WEB-TV

28.05.18

Finanzkriminalist Seyfi Günay: „Bitcoin ist zu irrelevant für die Banken“

Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum erleben als Spekulationsobjekt einen Hype, im realen Wirtschaftsleben und Zahlungsverkehr spielen sie dagegen kaum eine Rolle. Der Finanzkriminalist Seyfi Günay von der Unternehmensberatung Lexis Nexis Risk Solutions glaubt auch nicht, dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird: „Verglichen etwa mit Kreditkarten ist das Transaktionsvolumen, das die Bitcoin-Technologie zur Verfügung stellen kann, viel zu gering.“ Weiteres Problem: Bitcoin & Co. sind die Währungen des Darknets und kaum zu kontrollieren: „Die Technologie verändert sich schneller, als die Regulatorik und die Behörden reagieren können“, so Günay. Wie Unternehmen, Banken und Börsen trotzdem einen Fuß in die Bitcoin-Welt setzen können, erklärt er bei FINANCE-TV.

Ähnliche Sendungen

Kündigung von Top-Bankern: „Bald ohne Angabe von Gründen möglich“

Der Kündigungsschutz für Top-Verdiener im Banking wird gelockert. Auf sogenannte Risikoträger mit einem Jahresfixum von deutlich über 200.000 Euro kommen Änderungen zu: „Banken können sich künftig von diesen Leuten trennen, ohne Gründe anzuführen“, erklärt Arbeitsrechtler Michael Magotsch von der Kanzlei Bryan Cave Leighton Paisner. Das damit verbundene Ziel: Deutschland soll attraktiver werden für Banken, die an ihren Standorten im Ausland einen weniger strikten Kündigungsschutz gewohnt sind. „Man hat erkannt, dass hier etwas passieren muss, damit Frankfurt wettbewerbsfähig ist“, sagt Magotsch. Welche Banker künftig als Risikoträger gelten, wie Entlassungen künftig ablaufen und was das für die Abfindungen im Kündigungsfall bedeutet, erklärt der Jurist im Talk bei FINANCE-TV.

„Aufspaltung der Big Four wäre keine Lösung“

Hat die viel diskutierte Abschlussprüferreform wirklich die Qualität der Wirtschaftsprüfung verbessert? Immer mehr Kritiker sind sich da nicht mehr so sicher – und fordern strengere Regeln für die Wirtschaftsprüfer. Im Gespräch sind eine weitere Verkürzung der Rotationsfristen für Prüfmandate oder eine stärkere Trennung von Prüfung und Beratung. Das Institut für Wirtschaftsprüfer hält davon wenig: „Unter zu häufigen Wechseln könnte die Prüfqualität erst recht leiden“, warnt Vorstandssprecher Klaus-Peter Naumann im Gespräch mit FINANCE-TV. Was Naumann selbst von der Prüfreform hält und wie er die Debatte in UK um eine mögliche Aufspaltung der Big Four sieht – der Talk mit FINANCE-TV.