Treasury
29.11.12 11:50

Als Wachstumstreiber sind die Emerging Markets für viele deutsche Unternehmen wichtig, Zahlungsverkehr in diese Länder bringt aber Schwierigkeiten mit sich. Das beginnt bei umfangreicher Dokumentation und endet bei Schriftzeichen, die deutsche Tastaturen nicht abbilden können. Dennoch kann es sich lohnen, in lokaler Währung zu zahlen, beobachtet Franz-Xaver Puy Michl, Head of Payments & Cash Management Germany bei der HSBC: „Man nimmt dem Geschäftspartner vor Ort das Währungsrisiko ab. Im Gegenzug räumt dieser oft Rabatte ein.“ Bis zu 5 Prozent seien häufig drin. Oberstes Gebot sei es, die Regularien einzuhalten, auch wenn sie strikt erscheinen. „Im Zweifelsfall sollte man sich mit dem Regulierer direkt zusammensetzen, damit kein Vertrauen verspielt wird“, rät Puy Michl. Welche Fortschritte er beim Zahlungsverkehr in den Emerging Markets sieht, welche Lockerungen er für den Renminbi erwartet und welche Probleme von Firmen oft unterschätzt werden, erklärt Puy Michl im Talk bei FINANCE-TV.

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Das Niedrigzinsumfeld reißt bei vielen Industriekonzernen ein Loch in die Pensionskasse. Die CFOs reagieren und schichten bei der langfristigen Geldanlage um: „Die Emerging Markets und der Corporate-Bond-Markt in den USA gewinnen als Anlageziel an Beliebtheit“, berichtet Tobias Löschmann, Co-Head of Institutional Sales bei Pioneer Investments, im Interview bei FINANCE-TV. Welche Renditeerwartungen realistisch sind, wie es um die Anleihe als Assetklasse bestellt ist und warum sogenannte Absolute-Return-Strategien an Bedeutung gewinnen – Löschmanns Tipps und Antworten hier bei FINANCE-TV.

Im Kampf gegen die Kapitalflucht und die Abwertung des Renminbi greifen die chinesischen Behörden zu drastischen Mitteln: In einigen Regionen werden schon Auslandsüberweisungen ab 1 Millionen US-Dollar streng geprüft. „Deutsche Exporteure müssen sich auf Zahlungsverzögerungen von drei bis fünf Wochen einstellen“, sagt Andreas Tesch, Chief Market Officer bei dem Kreditversicherer Atradius, im Interview mit FINANCE-TV. Wie deutsche CFOs diesen Kontrollen begegnen sollten und wie sich die Einschränkungen auf Konditionen von Exportabsicherungen auswirken – Andreas Teschs Antworten nur hier bei FINANCE-TV.

Der Zahlungsverkehr befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch. Im Onlinehandel gehört Paypal längst zu den beliebtesten Bezahlmethoden. Der Zahlungsverkehr zwischen Unternehmen ist deutlich komplexer, doch auch hier drängen neue Anbieter auf den Markt: „Banken müssen aufpassen, dass sie nicht den Anschluss verlieren“, warnt Axel Goedecke, Cash-Management-Berater bei Horváth & Partners im Interview mit FINANCE-TV. Welche Chancen die neuen Player CFOs bieten und was das für die Kunde-Bank-Beziehung bedeutet – Goedeckes Antworten hier bei FINANCE-TV.

Zahlungsverkehr ist in den Finanzabteilungen ein Kernthema. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Prozessen läuft er seit Jahren nach demselben Schema. Innovationen setzen sich nur langsam durch – und das liegt auch an den Banken, sagt Markus Rupprecht, Vorstand von Traxpay, einem Anbieter von Software für den Zahlungsverkehr. „Die Banken haben keinen Anreiz, es besser zu machen. Teilweise verdienen sie mit den alten Prozessen“, kritisiert Rupprecht. Der Antrieb zu Veränderungen müsse daher aus den Unternehmen kommen. Rupprecht sieht besonders beim Thema Flexibilität noch Verbesserungsbedarf – sowohl, was die Datenmenge angeht, die mit einer Zahlung mitgeliefert werden kann, als auch mit Blick auf die Ausführung von Zahlungen. „Jeder wird nervös, wenn Facebook mal zehn Minuten ausfällt. Auf der anderen Seite ist es für einen Treasurer völlig normal, dass er Zahlungsverkehr nur zwischen 8 und 14 Uhr machen kann“, sagt Rupprecht.

 

Allerdings sieht er auch in den Unternehmen eine gewisse Skepsis gegenüber Neuerungen wie Cloud-Diensten. Wie man den Vorbehalten begegnen kann, welche Vorteile Innovationen aus dem Consumer-Bereich für Unternehmen mit sich bringen könnten und wie sich der Zahlungsverkehr in den nächsten Jahren verändern könnte, erklärt Rupprecht bei FINANCE-TV.

 

Von Februar 2014 an müssen Firmen ihren Zahlungsverkehr nach den Maßgaben der Single Euro Payments Area (Sepa) ausführen – doch bei der Vorbereitung gibt es Nachholbedarf, meint Norbert Müller, Leiter Cash Management Sales Deutschland bei der UniCredit. „Sepa ist eines der von den Unternehmen am meisten unterschätzten Themen.“ Wo es hakt, wie ein Unternehmen Engpässe vermeidet und welche Vorteile die Umstellung auf ein einheitliches Zahlungsverkehrsformat bringen kann, erklärt Müller bei FINANCE-TV.

Mit ihrer Bargeldreform hat die indische Regierung das Land ins Chaos gestürzt, und die Krise ebbt nur langsam ab. Auch ausländische Konzerne sind betroffen, vor allem solche mit Endkundengeschäft in Indien, berichtet Wilbert Evers, Cash-Management-Experte der HSBC, bei FINANCE-TV: „Aber jetzt beruhigt sich die Lage. Und die Krise stellt sich als ein enormer Push für den elektronischen Zahlungsverkehr heraus.“ Wie sich dadurch jetzt die gesamte Cash-Management-Landschaft in Indien ändert, und wie widerstandsfähig die neue Struktur für politische Hauruckaktionen ist – die wichtigsten Antworten für Treasurer und CFOs, heute hier bei FINANCE-TV.