Treasury
25.10.12 11:55

Von Februar 2014 an müssen Firmen ihren Zahlungsverkehr nach den Maßgaben der Single Euro Payments Area (Sepa) ausführen – doch bei der Vorbereitung gibt es Nachholbedarf, meint Norbert Müller, Leiter Cash Management Sales Deutschland bei der UniCredit. „Sepa ist eines der von den Unternehmen am meisten unterschätzten Themen.“ Wo es hakt, wie ein Unternehmen Engpässe vermeidet und welche Vorteile die Umstellung auf ein einheitliches Zahlungsverkehrsformat bringen kann, erklärt Müller bei FINANCE-TV.

Cash Management: Wie Unternehmen den Überblick behalten

Einen Überblick über die eigene Liquidität zu haben, kann für Unternehmen zur Überlebensfrage werden. Doch noch immer nimmt Cash Management nicht überall den Stellenwert ein, den es haben sollte. „Die Nachhaltigkeit bei der Beschäftigung mit Cash Management fehlt“, beobachtet Norbert Müller, Leiter Cash Management Sales Deutschland bei der UniCredit. Dabei rechne sich die Einführung eines guten Liquiditätsmanagements schnell, oft lasse sich Einsparpotential von 0,1 Prozent des Unternehmensumsatzes heben. „Um Transparenz zu erzielen, braucht es in jedem Unternehmen einen Kümmerer“, sagt Müller. Der Verantwortliche müsse dafür sorgen, dass Kontoinformationen zentral gebündelt werden und der Liquiditätsstatus ebenfalls zentral vorliegt.

Bei der Umstellung des Zahlungsverkehrs auf die Formate der Single Euro Payments Area (Sepa) beobachtet Müller immer noch ein zögerliches Verhalten vieler deutscher Unternehmen. Er empfiehlt, nicht bis zum letzten Moment mit der Umstellung zu warten: „Wer in den nächsten Monaten umstellt, hat auch noch genügend Zeit für Tests“, sagt er. Wie er die Herausforderungen für Unternehmen einschätzt und wie es mit der Verfügbarkeit von Beratern in der heißen Umstellungsphase aussieht, berichtet Müller im Talk mit FINANCE-TV.

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Eine Woche nach dem starken Debüt von Schaeffler am Anleihemarkt sieht Anleihenexperte Christian Reusch von der UniCredit für deutsche Unternehmen alle Ampeln auf Grün geschaltet: „Unternehmensanleihen werden von den Investoren gesucht, die Kupons sind nach unten gekommen, und das Momentum wird durch die Bank stark bleiben.“ Wo der Hunger der Investoren am größten ist und wie Unternehmen ihre Bondemission timen sollten – Reuschs Einschätzung hier bei FINANCE-TV.

Seit der Finanzkrise nutzen Firmen verstärkt Supply-Chain-Finance-Programme, um ihr Working Capital zu optimieren. „Viele Unternehmen haben schmerzhaft erfahren, welche Folgen Unterbrechungen der Lieferketten haben“, sagt Markus Wohlgeschaffen, Head of Global Trade Finance & Services der UniCredit, im Interview mit FINANCE-TV. Wie die einzelnen Abteilungen innerhalb eines Unternehmens bei diesen Programmen zusammenarbeiten sollten und welche Auswirkungen er durch die Basel-III-Regularien auf Supply Chain Finance erwartet, verrät Wohlgeschaffen im Talk bei FINANCE-TV.

Die Ankündigung der EZB, künftig auch Unternehmensanleihen kaufen zu wollen, hat die Bondrenditen deutlich gedrückt. Obwohl die EZB nur Investmentgrade-Papiere erwerben will, profitieren davon auch High-Yield-Emittenten: „Im Markt für Hochzinsanleihen ist reichlich Liquidität vorhanden. Was fehlt, sind die Neuemissionen“, sagt Steffen Wasserhess, Experte für High-Yield-Bonds bei der UniCredit. Warum die Neuemissionen bislang ausbleiben, was sich durch die EZB-Entscheidung ändert und wie sich der High-Yield-Markt in diesem Jahr entwickeln wird – Wasserhess‘ Antworten hier bei FINANCE-TV.

Mit der Umstellung auf Sepa ist der Zahlungsverkehr schneller geworden. Jetzt kommt der nächste Schritt: Überweisungen in Echtzeit. „Noch in diesem Jahr werden 25 Banken mit Instant Payments starten“, glaubt Andreas Windmeier, Leiter Treasury Services Deutschland und Österreich bei JP Morgan. „Spätestens 2020 werden Echtzeitzahlungen die neue Normalität“, prognostiziert er bei FINANCE-TV. Wie die Instant Payments funktionieren, welche Hürden es beim Einsatz von Echtzeitzahlungen noch gibt und was sich dadurch für Treasury-Abteilungen ändert – Windmeiers Antworten hier bei FINANCE-TV.

Der Immobilienentwickler Eyemaxx Real Estate begibt die erste Mittelstandsanleihe mit Inflationsschutz. Liegt die Inflationsrate während der Laufzeit von sechs Jahren im Schnitt über 10 Prozent, bekommen die Anleiheinvestoren bis zu 110 Prozent des Nennwerts zurückgezahlt. „Ehrlich gesagt rechne ich damit, dass der Inflationsschutz greifen wird“, sagt Eyemaxx-CEO Dr. Michael Müller bei FINANCE-TV. Was das für die Finanzplanung des Unternehmens bedeutet und wie es um die Besicherung der Anleihe und das Geschäftsmodell bestellt ist – Müllers Antworten hier bei FINANCE-TV.

 

Lange sah es nach einer harten Umstellung des Zahlungsverkehrs auf Sepa-Formate zum 1. Februar aus, doch dann kam im Januar die überraschende Nachricht aus Brüssel: Unternehmen bekommen eine sechsmonatige Übergangsfrist, in der sie weiterhin Zahlungsaufträge mit Kontonummer und Bankleitzahl statt BIC und IBAN anliefern dürfen. Eine Überraschung auch für die Banken, sagt Frank-Oliver Wolf, Global Head Cash Management & International Business bei der Commerzbank. Wie Unternehmen sich jetzt verhalten sollten und wie groß die Chancen sind, dass die vollständige Umstellung im August reibungslos verläuft, das sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.