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16.05.12

16.05.2012 - Tom-Tailor-CFO Axel Rebien: „Wir bauen jetzt Reserven auf“

Das Modelabel Tom Tailor expandiert mit neuen Retail-Stores und Produktlinien. Dafür muss der Konzern aber erst einmal Working Capital aufbauen und Anfangsinvestitionen stemmen – das geht an die Substanz. Doch das soll sich von diesem Jahr an ändern, verspricht Finanzchef Dr. Axel Rebien im Talk mit FINANCE-TV. Der operative Cashflow soll die Investitionen von voraussichtlich 23 bis 25 Millionen Euro übersteigen. In welchen Märkten die Modekette wachsen will und wie sie ihre Kontrollmechanismen aufbaut, sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.

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KfW Capital-Co-Chef Thees: „Wir wollen ein Zeichen setzen“

Ein halbes Jahr nach dem Start ist das neue Investmentvehikel der KfW, KfW Capital, dabei, seine Investitionen in Venture-Capital- und Venture-Debt-Fonds auf 200 Millionen Euro pro Jahr hochzufahren – ein hoher Wert für die deutsche Start-up-Landschaft. Kernziel ist die Förderung reiferer deutscher Technologiefirmen – aber mit den Mitteln eines Finanzinvestors: „Uns geht es darum, ein Zeichen zu setzen. Wir investieren aber zu Marktkonditionen und wollen auch eine marktübliche Rendite erzielen“, erklärt Alexander Thees, Co-Chef von KfW Capital, im FINANCE-TV-Interview. Dafür hat Thees sein Team kräftig aufgestockt. Wann KfW Capital die volle Schlagzahl erreichen wird und warum er ein derart starkes Förderengagement für VC-Fonds überhaupt für notwendig hält, erklärt Thees hier bei FINANCE-TV.

Kampf gegen Shortseller: Warum die Bafin in den Fall Wirecard eingriff

Der Zahlungsdienstleister Wirecard ist seit Jahren im Visier von Shortsellern. Nun hat die Bafin Leerverkäufe der Aktie bis Mitte April verboten – ein Novum am deutschen Kapitalmarkt. „Dies war möglich, weil es sich bei Wirecard um einen hochkapitalisierten Marktwert im Dax handelt“, erklärt Hendrik Haag von der Kanzlei Hengeler Mueller. Er sieht im Kampf gegen Short-Attacken aber auch die betroffenen Unternehmen in der Pflicht: Dass etwa Wirecard mehrere Tage gebraucht habe, um eine eigene Stellungnahme zu den strittigen Punkten zu veröffentlichen, habe die Situation verschlimmert, kritisiert der Jurist. Welche Handhabe die Bafin im Kampf gegen Shortseller hat und ob ein Vorgehen wie bei Wirecard auch in anderen Fällen möglich ist, sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.

Kündigung von Top-Bankern: „Bald ohne Angabe von Gründen möglich“

Der Kündigungsschutz für Top-Verdiener im Banking wird gelockert. Auf sogenannte Risikoträger mit einem Jahresfixum von deutlich über 200.000 Euro kommen Änderungen zu: „Banken können sich künftig von diesen Leuten trennen, ohne Gründe anzuführen“, erklärt Arbeitsrechtler Michael Magotsch von der Kanzlei Bryan Cave Leighton Paisner. Das damit verbundene Ziel: Deutschland soll attraktiver werden für Banken, die an ihren Standorten im Ausland einen weniger strikten Kündigungsschutz gewohnt sind. „Man hat erkannt, dass hier etwas passieren muss, damit Frankfurt wettbewerbsfähig ist“, sagt Magotsch. Welche Banker künftig als Risikoträger gelten, wie Entlassungen künftig ablaufen und was das für die Abfindungen im Kündigungsfall bedeutet, erklärt der Jurist im Talk bei FINANCE-TV.

Sanierer Georgiy Michailov: „Pleitewelle in der Textilbranche wird weitergehen“

Eine Insolvenz im Modehandel jagt die nächste, und das Schlimmste wird erst noch kommen, warnt der Sanierer Georgiy Michailov von der Turnaround-Beratung Struktur Management Partner. „Die Pleitewelle in der Textilbranche wird weitergehen, das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht“, sagt er im Interview mit FINANCE-TV. Schwierige Wetterphasen, die die Modemanager häufig als Argument für ihre schlechten Zahlen nennen, hält Michailov für eine Ausrede: „Gutes Wetter für den Handel habe ich selten erlebt. Die Probleme sind struktureller Natur.“ Was genau die Modefirmen falsch gemacht haben und ob sie im Angesicht der Pleite jetzt noch auf ihre Banken und Warenkreditversicherer zählen können – die FINANCE-TV-Branchenanalyse.

„Aufspaltung der Big Four wäre keine Lösung“

Hat die viel diskutierte Abschlussprüferreform wirklich die Qualität der Wirtschaftsprüfung verbessert? Immer mehr Kritiker sind sich da nicht mehr so sicher – und fordern strengere Regeln für die Wirtschaftsprüfer. Im Gespräch sind eine weitere Verkürzung der Rotationsfristen für Prüfmandate oder eine stärkere Trennung von Prüfung und Beratung. Das Institut für Wirtschaftsprüfer hält davon wenig: „Unter zu häufigen Wechseln könnte die Prüfqualität erst recht leiden“, warnt Vorstandssprecher Klaus-Peter Naumann im Gespräch mit FINANCE-TV. Was Naumann selbst von der Prüfreform hält und wie er die Debatte in UK um eine mögliche Aufspaltung der Big Four sieht – der Talk mit FINANCE-TV.

Investmentbanker Jens Munk: „Bombastische Dealaktivität bei Tech-M&A“

Bei Tech-Unternehmen herrscht eine „bombastische Dealaktivität“, sagt Jens Munk, Deutschlandchef der Tech-Investmentbank Oppenheimer, im Interview mit FINANCE-TV. Trotzdem haben die Bewertungen ihm zufolge begonnen, zu sinken: „Im vierten Quartal gab es teilweise Rückgänge von bis zu 30 Prozent.“ Wie das einzuordnen ist, welche Tech-Nischen gerade am deutschen M&A-Markt besonders heiß sind und wo die Käufer der deutschen Tech-Firmen herkommen – die Marktanalyse nur hier bei FINANCE-TV.