologieberater Convista hat eine Gruppe von Treasury-Spezialisten das Unternehmen verlassen. Foto: metamorworks-stock.adobe.com

Bei dem Technologie-Berater Convista ist einiges in Bewegung: Rund ein Dutzend Berater verlassen das Haus. Das Team geht geschlossen zu einer anderen Tech-Beratung. Auch Jochen Stiebe hat einen neuen Job.

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Fitch schnappt sich neue Corporate Ratings https://www.dertreasurer.de/news/rating/fitch-schnappt-sich-neue-corporate-ratings-51873/ Wed, 25 Mar 2026 07:00:00 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=51873 Die Ratingagentur Fitch ist in Deutschland auf Wachstumskurs. Foto: vacant - stock.adobe.com

Für viele Treasurer rückt die Rolle externer Ratings in Zeiten hochvolatiler Märkte stärker in den Fokus. Dieser Markttrend spiegelt sich auch bei der Ratingagentur Fitch wieder.

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Die Ratingagentur Fitch ist in Deutschland auf Wachstumskurs. Foto: vacant - stock.adobe.com

Für viele Treasurer rückt die Rolle externer Ratings in Zeiten hochvolatiler Märkte stärker in den Fokus. Dieser Markttrend spiegelt sich auch bei der Ratingagentur Fitch wieder.

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Omikron: Der Ausbau von Multicash zur integrierten Treasury-Plattform https://www.dertreasurer.de/news/technologie-im-treasury/omikron-der-ausbau-von-multicash-zur-integrierten-treasury-plattform-51729/ Thu, 12 Mar 2026 07:51:07 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=51729 Der Kölner Softwareanbieter Omikron hat große Pläne. Foto: Günter Albers - stock.adobe.com

Omikron hat das E-Banking-System Multicash entwickelt. Mit einem neuen Investor an Bord haben die Kölner große Pläne. Der neueste Teil unserer Serie „Technologien im Treasury“.

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Der Kölner Softwareanbieter Omikron hat große Pläne. Foto: Günter Albers - stock.adobe.com

Omikron hat das E-Banking-System Multicash entwickelt. Mit einem neuen Investor an Bord haben die Kölner große Pläne. Der neueste Teil unserer Serie „Technologien im Treasury“.

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Mercedes-Benz sortiert die Macht im Treasury neu https://www.dertreasurer.de/news/personalien/mercedes-benz-sortiert-die-macht-im-treasury-neu-51545/ Thu, 26 Feb 2026 11:04:02 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=51545 Christina Schenck ist nicht mehr Treasury-Chefin bei Mercedes-Benz. Foto: Mercedes-Benz

Großumbau im Treasury von Mercedes-Benz: Christina Schenck ist nicht mehr Vice President Treasury. Die neue Treasury-Aufstellung des Autobauers ist unkonventionell.

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Christina Schenck ist nicht mehr Treasury-Chefin bei Mercedes-Benz. Foto: Mercedes-Benz

Großumbau im Treasury von Mercedes-Benz: Christina Schenck ist nicht mehr Vice President Treasury. Die neue Treasury-Aufstellung des Autobauers ist unkonventionell.

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Umbau bei Mercedes-Benz: Das Ende des klassischen Treasury-Setups https://www.dertreasurer.de/news/personalien/umbau-bei-mercedes-benz-das-ende-des-klassischen-treasury-setups-51564/ Thu, 26 Feb 2026 11:00:34 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=51564 Mercedes-Benz geht neue Wege im Treasury: Folgerichtig, aber nicht ohne Risiken, meint DerTreasurer-Chefredakteur Markus Dentz. Foto: Cbies – stock.adobe.com

Mercedes verteilt die Macht im Treasury neu und verabschiedet sich vom klassischen Ein-Manager-Modell. Was in Zeiten von Kostendruck logisch wirkt, könnte langfristig zur Bewährungsprobe werden. Hält das neue Finanz-Setup stand, wenn die nächste Krise kommt?

