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Treasury des Jahres 2020: Das Siegerprojekt von BASF

Was Social Bonds für CFOs leisten können

17 Milliarden Euro hat die EU-Kommission vor einigen Wochen mit einem Social Bond eingesammelt. Das immense Investoreninteresse für die sozialen Anleihen, mit denen die EU die Effekte der Corona-Pandemie abmildern will, hat selbst den Kapitalmarkt-Veteranen Antonio Keglevich überrascht: „Ich habe in meinen 30 Jahren Kapitalmarktaktivität noch nie erlebt, dass eine Anleihe in Europa 17fach überzeichnet war“, berichtet der Sustainable-Finance-Experte der Unicredit im Interview bei FINANCE-TV. Portfoliomanager, die bislang ausschließlich auf Green Bonds gesetzt haben, hätten sich nun auch dem Social-Bond-Markt zugewandt. „Der Markt wird deshalb auch für Unternehmen relevant.“ Für welche Branchen Sozialanleihen besondere Chancen bieten, welche finanziellen Vorteile es gibt und wo die Schwierigkeiten der Social Bonds liegen – Keglevichs Antworten hier bei FINANCE-TV.

„ESG-Anlagen gewinnen durch Corona an Bedeutung“

Die Coronakrise ist der erste Stresstest für nachhaltige Kapitalanlagen. Als im Frühjahr die weltweiten Aktien- und Anleihemärkte einbrachen, litten zwar auch ESG-Indizes. Sie schnitten aber vergleichsweise gut ab. Für Oliver Schmidt, stellvertretender Leiter Equities bei Metzler Asset Management, ist das der Beleg: „Ein gutes ESG-Profil von Unternehmen geht oft mit finanzieller Stärke einher.“ Die Margen nachhaltiger Geschäftsmodelle seien höher, die Cashflows attraktiver: „ESG-Anlagen werden deshalb durch Corona an Bedeutung gewinnen.“ Was Unternehmen mit Blick auf das Nachhaltigkeits-Reporting aus Sicht des Investors verbessern sollten und welcher Faktor im Dreiklang ESG am wichtigsten ist, das erfahren Sie hier im Interview bei FINANCE-TV.

Negativzinsen: „Machtspiel zwischen Banken und Unternehmen“

Der Damm bricht: Auf der Einlagenseite reichen immer mehr Banken die Negativzinsen der EZB an ihre Kunden weiter. Im Umkehrschluss versuchen die Unternehmen, auf der Finanzierungsseite Vorteile heraus zu handeln – zum Teil mit Erfolg. „Es findet ein Machtspiel zwischen den Banken und den Unternehmen statt“, beobachtet Arno Fuchs, Chef der Finanzierungsberatung Fox Corporate Finance. „Allerdings haben nur die besten und größten Banken einen echten Verhandlungsmuskel.“ Welche Folgen die Negativzinsen für Mittelständler haben und wie sich die Kreditkonditionen generell entwickeln – Fuchs‘ Antworten hier bei FINANCE-TV.

„Treasury des Jahres 2019“: Das Siegerprojekt der Otto Group

Noch längst nicht jede Bank ist Instant-Payment-fähig – die Otto Group hat dennoch schon sehr früh entschieden, die Echtzeit-Überweisungen einzuführen. Und auch am Markt für Grüne Finanzierungen wagte sich die Otto Group vor: Obwohl der Konzern bewusst auf ein Rating verzichtet, begab er einen Sustainable Bond. Für die erfolgreiche Umsetzung beider Projekte erhielt das Treasury-Team auf der diesjährigen Structured FINANCE den Preis für das „Treasury des Jahres 2019“. Warum die beiden Projekte keine Selbstläufer waren und wie die Abteilung die Herausforderungen meisterte, darüber spricht Boris Jendruschewitz, Leiter Konzernfinanzen der Otto Group, im Talk bei FINANCE-TV.

Brexit: „Ein harter Brexit bleibt eine reelle Option“

Erst Fristverlängerung bis Ende Januar, dazwischen Neuwahlen – und dann alles gut? Mitnichten. „Das Brexit-Drama wird weitergehen“, prophezeit Alexander Börsch, Chefökonom und Leiter der Brexit-Taskforce von Deloitte. „Und ein harter Brexit bleibt eine reelle Option.“ Warum das so ist, weshalb die eigentlich komplexen Verhandlungen erst nächstes Jahr beginnen und ob ein harter Brexit für deutsche Unternehmen überhaupt noch ein Thema wäre, das erklärt Börsch heute bei FINANCE-TV.

VC-Trade-Chef Fromme: „Der Schuldschein ist weitgehend ausdigitalisiert“

Es fehlt nicht mehr viel, und die Wertschöpfungskette von Schuldscheintransaktionen ist komplett digital, kündigte Stefan Fromme, Chef der digitalen Schuldscheinplattform VC Trade, bei FINANCE-TV an: „„Der Schuldschein ist weitgehend ausdigitalisiert, bald ist diese Geschichte zu Ende.“ Wann genau das sein wird und wie CFOs sich zu diesem Thema positionieren – das gesamte Interview mit Stefan Fromme hier bei FINANCE-TV.

