DerTreasurer https://www.dertreasurer.de/ Nachrichten für Finanzverantwortliche Thu, 07 May 2026 12:52:20 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://www.dertreasurer.de/wp-content/uploads/2022/08/cropped-DerTreasurer-Favicon-32x32.png DerTreasurer https://www.dertreasurer.de/ 32 32 Risiken und Verwundbarkeiten in der Echtzeitökonomie https://www.dertreasurer.de/news/treasury-der-zukunft/risiken-und-verwundbarkeiten-in-der-echtzeitoekonomie-52377/ Fri, 08 May 2026 07:00:00 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=52377 Rund um die Uhr: Echtzeit-Treasury bringt ganz neue Herausforderungen mit sich. Foto: stock.adobe.com - peterschreiber.media

Echtzeit verändert die Finanzwelt, aber nicht nur zum Guten. Wo Zahlungen in Sekunden fließen, steigt auch die Geschwindigkeit von Fehlern und Kontrollverlusten. Treasurer müssen Resilienz neu denken.

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Rund um die Uhr: Echtzeit-Treasury bringt ganz neue Herausforderungen mit sich. Foto: stock.adobe.com - peterschreiber.media

Echtzeit verändert die Finanzwelt, aber nicht nur zum Guten. Wo Zahlungen in Sekunden fließen, steigt auch die Geschwindigkeit von Fehlern und Kontrollverlusten. Treasurer müssen Resilienz neu denken.

Echtzeit erhöht die Effizienz, verkürzt aber zugleich die Reaktionszeit auf null. In einer Finanzarchitektur, in der Zahlungen, Daten und Entscheidungen nahezu zeitgleich erfolgen, verschiebt sich das Risikoprofil fundamental: Kontrolle muss vor der Ausführung greifen, nicht danach.

Echtzeit war das Versprechen einer reibungslosen, transparenten Finanzwelt. Zahlungen, die in Sekunden ausgeführt werden, schaffen Effizienz, Flexibilität und Kundennähe. Doch mit der Beschleunigung wächst auch die Anfälligkeit. Was früher in Stunden oder Tagen auffiel, passiert heute in Sekunden; oft, bevor jemand reagieren kann.

Ein nicht autorisierter Zahlungslauf, eine Fehlbuchung, ein automatisierter API-Fehler: In der Echtzeitökonomie multiplizieren sich kleine Fehler zu großen Risiken. Wo Prozesse nicht mehr sequentiell, sondern parallel laufen, kann eine einzige fehlerhafte Regel in Sekunden Hunderte Transaktionen auslösen. Echtzeit ist damit nicht nur ein Geschwindigkeitsversprechen, sondern ein struktureller Risikoverstärker.

Tempo als Risiko

Treasury-Abteilungen stehen vor der Aufgabe, Stabilität nicht mehr durch nachgelagerte Kontrolle, sondern durch vorgelagerte Systemlogik sicherzustellen, im Sekundentakt.

Was die Echtzeitökonomie so leistungsfähig macht, ist zugleich ihre Achillesferse: Vernetzung. Systeme, Banken, Plattformen und Fintechs tauschen permanent Daten und Zahlungen über APIs aus. Doch jedes neue Interface, jede Schnittstelle ist auch eine potentielle Angriffsfläche. Cybersecurity im Treasury war lange ein Randthema. Das ändert sich gerade dramatisch.

Ransomware, Phishing, die Manipulation von Zahlungsregeln oder Identitäten über Schnittstellen sind längst Realität. Die Geschwindigkeit der Systeme lässt wenig Zeit, um verdächtige Muster zu erkennen. Besonders kritisch wird es, wenn automatisierte Systeme aufeinander reagieren. Ein falsch interpretierter Trigger kann Dominoeffekte erzeugen; von FX-Fehlbewertungen bis hin zu unbeabsichtigten Liquiditätsverschiebungen.