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Mercedes-Benz geht neue Wege im Treasury: Folgerichtig, aber nicht ohne Risiken, meint DerTreasurer-Chefredakteur Markus Dentz. Foto: Cbies – stock.adobe.com

Mercedes verteilt die Macht im Treasury neu und verabschiedet sich vom klassischen Ein-Manager-Modell. Was in Zeiten von Kostendruck logisch wirkt, könnte langfristig zur Bewährungsprobe werden. Hält das neue Finanz-Setup stand, wenn die nächste Krise kommt?

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Kautionsversicherungen: „Die Preise sind stabil“ https://www.dertreasurer.de/news/risiko-management/kautionsversicherungen-die-preise-sind-stabil-51540/ Wed, 25 Feb 2026 08:05:01 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=51540 Stabiles Instrument: In schwierigem Umfeld behaupten sich die Kautionsversicherungen. Foto: stylefoto24 – stock.adobe.com

Trotz steigender Insolvenzen sind Kautionsversicherer weiter offen für Neugeschäft. Dies geht aus dem neuen Gracher Kautionspreisindex hervor.

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Stabiles Instrument: In schwierigem Umfeld behaupten sich die Kautionsversicherungen. Foto: stylefoto24 – stock.adobe.com

Trotz steigender Insolvenzen sind Kautionsversicherer weiter offen für Neugeschäft. Dies geht aus dem neuen Gracher Kautionspreisindex hervor.

Leichte Entspannung am Markt für Kautionsversicherungen: Die Ratinganforderungen der Kautionsversicherer an ihre Kunden sind laut dem Gracher Kautionspreisindex (KPI) im vierten Quartal 2025 im Schnitt auf BB+ zurückgekehrt (Vorquartal BB). Auch die Ausfallwahrscheinlichkeit sei auf 1,3 Prozent gesunken (Q2/25: 1,35 Prozent).

Wichtiger dürfte für viele Avalnehmer jedoch die Preisentwicklung sein. Die Prämiensätze blieben nach Grachers Analyse „nahe an den Werten des dritten Quartals“: Im Vergleich zum Vorquartal gingen sie leicht zurück von 1,11 Prozent auf 1,08 Prozent im Mittelwert aller 92 vermittelten Neuverträge.Gracher schlussfolgert daraus, dass sich wegen der wieder leicht erhöhten Ratinganforderungen die Preise real etwas verteuert hätten, aber höchstens moderat. „Noch vor einem Jahr lag die Durchschnittsprämie bei 1,35 Prozent – bei gleichem Rating von BB+“, berichtet Alfons-Maria Gracher, Gründer und Geschäftsführer des gleichnamigen Kautionsdienstleisters.

Stabilität bei Anzahl, Prämien und Ratings

Gracher beobachtet die Entwicklung der Kautionsversicherungen bereits seit mehr als 25 Jahren. Der Gracher Kautionspreisindex erfasst seit Anfang 2020 in jedem Quartal die vom eigenen Unternehmen bearbeiteten Neuverträge mit einem Volumen von 100.000 bis 10 Millionen Euro. Insgesamt lag 2025 die Anzahl der Neuverträge mit 333 fast exakt auf dem Vorjahresniveau mit 334 Abschlüssen. „Die Stabilität bei der Anzahl der Neuverträge, der Prämien und Ratinganforderungen ist angesichts von Insolvenzzahlen auf Rekordniveau wirklich bemerkenswert.“

Während sich Banken immer weiter aus dem Geschäft mit Avalen zurückzögen, blieben die Kautionsversicherer „verlässliche Finanzierungspartner“, argumentiert Gracher. Er glaubt, dass die Versicherer ihre Risiken trotz steigender Insolvenzen im Griff hätten. „Ein Grund für diese Stabilität liegt sicherlich in der genaueren Prüfung von Anträgen“, erklärt Gracher. „Das hatte zwischenzeitlich zu deutlich längeren Bearbeitungszeiten bei den Versicherern geführt.“

Club Deals lohnend?

