Finanzierung
09.04.18 11:55

Das Wettrennen geht auf die Zielgerade: Gleich drei Bankkonsortien sind aktuell dabei, blockchain-basierte Plattformen für die Handelsfinanzierung aufzubauen: „Die Technologie wird das Geschäft schneller, transparenter und sicherer machen“, verspricht Thomas Dusch, stellvertretender Chef des Global Transaction Banking bei der Unicredit. Welche Unternehmen davon besonders profitieren, wie die Großbank Unicredit bei dieser Technologie mitmischt und warum die Blockchain das Potential hat, große Teile des Bankgeschäfts obsolet zu machen, das sehen Sie hier bei FINANCE-TV.

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Seit der Finanzkrise nutzen Firmen verstärkt Supply-Chain-Finance-Programme, um ihr Working Capital zu optimieren. „Viele Unternehmen haben schmerzhaft erfahren, welche Folgen Unterbrechungen der Lieferketten haben“, sagt Markus Wohlgeschaffen, Head of Global Trade Finance & Services der UniCredit, im Interview mit FINANCE-TV. Wie die einzelnen Abteilungen innerhalb eines Unternehmens bei diesen Programmen zusammenarbeiten sollten und welche Auswirkungen er durch die Basel-III-Regularien auf Supply Chain Finance erwartet, verrät Wohlgeschaffen im Talk bei FINANCE-TV.

Die Blockchain hat das Potential, die Finanzwelt zu revolutionieren. Bis 2025 wird auf Basis der Technologie eine Infrastruktur entstehen, über die Geschäfte mit sämtlichen handelbaren Assets – Wertpapiere, Derivate, Devisen, Grundstücke und Co. – abgewickelt werden können, prognostiziert Markus Krall, Managing Director bei der Unternehmensberatung Goetzpartners: „Es werden völlig neue Gebührenmodelle im Banking entstehen.“ In welchen Bereichen er die größten Anwendungsmöglichkeiten für die Blockchain sieht, ob die neue Technologie die Banken obsolet machen wird und warum die Behauptung, die Blockchain sei absolut sicher, nur in Teilen stimmt – die Antworten bekommen Sie hier bei FINANCE-TV.

Blockchain, Fintech-Handelsplätze und jetzt die komplett durchdigitalisierten Schuldscheinplattformen wie VC Trade – für CFOs und Treasurer eine echte Verbesserung, meint der Kapitalmarktchef der Helaba, Andreas Petrie: „Sie bekommen über den gesamten Emissionsprozess viel mehr Infos, können live an der Transaktion teilhaben – und die Stückkosten für Schuldscheindeals sinken deutlich“, erklärte er gegenüber FINANCE-TV. Wie stark die Kosten sinken, woran genau das liegt und was sich dadurch für das Zusammenspiel zwischen Bankern und CFOs verändert – Andreas Petrie und VC-Trade-Gründer Stefan Fromme geben bei FINANCE-TV Antworten.

Die Blockchain-Technologie wird die Platzierung von Schuldscheinen gravierend vereinfachen. Davon ist die Landesbank Baden-Württemberg nach ihrem Testlauf mit Daimler überzeugt. „Wir konnten Effizienzsteigerungen von 50 Prozent verzeichnen“, berichtet Joachim Erdle, Leiter Corporate Finance bei der LBBW, bei FINANCE-TV. Ob es mit Hilfe dieser Verbesserungen für Firmenkunden billiger wird, was die LBBW nach der Daimler-Transaktion als nächstes vor hat und wann der Blockchain-Schuldschein in Serie gehen soll, das sehen Sie nur hier bei FINANCE-TV.

Axel-Peter Ohse, der für die Unicredit in Deutschland das Global Transaction Banking leitet, glaubt, dass die deutschen Unternehmen beim Management ihres Umlaufvermögens gut für eine Konjunkturabkühlung gerüstet sind: „Sie haben hart an den Prozessen gearbeitet, die Japan-Krise im Frühjahr hat sie noch fitter gemacht.“ Dennoch sieht der Banker auch Schwächen – welche, erfahren Sie hier.

Eine Woche nach dem starken Debüt von Schaeffler am Anleihemarkt sieht Anleihenexperte Christian Reusch von der UniCredit für deutsche Unternehmen alle Ampeln auf Grün geschaltet: „Unternehmensanleihen werden von den Investoren gesucht, die Kupons sind nach unten gekommen, und das Momentum wird durch die Bank stark bleiben.“ Wo der Hunger der Investoren am größten ist und wie Unternehmen ihre Bondemission timen sollten – Reuschs Einschätzung hier bei FINANCE-TV.