»In der Echtzeitökonomie multiplizieren sich kleine Fehler zu großen Risiken.«

Doch Verwundbarkeit entsteht nicht nur durch Technologie, sondern auch durch Organisation. Viele Unternehmen haben ihre Treasury-Prozesse in den vergangenen Jahren digitalisiert; aber nicht neu gedacht. Das führt zu Systemlandschaften, die hochautomatisiert, aber kaum integriert sind. Ein häufiger Befund: Echtzeitdaten fließen schneller, als Entscheidungswege angepasst wurden. Freigaben, Compliance-Kontrollen und Reporting-Prozesse hinken dem Tempo hinterher. So entsteht ein Governance-Gap: ein struktureller Bruch zwischen technischer Ausführung und organisatorischer Verantwortung.

Dieses Defizit ist kein Prozessproblem, sondern ein architektonisches Problem; Systeme handeln schneller, als die Governance greifen kann. Im Ernstfall bedeutet das: Systeme reagieren, bevor Menschen verstehen, was gerade passiert. Resilienz darf in der Echtzeitökonomie aber kein Zufallsprodukt sein. Sie muss im System verankert sein. Das beginnt bei der Architektur: Failover-Mechanismen, Echtzeit-Monitoring, regelbasierte Notfallabschaltungen und Redundanzen werden zum Standard.

Governance muss anders gedacht werden

Auch auf der Governance-Ebene ist Umdenken nötig. „Four Eyes Principle“ und „Dual Control“ müssen in Code übersetzt werden, etwa durch Policy Engines, die automatisch prüfen, ob Freigaben oder Limits korrekt gesetzt sind. Compliance wird zur laufenden Validierung, nicht zur nachträglichen Kontrolle.

Es geht um Resilience by Design: Systeme, die Fehler einkalkulieren, bevor sie eintreten. Voraussetzung ist eine Steuerungslogik, in der Regeln, Verantwortlichkeiten und technische Ausführung systemisch miteinander verknüpft sind.

Technische Resilienz bleibt aber wirkungslos, wenn die Unternehmenskultur nicht mitzieht. Echtzeitprozesse verlangen nicht nur schnelle Entscheidungen, sondern auch Vertrauen in automatisierte Systeme. Das setzt eine Kultur voraus, die Technologiekompetenz fördert und Verantwortlichkeiten klar definiert. Treasurer müssen lernen, mit Datenanomalien umzugehen, statt reflexartig manuell einzugreifen. Kontrolle entsteht nicht mehr durch Verlangsamung, sondern durch Transparenz. Ein modernes Treasury ist nicht das, das Fehler ausschließt, sondern das, das sie erkennt, korrigiert und daraus lernt.

Der neue Balanceakt

Echtzeit ist gekommen, um zu bleiben. Doch Geschwindigkeit darf kein Selbstzweck sein. Die eigentliche Herausforderung liegt in der Balance zwischen Automatisierung und Kontrolle, Effizienz und Sicherheit.

Das Treasury der Zukunft ist nicht nur schneller, es ist widerstandsfähiger. Resilienz wird zur Kernkompetenz, nicht zur Reaktion auf Krisen. Denn wer im Sekundenrhythmus handelt, muss auch im Sekundenrhythmus schützen können.

Info

Thomas Feiler

Er ist Payments- und Cash-Management-Experte mit langer Praxiserfahrung. Seit 2024 betrachtet er den Markt akademisch und strategisch und ist Mitglied im Frankfurter Payments Network.

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Traton gibt sein grünes Debüt am Kapitalmarkt https://www.dertreasurer.de/news/green-finance/traton-gibt-sein-gruenes-debuet-am-kapitalmarkt-52407/ Thu, 07 May 2026 08:40:19 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=52407 Traton sammelt Kapital für die Mobilitätswende ein. Foto: Traton

Traton sammelt mit einem ersten Green Bond und einem grünen Kredit 850 Millionen Euro ein. Mit dem Kapital wollen die Münchener die Elektromobilität im Nutzfahrzeugsektor vorantreiben.

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Traton sammelt Kapital für die Mobilitätswende ein. Foto: Traton

Traton sammelt mit einem ersten Green Bond und einem grünen Kredit 850 Millionen Euro ein. Mit dem Kapital wollen die Münchener die Elektromobilität im Nutzfahrzeugsektor vorantreiben.

