Cyberkriminalität ist im Zahlungsverkehr eine der größten Gefahren. Der Finanznachrichtendienstleister Swift hat deshalb für seine Nutzer einen Sicherheitsstandard vorgegeben, der immer wieder nachgezogen wird. Auch in diesem Jahr wird das Customer Security Programme, das Swift 2017 im Nachgang des Cyberangriffs auf die Zentralbank in Bangladesh aufgelegt hatte, wieder etwas verschärft.
Bis Ende 2020 haben Kunden nun Zeit, zu attestieren, dass sie den gestiegenen Anforderungen gerecht werden. Dazu gehören insbesondere die Einführung von zwei neuen verpflichtenden Kontrollen, um die Anfälligkeit kritischer Systeme und Schnittstellen im Zahlungsverkehr zu reduzieren.
Höhere Anforderungen für Treasurer
Um bei diesem Prozess zu unterstützen, bietet das Softwarehaus Bellin einen Service für Mitglieder im Standard Corporate Environment (SCORE) des Swift-Netzwerks an. Treasurer soll es dadurch erleichtert werden, die erhöhten Sicherheitsanforderungen zu erfüllen.
Das Softwarehaus stellt dafür eigenen Angaben zufolge die notwendige Technologie wie auch Experten für das Sicherheits-Audit zur Verfügung. Rund einen halben Arbeitstag eines Mitarbeiters sollten Treasurer für den Prozess einkalkulieren, teilt Bellin mit.
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Für Kunden, die das Swift-Netzwerk direkt aus dem Bellin-System ansteuern, ist das Angebot kostenfrei. Die Ettenheimer hatten 2013 eine entsprechende Kooperation mit Swift gestartet und inzwischen mehr als 200 Kunden für den Service gewonnen. Bellin hatte im vergangenen Jahr zudem auch GPI-Zahlungen im Rahmen des Projekts Swift GPI for Corporates (G4C) in sein TMS integriert.
Antonia Kögler ist Redaktionsleiterin bei DerTreasurer. Sie schreibt über Finanzierung und Asset Management und verfolgt alle Entwicklungen rund um das Thema Sustainable Finance.