Inzwischen seien diese Bearbeitungszeiten wieder rückläufig Bei aller Freude über die stabile Entwicklung und die anhaltend hohe Zeichnungsbereitschaft der Versicherer warnt Gracher jedoch davor, mögliche Risiken zu unterschätzen: „Wir sind zuversichtlich, dass sich die allgemeine Wirtschaftslage 2026 hierzulande erholen wird. Doch sollten sich Unternehmen nicht darauf verlassen, sondern sich entsprechend absichern.“

Dazu gehöre es, die eigene Liquiditätsversorgung kritisch zu prüfen. Ein Risiko: Kautionsversicherungen seien häufig nur „b. a. W.“, also „bis auf Weiteres“, vereinbart. Damit könnten sich Versicherer in schwierigen Situationen zurückziehen. Mehr Sicherheit gäben laut Gracher Club Deals, die Kautionsversicherer vertraglich stärker binden. Allerdings seien diese teurer und komplexer aufzusetzen. Man zahle eine Prämie für die höhere Stabilität, was sich in Krisenphasen aber durchaus lohnen könne. Gracher rät zudem, andere Finanzinstrumente wie Factoring oder Warenkreditversicherungen zu prüfen, um mehr Sicherheit zu erreichen.

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Das sind die wichtigsten Treasury-Technologie-Anbieter 2026 https://www.dertreasurer.de/news/treasury-management-systeme-tms/das-sind-die-wichtigsten-treasury-technologie-anbieter-2026-51336/ Wed, 04 Feb 2026 07:30:00 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=51336 Die Auswahl eines Treasury-Systems will gut überlegt sein - denn die richtige Entscheidung zahlt sich langfristig aus, während ein Fehlgriff oft noch lange nachwirkt. Foto: Delphotostock - stock.adobe.com

Die Auswahl eines Treasury-Systems will gut überlegt sein. Manch ein Treasurer bereut seine Wahl, wie die aktuelle Umfrage von DerTreasurer zeigt.

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Die Auswahl eines Treasury-Systems will gut überlegt sein - denn die richtige Entscheidung zahlt sich langfristig aus, während ein Fehlgriff oft noch lange nachwirkt. Foto: Delphotostock - stock.adobe.com

Die Auswahl eines Treasury-Systems will gut überlegt sein. Manch ein Treasurer bereut seine Wahl, wie die aktuelle Umfrage von DerTreasurer zeigt.

Treasury ist Technologie. Zumindest zu einem großen Teil – und dieser Anteil dürfte weiterwachsen, nicht zuletzt vor dem Hintergrund rasanter Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz, Automatisierung und Themen wie Stablecoins. Vor diesem Hintergrund überrascht es kaum, dass Treasury Management Systeme (TMS) heute zum Standardrepertoire vieler Unternehmen gehören.

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Eine aktuelle Umfrage von DerTreasurer („Treasurer-Panel“) unter rund 150 Treasurern bestätigt dieses Bild: Knapp 80 Prozent der Befragten setzen bereits ein TMS ein, rund 20 Prozent hingegen noch nicht. Ein entscheidender Einflussfaktor ist dabei die Unternehmensgröße. Bei Unternehmen mit einem Umsatz von 1 Milliarde Euro oder mehr nutzen fast 90 Prozent ein TMS. In der Gruppe unterhalb dieser Schwelle sind es lediglich 56 Prozent. Oder anders formuliert: Je größer das Treasury, desto höher der Grad an Professionalisierung – und Technisierung.

Welches TMS-wird am meisten genutzt?