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Commerzbank löst Réthier-Nachfolge intern https://www.dertreasurer.de/news/personalien/commerzbank-loest-rethier-nachfolge-intern-52386/ Thu, 07 May 2026 07:00:00 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=52386 Im Bereich ICTBS gibt es bei der Commerzbank Anfang Juli einen Führungswechsel. Foto: Commerzbank

In wenigen Wochen verlässt die Transaktionsbankerin Brigitte Réthier die Commerzbank Richtung KfW. Jetzt ist ihr Nachfolger bekannt.

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Im Bereich ICTBS gibt es bei der Commerzbank Anfang Juli einen Führungswechsel. Foto: Commerzbank

In wenigen Wochen verlässt die Transaktionsbankerin Brigitte Réthier die Commerzbank Richtung KfW. Jetzt ist ihr Nachfolger bekannt.

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Unicredit kurz vor dem Ziel? Treasurer erwarten Commerzbank-Übernahme https://www.dertreasurer.de/news/firmenkundengeschaeft/unicredit-auf-der-zielgeraden-treasurer-erwarten-commerzbank-uebernahme-52395/ Thu, 07 May 2026 06:58:00 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=52395 Kann die Commerzbank und ihre CEO Bettina Orlopp die Übernahme durch die Unicredit noch verhindern? Foto: Jörg Puchmüller

Die Unicredit hat ihr Übernahmeangebot für die Commerzbank-Aktionäre vorgelegt. Die Treasury-Community rechnet mit einem Erfolg der Italiener – obwohl die Bundesregierung Gegenmaßnahmen erwägen soll.

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Kann die Commerzbank und ihre CEO Bettina Orlopp die Übernahme durch die Unicredit noch verhindern? Foto: Jörg Puchmüller

Die Unicredit hat ihr Übernahmeangebot für die Commerzbank-Aktionäre vorgelegt. Die Treasury-Community rechnet mit einem Erfolg der Italiener – obwohl die Bundesregierung Gegenmaßnahmen erwägen soll.

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Letztes SLG-Urgestein tritt ab https://www.dertreasurer.de/news/personalien/letztes-slg-urgestein-tritt-ab-52391/ Thu, 07 May 2026 05:26:00 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=52391 Georg Ehrhart ist aus der SLG-Geschäftsführung ausgeschieden. Foto: SLG Treasury

Der Generationswechsel bei SLG schreitet voran. Der langjährige Geschäftsführer Georg Ehrhart ist aus der Führungsriege ausgeschieden. Er bleibt der Treasury-Beratung aber noch verbunden.

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Georg Ehrhart ist aus der SLG-Geschäftsführung ausgeschieden. Foto: SLG Treasury

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Coupa-Eigner Thoma Bravo muss Milliarden abschreiben https://www.dertreasurer.de/news/treasury-management-systeme-tms/coupa-eigner-thoma-bravo-muss-milliarden-abschreiben-52346/ Wed, 06 May 2026 05:56:00 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=52346 Skyline von Miami: Thoma Bravo hat seinen Firmensitz in der US-Metropole. Foto: littleny – stock.adobe.com

Der Finanzinvestor Thoma Bravo muss 5 Milliarden US-Dollar auf ein Software-Investment abschreiben. Ist das ein Vorbote für Verwerfungen im TMS-Markt?

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Skyline von Miami: Thoma Bravo hat seinen Firmensitz in der US-Metropole. Foto: littleny – stock.adobe.com

Der Finanzinvestor Thoma Bravo muss 5 Milliarden US-Dollar auf ein Software-Investment abschreiben. Ist das ein Vorbote für Verwerfungen im TMS-Markt?

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VoP: Wo Corporate-Treasurer der Schuh drückt https://www.dertreasurer.de/news/zahlungsverkehr/vop-wo-corporate-treasurer-der-schuh-drueckt-52341/ Tue, 05 May 2026 08:28:15 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=52341 Die VoP läuft seit dem 9. Oktober 2025, Unternehmen nutzen sie eher weniger. Foto: Moonroad - stock.adobe.com

Die uneinheitliche Umsetzung der Verification of Payee macht sie bisher zum Flop. Die End-to-End-Reife fehlt in der Praxis. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage.