Unicredit: „Nachhaltigkeitskredite bringen finanzielle Vorteile“

Henkel, Voith, Dürr, Stadtwerke München – noch lassen sich die deutschen Unternehmen, die sogenannte ESG-linked Loans abgeschlossen haben, an einer Hand abzählen. Doch die Bedeutung dieser Kredite, deren Verzinsung an die Nachhaltigkeits-Performance des Unternehmens gekoppelt ist, wird wachsen, prognostiziert Matthew Smith, Leiter Kreditsyndizierung Westeuropa bei Unicredit. Ein entscheidender Treiber: die seit dem vergangenen Jahr geltende Pflicht zur Veröffentlichung von Nachhaltigkeitsberichten. „Damit haben Unternehmen nun die Kennzahlen-Basis, um solche Kredite abzuschließen“, erklärt Smith bei FINANCE-TV. „Außerdem bringen ESG-linked Loans den Unternehmen echte finanzielle Vorteile.“ Wie hoch diese ausfallen und welche Möglichkeiten Finanzchefs bei der Strukturierung dieser Kredite haben, das erfahren Sie hier bei FINANCE-TV.

Bankenexperte Strietzel: „PSD2 trifft auch das Firmenkundengeschäft“

Ab dem 14. September müssen Banken ihre Infrastruktur für Fintechs und Technologiekonzerne öffnen. So will es die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2. Das verschärft nicht nur den Wettbewerb im Privatkundengeschäft, sondern verändert auch die Spielregeln im Firmenkundengeschäft, glaubt Markus Strietzel, Senior Partner und Bankenexperte bei Roland Berger: „Das Problem ist, dass die Banken den Zugang zum Kunden verlieren.“ Wie einzelne Häuser versuchen, sich diesem Trend zu widersetzen und warum Unternehmen wie die Lufthansa plötzlich zur Konkurrenz für die Banken im Zahlungsverkehr werden könnten – Strietzels Antworten sehen Sie hier bei FINANCE-TV.

Nachhaltigkeitsratings: „Die großen Ratingagenturen werden gewinnen“

Henkel, Voith, Innogy – immer mehr Unternehmen wagen sich an den Markt für grüne Finanzierungen. Zugleich achten Investoren bei ihrer Geldanlage immer stärker auf Nachhaltigkeitsfaktoren. Damit steigt die Bedeutung von ESG-Ratings: „Die Investoren verlangen ein Gütesiegel von externen Dritten, dass ein Unternehmen wirklich nachhaltig wirtschaftet“, erklärt Hans-Werner Grunow, Geschäftsführer der auf Unternehmensfinanzierung spezialisierten Finanzberatung Capmarcon. Er ist sich sicher: „ESG wird den großen Ratingagenturen viel Geschäft bringen.“ Aber noch prägen kleinere Ratingagenturen diesen Markt. Wer sie sind, auf welche Kennzahlen sie achten und was CFOs bei der Einholung eines Nachhaltigkeitsratings im Auge behalten sollen, erfahren Sie hier bei FINANCE-TV.

Debtvision-Chef Steinbrich: „Es wird zu einer Konsolidierung der Schuldscheinplattformen kommen“

Das Wettrennen ist eröffnet: Gleich sieben Plattformen versuchen derzeit, die Platzierung von Schuldscheinen zu digitalisieren. Für so viele Anbieter ist auf Dauer kein Platz, glaubt auch Debtvision-Chef Christoph Steinbrich: „Es wird zu einer Konsolidierung kommen“, sagte er im Interview mit FINANCE-TV. Debtvision, ein Joint Venture der LBBW und der Börse Stuttgart, hat im ersten Jahr des Bestehens 28 Deals mit einem Gesamtvolumen von 4 Milliarden Euro gestemmt, liegt damit aber hinter dem stärksten Wettbewerber VC Trade. Wie Debtvision sich gegen die Konkurrenz durchsetzen will und was aus den Blockchain-Plänen geworden ist, das erfahren Sie hier bei FINANCE-TV.

FX-Hedging: „Mit Algorithmen können Unternehmen viel Geld sparen“

Banken nutzen bereits seit Jahren Algorithmen, um beim Hedging von Währungsrisiken bessere Ergebnisse zu erzielen. Jetzt schwappt der Trend auch ins Corporate Treasury über, beobachtet Volker Anhäuser, Leiter Global Market Sales bei BNP Paribas: „Etwa 60 Prozent der Dax-Konzerne setzen Algorithmen ein, um Transaktionskosten zu sparen.“ Wie hoch die Einspareffekte sind, die Unternehmen erzielen können, warum Algorithmen sich gerade zur Kaufpreisabsicherung bei M&A-Transaktionen eignen und was das Aufkommen dieser Modelle für Devisenhandelsplattformen wie 360T bedeutet, berichtet Anhäuser bei FINANCE-TV.

Serrala will weiter zukaufen

Neuer Name, neue Kooperationspartner und vier aufwendige M&A-Integrationen – hinter dem Zahlungsverkehrsspezialisten Serrala (früher Hanse Orga) liegen aufregende Monate. Ein selbstgestecktes Ziel hat das Hamburger Softwareunternehmen, an dem seit 2016 der Finanzinvestor Waterland beteiligt ist, im vergangenen Jahr allerdings nicht erreicht: weitere Zukäufe zu stemmen. „Wir waren in diversen Diskussionen, aber keines dieser Gespräche war erfolgreich – bislang“, räumt Christoph Dubies, Strategiechef von Serrala im Interview mit FINANCE-TV ein. In welchen Bereichen das Unternehmen zukaufen will, warum sich die Hamburger für eine Kooperation mit dem Treasury-Systemanbieter Trinity entschieden haben und welche Fortschritte das Cloud-Angebot von Serrala macht, das erfahren Sie hier im TV-Talk.