Wie die Umfrage zeigt, wird in deutschen Treasury-Abteilungen bevorzugt das TMS von Coupa (ehemals Tm5 von Bellin) eingesetzt. Das System liegt mit deutlichem Abstand an der Spitze (siehe Abbildung unten). Ein wesentlicher Grund für diese Dominanz dürfte sein, dass es dem Anbieter aus Ettenheim gelungen ist, nicht nur Großkonzerne, sondern auch Unternehmen unterhalb der Milliarden-Umsatzgrenze erfolgreich anzusprechen. Gleichwohl liegt auch bei Coupa der Schwerpunkt klar bei den größeren Organisationen.

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Ein Fehlgriff beim Softwareanbieter kostet nicht nur Zeit und Geld, sondern auch Nerven. Doch warum ist die Entscheidung so schwierig – und welche Lösung passt wirklich? DerTreasurer stellt die wichtigsten Anbieter vor und zeigt aktuelle Trends auf.

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Mit etwas Abstand folgt die Ion Group. Bemerkenswert ist hier die Vielfalt der angebotenen Lösungen – ein Ergebnis der stark akquisitionsgetriebenen Wachstumsstrategie. Besonders präsent ist ITS, lange Zeit einer der schärfsten Wettbewerber von Bellin und bis heute im gehobenen Mittelstand stark vertreten. Mit der Wallstreet Suite adressiert Ion hingegen das obere Marktsegment und zählt Dax-Konzerne wie Mercedes-Benz oder Henkel zu seinen Kunden.

SAP gilt als kostenintensiv

Deutlich an Boden gewonnen hat in den vergangenen Jahren SAP. Die Walldorfer haben ihr Treasury-Modul unter SAP S/4 Hana konsequent weiterentwickelt und profitieren vom Trend zu integrierten, einheitlichen Prozesslandschaften. Gleichzeitig gilt SAP nach wie vor als kostenintensiv – sowohl in der Lizenzierung als auch in der Implementierung. Hinzu kommen begrenzte Beratungskapazitäten und begrenzte Möglichkeiten, das Treasury-Modul individuell zuzuschneiden. All das sind Faktoren, die das Wachstum bremsen, ohne den grundsätzlichen Reiz des integrierten Ansatzes zu schmälern.

Klar im oberen Marktsegment positioniert ist FIS. Der Anbieter bedient größere Konzerne und bietet mit Quantum und Integrity die früheren Sungard-Lösungen an. Für viele Treasury-Abteilungen im Konzernumfeld oder im gehobenen Mittelstand ist FIS damit eine etablierte, wenn auch spezialisierte Option.

Die nächsten Ränge teilen sich mehrere Anbieter mit durchaus unterschiedlichen Profilen – und einer Gemeinsamkeit: Sie stammen aus dem hohen Norden. Technosis aus Hamburg positioniert sich mit einem klassischen TMS, das insbesondere im Risikomanagement überzeugt. Serrala (ehemals Hanse Orga) aus Norderstedt verfolgt einen breiteren Ansatz und bündelt unter dem Label „Finance Platform“ Lösungen von Payments über Order-to-Cash bis hin zu Treasury-Funktionalitäten – teils als SAP-Add-on, teils ERP-unabhängig.

Welche neuen Anbieter gibt es auf dem TMS-Markt?

Zu den neueren Herausforderern zählt Nomentia, hervorgegangen aus dem Zusammenschluss des ehemaligen SLG-Spin-offs Tipco sowie den finnischen Unternehmen Opus Capita und Analyste. Auch wenn der Name neu ist, handelt es sich keineswegs um einen Newcomer – das Unternehmen befindet sich jedoch noch in der Phase der Neupositionierung.

Mit Kyriba versucht zudem ein internationaler Anbieter, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen, den er lange Zeit eher gemieden hat – aus Respekt vor der hohen Wettbewerbsintensität. Mit dem Gewinn des Continental-Spin-offs Aumovio als Kunde ist Kyriba jüngst ein Achtungserfolg gelungen. Nun wird sich zeigen, ob weitere Referenzen folgen.