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Die VoP läuft seit dem 9. Oktober 2025, Unternehmen nutzen sie eher weniger. Foto: Moonroad - stock.adobe.com

Die uneinheitliche Umsetzung der Verification of Payee macht sie bisher zum Flop. Die End-to-End-Reife fehlt in der Praxis. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage.

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Wenig los am Schuldscheinmarkt https://www.dertreasurer.de/news/schuldschein/wenig-los-am-schuldscheinmarkt-52336/ Tue, 05 May 2026 07:05:49 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=52336 Die Supermarktkette Lidl hat den Schuldscheinmarkt im großen Stil angezapft. Foto: Taina Sohlman - stock.adobe.com

Schuldscheine im Gesamtvolumen von 2,4 Milliarden Euro wurden im ersten Quartal platziert. Für die größte Emission sorgt erneut der Discounter-Riese Lidl.

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Die Supermarktkette Lidl hat den Schuldscheinmarkt im großen Stil angezapft. Foto: Taina Sohlman - stock.adobe.com

Schuldscheine im Gesamtvolumen von 2,4 Milliarden Euro wurden im ersten Quartal platziert. Für die größte Emission sorgt erneut der Discounter-Riese Lidl.

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Treasury-Wechsel: HCOB, Bank of America, Moody’s https://www.dertreasurer.de/news/personalien/treasury-wechsel-hcob-bank-of-america-moodys-52317/ Mon, 04 May 2026 06:09:00 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=52317 Herbert Woisetschläger ist von der Unicredit zur HCOB gewechselt. Foto: HCOB

Die HCOB macht Unicredit-Veteran Herbert Woisetschläger zum Firmenkundenleiter, Peter Kollmann wird neuer Deutschlandchef der Bank of America und Matthias Hellstern verlässt Moody’s Deutschland. Das und mehr im Personalienticker.

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Herbert Woisetschläger ist von der Unicredit zur HCOB gewechselt. Foto: HCOB

Die HCOB macht Unicredit-Veteran Herbert Woisetschläger zum Firmenkundenleiter, Peter Kollmann wird neuer Deutschlandchef der Bank of America und Matthias Hellstern verlässt Moody’s Deutschland. Das und mehr im Personalienticker.

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Zentralisierung. Fragmentierte Strukturen prägen Zahlungsprozesse in CEE https://www.dertreasurer.de/news/sponsored/zentralisierung-fragmentierte-strukturen-praegen-zahlungsprozesse-in-cee-52280/ Mon, 04 May 2026 06:00:00 +0000 https://www.dertreasurer.de/?p=52280 Zentralisierung. Fragmentierte Strukturen prägen Zahlungsprozesse in CEE

Zentral- und Osteuropa (CEE) gehört zu den dynamischsten, aber auch komplexesten Wirtschaftsregionen Europas. Unterschiedliche Währungen, nationale Zahlungsstandards, regulatorische Vorgaben und gewachsene Bankstrukturen prägen den Alltag vieler Unternehmen.

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Zentralisierung. Fragmentierte Strukturen prägen Zahlungsprozesse in CEE

Zentral- und Osteuropa (CEE) gehört zu den dynamischsten, aber auch komplexesten Wirtschaftsregionen Europas. Unterschiedliche Währungen, nationale Zahlungsstandards, regulatorische Vorgaben und gewachsene Bankstrukturen prägen den Alltag vieler Unternehmen.

Zentral- und Osteuropa (CEE) gehört zu den dynamischsten, aber auch komplexesten Wirtschaftsregionen Europas. Unterschiedliche Währungen, nationale Zahlungsstandards, regulatorische Vorgaben und gewachsene Bankstrukturen prägen den Alltag vieler Unternehmen.

