Die IT-Sicherheitslage in Deutschland ist seit Jahren angespannt. Die steigende Zahl an Cyberangriffen sowie der russische Angriffskrieg auf die Ukraine haben die Situation weiter verschärft. Laut Branchenverband Bitkom beliefen sich die Schäden für die deutsche Wirtschaft durch Cyberkriminalität allein im vergangenen Jahr auf mehr als 200 Milliarden Euro.
Wie real die Bedrohung durch Cybercrime-Attacken ist und welche Auswirkungen Angriffe haben, zeigt das 22. Restrukturierungsbarometer, für das FINANCE in Zusammenarbeit mit dem Beratungshaus Struktur Management Partner (SMP) Restrukturierungsexperten von Banken und Kreditversicherungen befragt hat.
Bedrohung Nummer eins: Ransomware-Attacken
Die dabei erhobenen Zahlen verdeutlichen den Ernst der Lage: Von den 88 befragten Finanziers geben knapp zwei Drittel an, dass eines oder mehrere ihrer Portfoliounternehmen schon einmal Opfer einer Cybercrime-Attacke geworden sind. Lediglich ein Fünftel der Umfrageteilnehmer verneint das. Gut jeder Zehnte kann auf diese Frage keine Antwort geben.
Bedrohung Nummer eins: Ransomware-Attacken, mit denen Unternehmen zur Zahlung eines Lösegelds erpresst werden. Bei einem solchen Angriff werden die Systeme verschlüsselt, gleichzeitig wird mit der Veröffentlichung der abgezogenen sensiblen Daten gedroht. Rund 40 Prozent der befragten Restrukturierungsexperten bestätigen, dass eines oder mehrere ihrer Portfoliounternehmen bereits eine Ransomware-Attacke erlebt haben.
Die gesamten Ergebnisse des 22. Restrukturierungsbarometers können Sie bei unserer Schwesterpubilkatopm FINANCE herunterladen.
Markus Dentz ist Chefredakteur von DerTreasurer und der Fachzeitschrift FINANCE. Seine journalistischen Schwerpunktthemen sind Unternehmensfinanzierung, Restrukturierung und Treasury.