Daneben tummelt sich eine ganze Reihe weiterer Anbieter im Markt: TIS aus Walldorf, spezialisiert auf Zahlungsverkehr, sowie Trinity, Cops, Enventa (ehemals Litreca) oder Omikron wurden ebenfalls genannt. Für Treasurer bedeutet das vor allem eines: Auswahl gibt es genug; die richtige Entscheidung wird dadurch allerdings nicht einfacher.

Interessant ist der Blick auf jene Unternehmen, die bislang noch kein TMS einsetzen. Rund jeder dritte Befragte (31 Prozent) plant innerhalb der nächsten zwölf Monate eine Einführung – sowohl im Segment unterhalb als auch oberhalb der Umsatzmilliarde. Auffällig ist jedoch: Während sich die Lücke bei größeren Unternehmen weiter schließt, bleibt ein erheblicher Teil der kleineren Organisationen auch künftig ohne TMS. Die geplanten Wechsel gehen dabei vor allem zu Nomentia, Litreca und FIS. Marktführer wie Coupa, Ion oder SAP wurden in diesem Zusammenhang nicht genannt – ein bemerkenswertes Signal.

Welche Entwicklungen zeigen sich aktuell am TMS-Markt?

Die Freitextantworten der Umfrage zeichnen das Bild eines Marktes im Umbruch – und nicht unbedingt zum Vorteil der Anwender. Konsolidierung, steigende Preise und eine spürbar nachlassende Servicequalität prägen die Wahrnehmung vieler Treasurer. Nach Übernahmen berichten Kunden von Performance-Problemen, unflexibleren Preisverhandlungen und deutlich längeren Reaktionszeiten im Support.

Funktional gleichen sich viele TMS-Lösungen zunehmend. Cloud-basiert, modular aufgebaut, technisch solide – die Unterschiede liegen oft weniger im Produkt als im Drumherum. Der eigentliche Differenzierungsfaktor ist heute die Qualität der Betreuung und die pragmatische Unterstützung im laufenden Betrieb. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach hochstandardisierten Lösungen mit mini-malem Customizing, hoher Automatisierung und vollständiger Datenintegration. Insofern verwundert es, dass gerade das Alleinstellungsmerkmal Service nachlässt.

Was muss ein Treasurer bei der Auswahl des TMS-Anbieters beachten?

Die Auswahl eines Treasury-Management-Systems ist komplexer und strategischer denn je. Tiefe Systemintegration, regulatorische Anforderungen und geopolitische Rahmenbedingungen erhöhen die Wechselhürden erheblich. Wer sich heute entscheidet, bindet sich langfristig – technisch wie organisatorisch.

Eine sorgfältige Anbieterauswahl jenseits wohlklingender Marketingversprechen wird damit zur zentralen Voraussetzung für eine zukunftsfähige Treasury-IT-Architektur. „Sales sollte ehrlicher an Requests for Proposals herangehen, um in Workshops einen fundierten Austausch zuzulassen, und die Erwartungen nicht enttäuschen“, kritisiert ein Befragter in diesem Zusammenhang. Ein anderer klagt gar: „Leider ein Fehlgriff.“ Wenn eine Entscheidung für ein System gefallen ist, lässt sich diese in aller Regel nicht einfach revidieren. Oder zugespitzt formuliert: Ein Treasury Management System wechselt man nicht mal eben – und sollte es deshalb gleich richtig machen.

Die wichtigsten Fragen über Treasury-Management-Systeme

Wie verbreitet sind Treasury Management Systeme (TMS) – und welche Rolle spielt die Unternehmensgröße?

Laut der Umfrage nutzen knapp 80 Prozent der befragten Treasurer bereits ein TMS. Die TMS-Nutzung hängt stark von der Unternehmensgröße ab. In Unternehmen mit mindestens 1 Milliarde Euro Umsatz setzen fast 90 Prozent ein TMS ein, unter dieser Umsatzschwelle sind es nur 56 Prozent. Gleichzeitig plant rund jeder dritte Befragte ohne TMS innerhalb der nächsten zwölf Monate eine Einführung. Dennoch dürfte ein relevanter Anteil kleinerer Unternehmen auch künftig ohne TMS bleiben – etwa wegen Kosten, Komplexität oder geringerer Spezialisierung.

