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18.09.12 11:55

Die Absicherung von Zinsrisiken gehört in vielen Unternehmen seit Jahren zum Standard, die Absicherung von Rohstoffrisiken wird dagegen nach wie vor vernachlässigt, findet Frank-Oliver Wolf, Leiter des Zins- und Währungsmanagements der Commerzbank. Oftmals schaffen Unternehmen es nicht einmal, die Risiken überhaupt aufzudecken. Wie man Klarheit über sein Rohstoff-Exposure erlangt und welche Sicherungsmechanismen funktionieren, erklärt Wolf im Talk bei FINANCE-TV.

Rohstoff-Hedging: Wie Unternehmen sich vor Preissteigerungen schützen

Die Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten scheinen kein Ende zu nehmen. Allein der Preis für Kupfer ist in den vergangenen Wochen von 7.300 auf 8.000 US-Dollar pro Tonne gestiegen, auch die Rohölpreise steigen beständig: Unternehmen, die auf Rohstoffe angewiesen sind, klagen über die Belastungen. Umso erstaunlicher, dass das Hedging von Rohstoffrisiken noch immer nicht die Regel ist. „Mehr und mehr Unternehmen betreiben Rohstoffhedging, aber es sind immer noch zu wenige“, sagt Frank-Oliver Wolf, Leiter des Zins- und Währungsmanagements der Commerzbank, im Gespräch mit FINANCE-TV. Zu oft reagierten Unternehmen erst dann, wenn die Rohstoffpreise so weit gestiegen sind, dass die Kalkulation nicht mehr einzuhalten ist.  

Bei der Rohstoffabsicherung rät Wolf, nicht nur auf eine einzige Absicherungsform zu setzen, sondern die Hedging-Strategie breiter aufzusetzen. Beim Hedging über einen Broker müsse man das Emittentenrisiko bedenken. Auch Vorratskäufe könnten im Einzelfall sinnvoll sein – sofern die Working-Capital-Belastung nicht zu stark werde. Wie sich die Rohstoffpreise seiner Meinung nach weiter entwickeln werden und wie Unternehmen den Überblick über ihre Rohstoffrisiken behalten, sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.

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Lange sah es nach einer harten Umstellung des Zahlungsverkehrs auf Sepa-Formate zum 1. Februar aus, doch dann kam im Januar die überraschende Nachricht aus Brüssel: Unternehmen bekommen eine sechsmonatige Übergangsfrist, in der sie weiterhin Zahlungsaufträge mit Kontonummer und Bankleitzahl statt BIC und IBAN anliefern dürfen. Eine Überraschung auch für die Banken, sagt Frank-Oliver Wolf, Global Head Cash Management & International Business bei der Commerzbank. Wie Unternehmen sich jetzt verhalten sollten und wie groß die Chancen sind, dass die vollständige Umstellung im August reibungslos verläuft, das sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.

Die Bilanzen des deutschen Mittelstands sind offenbar gegen die Eurokrise gewappnet. Banken wie die Commerzbank drängen den Finanzchefs zusätzliche Kredite geradezu auf. „Wir würden gerne mehr Kredit vergeben, erwarten bis zum Jahresende aber keine steigende Nachfrage unserer Firmenkunden“, klagt Jochen Ihler, Bereichsvorstand bei der Mittelstandsbank der Commerzbank, gegenüber FINANCE-TV. „Es gibt definitiv keine Finanzierungslücke im Mittelstand.“ Und die CFOs warten ab: Sie sitzen auf dem Cash und schauen vor allem auf die Risiken einer Kreditfinanzierung, wie eine großangelegte Umfrage von 4.000 deutschen Unternehmen ergeben hat. Wie hoch Ihler die Gefahr einschätzt, die von der Eurokrise für deutsche Unternehmen ausgeht – hier bei FINANCE-TV.

Die Venture-Investoren pumpen immer mehr Gelder in den Fintech-Sektor – jetzt auch in Deutschland. Rund 400 Millionen US-Dollar sind es jetzt schon, mehr als doppelt so viel wie im gesamten Vorjahr. Für Banken könnte das existenzbedrohend sein, glaubt der Fintech-Investor Christian Nagel vom Venture-Fonds Earlybird: „Alle Geschäftsbereiche der Banken werden von den Fintechs angegriffen – vielleicht mit Ausnahme des Investmentbankings und der Vermögensverwaltung für sehr reiche Kunden“, erklärte er gegenüber FINANCE-TV. Welche Grundfunktionen die Fintechs den Banken als erstes wegnehmen wollen und welche die heißesten Fintechs in Deutschland sind – die Antworten gibt Nagel hier im aktuellen FINANCE-TV-Talk.