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25.04.18 11:55

Schuldscheine, Supply Chain Finance, Devisenhandel: Die Banken verlieren in immer mehr Bereichen des Firmenkundengeschäfts die Hoheit an die aufstrebenden Fintechs. Das ist zum Teil selbstverschuldet: „Was die Banken in die Digitalisierung ihres Firmenkundengeschäfts investieren, ist zu wenig“, findet der Bankenexperte Marco Zimmer vom Banken-Beratungshaus zeb. Welche Geschäftssegmente als nächstes disruptiert werden und wie die Banken darauf reagieren sollten, verrät Zimmer im FINANCE-TV-Interview.

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Im Firmenkundengeschäft wächst der Druck auf die Banken: Die Erträge sind seit Mitte 2012 rückläufig, die Profitabilität ging im zweiten Halbjahr 2013 gegenüber dem ersten Halbjahr sogar um rund ein Drittel zurück. Das verändert auch das Verhältnis zwischen CFOs und ihren Banken: „Die CFOs sind selbstbewusst“, sagt Walter Sinn, Deutschlandchef der Strategieberatung Bain & Company. Wie sich die laufenden Stresstests auf die Lage der Banken auswirken und ob das Firmenkundengeschäft bei einzelnen Häusern zur Disposition steht, darüber spricht Sinn im Talk bei FINANCE-TV.

Die ING sieht sich mit ihrer Wachstumsoffensive im deutschen Firmenkundengeschäft auf Kurs: 130 deutsche Unternehmen zählt die niederländische Großbank inzwischen zu ihren Kunden, sagte Firmenkundenvorstand Joachim von Schorlemer im Interview mit FINANCE-TV und kündigte an: „Wir werden weiter kräftig investieren und wachsen.“ Welche Rolle der Kredit dabei spielt, wie sich das Kosten-Ertrags-Verhältnis der Bank entwickelt hat und wie sich die ING im hartumkämpften deutschen Markt von Wettbewerbern abgrenzen will – von Schorlemers Antworten sehen Sie nur hier bei FINANCE-TV.

Hacking, Datenklau & Co.: Wie Unternehmen nach Cybercrime-Angriffen richtig kommunizieren

Gestohlene Kundendaten bei Vodafone durch Hacking, unterbrochene Produktion bei Beiersdorf durch Malware: Noch während das betroffene Unternehmen seine Systeme reparieren muss, fordern Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden nähere Informationen. „Man sollte allerdings nur kommunizieren, was tatsächlich gesichert und belegt ist“, rät Thorsten Düß, Director bei der Kommunikationsagentur Weber Shandwick. Wie Unternehmen sich auf die Öffentlichkeitsarbeit in einer solchen Krisensituation vorbereiten können, welche Besonderheiten börsennotierte Unternehmen beachten müssen und auf welche Abteilungen es im Ernstfall ankommt, das und mehr erfahren Sie hier bei FINANCE-TV.

BSI-Vize Schabhüser: „Informationssicherheit ist Chefsache“

Kein Zugriff auf Daten, kein normaler Produktionsbetrieb: Unternehmen wie Beiersdorf oder Maersk mussten in den vergangenen Monaten miterleben, wie Angriffe auf die IT ein Unternehmen ins Chaos stürzen können. Wer sich schützen will, sollte das Thema auch organisatorisch weit oben verankern, fordert Gerhard Schabhüser, Vizepräsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. „Informationssicherheit ist Chefsache“, findet er. Er rät Unternehmen, eine Angriffssituation einmal zu simulieren. „Die Prozesse, die im Notfall greifen, sollte man üben“, sagt er. Welche Fallstricke im Angriffsfall lauern und welche Schritte Unternehmen umsetzen sollten, um es Angreifern so schwer wie möglich zu machen, erklärt Schabhüser bei FINANCE-TV.