Welche TMS-Anbieter sind in Deutschland 2026 besonders relevant?

In deutschen Treasury-Abteilungen liegt Coupa (ehemals Bellin/Tm5) laut Umfrage klar vorn. Dahinter folgt die Ion Group. SAP (S/4Hana Treasury) liegt auf Platz 3 und hat damit deutlich aufgeholt. Die Walldorfer profitieren vom Trend zu integrierten Prozesslandschaften, gilt aber als teuer und weniger flexibel im Customizing. Auf Platz 4 folgt FIS mit den Lösungen Quantum und Integrity.

Welche anderen TMS-Anbieter gibt es am Markt in Deutschland?

Zu den Herausforderern zählt Nomentia. Auch der internationale Anbieter Kyriba versucht stärker in Deutschland Fuß zu fassen und konnte mit einem prominenten Kunden (Continental-Spin-off Aumovio) einen Achtungserfolg erzielen. Daneben werden in der Umfrage weitere Anbieter genannt, etwa TIS (Schwerpunkt Zahlungsverkehr) sowie Trinity, Cops, Enventa oder Omikron. Bei geplanten TMS-Wechseln werden Nomentia, Litreca und FIS eher genannt als die Marktführer.

Worauf kommt es bei der TMS-Auswahl an?

Die Entscheidung ist strategisch und vor allem langfristig: Eine tiefe Systemintegration, regulatorische Anforderungen und geopolitische Rahmenbedingungen erhöhen die Wechselhürden beim TMS. Viele Systeme ähneln sich funktional zunehmend – der Unterschied liegt oft weniger im Produkt als in Servicequalität, Support und pragmatischer Implementierungsbegleitung.

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Commerzbank & Unicredit: riskante Kreditverflechtung https://www.dertreasurer.de/news/finanzierung/commerzbank-unicredit-riskante-kreditverflechtung-50834/ Thu, 18 Dec 2025 06:55:00 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=50834 Unicredit und Commerzbank gehören zu den wichtigsten Kreditgebern im deutschen Mittelstand. Foto: PhotoGranary – stock.adobe.com

Der Ausgang des Übernahmekrimis Commerzbank/Unicredit ist noch immer offen. Eine neue Studie zeigt: Gerade in deutschen Kernbranchen hätte die Fusion große Auswirkungen auf die Finanzierung.

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Unicredit und Commerzbank gehören zu den wichtigsten Kreditgebern im deutschen Mittelstand. Foto: PhotoGranary – stock.adobe.com

Der Ausgang des Übernahmekrimis Commerzbank/Unicredit ist noch immer offen. Eine neue Studie zeigt: Gerade in deutschen Kernbranchen hätte die Fusion große Auswirkungen auf die Finanzierung.

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So hat das NIQ-Treasury den US-IPO begleitet https://www.dertreasurer.de/news/finanzierung/so-hat-das-niq-treasury-den-us-ipo-begleitet-50829/ Tue, 16 Dec 2025 06:45:00 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=50829 NIQ hat 2023 den deutschen Marktführer GfK übernommen. Foto: NIQ

Das Marktforschungsunternehmen NIQ ist seit Mitte 2025 an der New York Stock Exchange gelistet. Treasury-Chef Peter Schädelbauer und sein Team waren mittendrin statt nur dabei.

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NIQ hat 2023 den deutschen Marktführer GfK übernommen. Foto: NIQ

Das Marktforschungsunternehmen NIQ ist seit Mitte 2025 an der New York Stock Exchange gelistet. Treasury-Chef Peter Schädelbauer und sein Team waren mittendrin statt nur dabei.

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