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19.07.12 11:55

Der Markt für Finanzfachkräfte ist leergefegt. Besonders Unternehmen in der Provinz tun sich schwer, ihre Posten neu zu besetzen. Besonders gefragt unter den Finance-Professionals sind Treasurer und Controller, sagt Erik Heinrich, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Trifinance. Gesucht werden Controller, die nach Ausbildung und Studium schon drei bis fünf Jahre Berufserfahrung haben. Wenn diese auch noch IT-affin sind und gängige ERP-Programme wie SAP oder Oracle beherrschen, werden diese immer attraktiver. Im Bereich Accounting ist der Markt dagegen noch entspannter, es sei denn es werden Fachkenntnisse etwa in IFRS und US-GAAP gefragt.

 

Schon heute werden Fachkräfte aggressiv umworben, sagt Heinrich. Wie CFOs bei den Controllern punkten können und wie sie sich im Fall der Kündigung geschickt verhalten, erfahren Sie im Interview bei FINANCE-TV.

 

Banker sind für die Industrie nur in Ausnahmefällen eine Option

Die Banken entlassen in den kommenden Jahren scharenweise gut ausgebildete Investmentexperten. Eine Studie von Roland Berger rechnet etwa mit 75.000 Stellen im Investmentbanking allein, die in den kommenden Jahren gestrichen werden dürften.

Für die Industrie sind diese indes nur in Ausnahmefällen interessant, etwa bei besonders kapitalmarktorientierten Unternehmen, oder bei solchen in der Hand von Private Equity-Investoren. Generell dürfte den Investmentbankern einerseits ihre hohe Spezialisierung und andererseits ihr hohes Gehalt im Wege stehen, sagt Heinrich.

Wie sich Unternehmen im Fall des Ausscheidens wirksam vor einem Knowhow-Abfluss schützen können, erfahren sie hier auf FINANCE-TV.

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Nicht nur Großkonzerne, auch viele Mittelständler sind inzwischen international aufgestellt und arbeiten mit Tochterfirmen und Banken rund um den Globus zusammen. Bei der Einbindung der internationalen Töchter in das zentrale Treasury stehen viele Mittelständler aber noch am Anfang, meint Treasury-Softwareanbieter Martin Bellin. Er hält inzwischen auch das ursprünglich für die Interbankenkommunikation gestartete Netzwerk Swift für mittelstandsfähig: „Das ist noch als teuer und komplex belegt“, räumt er ein. Inzwischen könnten Mittelständler aber schon für „wenige Hunderte Euro im Monat“ daran teilnehmen. Welche Voraussetzungen ein Mittelständler für eine Vernetzung schaffen muss, welche Fortschritte die Automatisierungsbemühungen in papierlastigen Domänen wie Trade Finance machen und bis wann internationale Treasury-Prozesse nach Meinung von Martin Bellin sogar nahezu ganz ohne Papier auskommen werden, sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.

Aktuelle Finanzierungstrends und spannende Wachstumsmärkte zählen in diesem Jahr zu den Kernthemen auf der Structured FINANCE. Was sollten CFOs beachten, die ihr Unternehmen in einer Wachstumsphase begleiten? Was sollte man bei Exportfinanzierungen beachten? Und wie steht es um den schwächelnden Hoffnungsträger China? Einschätzungen zu diesen Fragen gibt unsere heutige Sendung. Außerdem sprechen wir darüber, welchen Beitrag das Treasury zum Thema Compliance leisten kann und auch zunehmend leisten muss. Mehr dazu gibt es in der heutigen Sondersendung von FINANCE-TV, direkt von der 11. Structured FINANCE in Stuttgart.

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Kapitalmarktfinanzierungen sind auch in diesem Jahr ein Kernthema auf der Structured FINANCE. Für negative Schlagzeilen sorgte zuletzt das Segment für Mittelstandsanleihen. Wird den Emittenten der Zugang zu einfach gemacht? Und wie lassen sich Anleihen restrukturieren? Einschätzungen zu diesen Fragen sehen Sie in unserer heutigen Sendung. Außerdem erfahren Sie Wissenswertes zur Absicherung von Investitionen in Schwellenländern und bekommen eine Einschätzung, wie CFOs ihr Unternehmen für die Folgen einer globalen Verschuldungskrise wappnen können. Die Antworten sehen Sie in der heutigen Sondersendung von FINANCE-TV, direkt von der 10. Structured FINANCE in Karlsruhe.

Das Treasury hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert, sagt Michael Spiegel, Global Head of Trade Finance and Corporate Cash Management bei der Deutschen Bank. Treasurer hätten sich in Zeiten vor der inzwischen fünf Jahre dauernden Finanzkrise stärker auf ihr Unternehmen selbst fokussiert und sich mit Zinsänderungen, Währungs- und Finanzierungsrisiken beschäftigt. Heute rücke auch die Nachhaltigkeit der Supply Chain mit in den Fokus.

 

Treasurer würden ihre Aufgabe im weiteren Sinne als ein umfassendes Unternehmensrisiko-management auffassen, das auch Zulieferfinanzierungen umfasst. „Die Frage ist doch: Wie gesund und solvent sind die Zulieferer und wie gesund die Kunden?“ Wie sich die Eurokrise auf die Wahl der Bankpartner auswirkt, erfahren Sie im Interview bei FINANCE-TV.

Eine Akquisitionsfinanzierung für einen laufenden M&A-Prozess aufsetzen, eine bestehende Kreditlinie refinanzieren, ein innovatives Finanzprodukt zur Ablösung der M&A-Brückenfinanzierung etablieren: Das Treasury-Team von Nordex musste in diesem Jahr gleich eine ganze Serie an komplexen Transaktionen parallel bewältigen.

Für diese Leistung hat das Team um Torsten Hinsche, Head of Corporate Finance & Treasury, auf der diesjährigen Structured FINANCE von der FINANCE-Schwesterpublikation DerTreasurer den Preis für das Treasury des Jahres 2016 erhalten. Wie das Team die Komplexität bewältigt hat und wie die Idee für den ersten „Green Schuldschein“ entstand, verrät Torsten Hinsche im Talk bei FINANCE-TV.