Aus Treasury-Sicht bleibt der CEE-Raum eine äußerst vielfältige Region in Bezug auf Währungen, Cut-off-Zeiten und regulatorische Anforderungen. „Dies macht standardisierte, zentralisierte Zahlungsprozesse anspruchsvoller, aber auch deutlich wichtiger“, sagt Susanne Prager, Leiterin Cash Management bei der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Trotz der geografischen Ausweitung des SEPA-Raums und der schrittweisen Euro-Einführung in der Region unterhalten viele Unternehmen nach wie vor mehrere Bankbeziehungen pro Land. Fragmentierte Modelle, bei denen jedes Land eine separate Kontenabstimmung erfordert, können den Betrieb erschweren. „Händler profitieren enorm von einer einheitlichen Lösung für mehrere Länder, mit der sie Daten einmal integrieren und standardisierte Berichts- und Abrechnungsdateien erhalten, die mit Systemen wie SAP oder Oracle kompatibel sind“, fügt Thomas Grabner, Head of Sales & Growth bei Raiffeisen Payment Solutions, hinzu. Integration schafft Effizienz Die RBI begegnet dieser Komplexität mit einem zentralen Ansatz. Sie bietet nahtlose Bankdienstleistungen über lokal geführte Konten auf einer zentralisierten Plattform. Mit der Cash-Management-Plattform CMIplus stellt sie eine zentrale Anlaufstelle zur Verfügung und bietet die größte Länderabdeckung in der CEE-Region.

„Lokale Zahlungsmethoden in CEE werden häufig durch nationale Vorschriften oder staatlich geförderte Initiativen geprägt, wie beispielsweise inländische Prepaid-Systeme oder lokal entwickelte Kartenprogramme, die oft sowohl die Verbrauchergewohnheiten als auch die Akzeptanz bei Händlern beeinflussen“, weiß Thomas Grabner. Diese Fragmentierung erschwert oft Skalierbarkeit und Kosteneffizienz – entscheidend in der Zahlungsakzeptanz, wo die Stückkosten mit der Größe sinken. Mit dem von Wien aus betriebenen Acquiring-Geschäft unterstützt die RBI mehr als 18 Länder mit einer einheitlichen Plattform.

„Wir haben die Möglichkeit, Händler vor Ort zu betreuen, selbst in kleineren Märkten wie Kroatien oder Slowenien. Das unterscheidet uns von vielen Wettbewerbern, denen die entsprechenden Compliance- und Risikobewertungskapazitäten dafür fehlen“, sagt Grabner. Zusätzliche Herausforderungen entstehen für Treasurer insbesondere aus der zunehmenden Komplexität grenzüberschreitender Zahlungslandschaften. „Die Kombination aus Multi-Währungs-Transaktionen und unterschiedlichen lokalen Marktpraktiken schafft zusätzliche Komplexität für Treasury-Verantwortliche bei der Abwicklung von FX-Geschäften, der Kontenabstimmung und der Liquiditätsübersicht – Bereiche, in denen eine stärkere Integration und Zentralisierung deutliche Effizienzgewinne bringen kann“, fügt Prager hinzu. Mit CMIplus bietet die RBI hierfür eine zentrale Plattform mit integriertem Cash-Management über das gesamte Netzwerk hinweg.

Parallel verändern sich die Erwartungen an Geschwindigkeit und Transparenz. „Echtzeit-Transparenz entwickelt sich rasch von einem nützlichen Zusatzfeature zu einer grundlegenden Erwartung, insbesondere für große Unternehmen, die Shared Service Center oder Payment Factories betreiben“, sagt Prager. „Für Treasury und Zahlungsfunktionen reichen traditionelle, an Cut-off-Zeiten orientierte Abläufe oder eine nur am Tagesende verfügbare Transparenz nicht mehr aus“, ergänzt sie. Besonders effizient ist dabei die nahtlose Integration zentralisierter Treasury-Services in bestehende Enterprise-Resource-Planning- und Treasury-Management-Systeme, ohne zusätzliche bankspezifische Anwendungen. Mit ihrer Mitgliedschaft in der SAP Multi-Bank Connectivity (MBC) zählt die RBI hier zu den Vorreitern im CEE-Raum. Die stärkere Verzahnung von Payment Acceptance und Treasury steht für ein neues Verständnis der Zahlungswertschöpfung. „Kunden profitieren von einer Kombination aus Zahlungsakzeptanz und traditionellen Bankdienstleistungen wie Krediten, Konten und Inkasso“, sagt Grabner. Für Unternehmen mit komplexen Zahlungs- und Treasury-Strukturen in CEE ist die RBI damit ein naheliegender Partner.

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