„Volle Aufmerksamkeit“ für neue Continental-Anleihe

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Continental hat eine neue Unternehmensanleihe über 500 Million Euro begeben. Das Papier hat eine Laufzeit von dreieinhalb Jahren und einen fixen Kupon von 4 Prozent pro Jahr. Ziel des Hannoveraner Autozulieferers war, als eines der ersten Unternehmen nach der Sommerpause am Euro-Anleihemarkt zu emittieren. Das berichtet Stefan Scholz, Leiter Finance & Treasury bei Continental, gegenüber DerTreasurer. „Diese Strategie hat sich als vorteilhaft erwiesen, da unsere Transaktion am Emissionstag die einzige im Markt war und die volle Aufmerksamkeit der Investoren genoss“, so Scholz.

 

Continental-Anleihe ist mehr als zweifach überzeichnet

Am Ende konnte Continental eine dreistellige Orderanzahl und eine mehr als zweifache Überzeichnung für den Bond registrieren. Besonders zufrieden ist Scholz mit Blick auf das Pricing: „Der Risikoaufschlag war bei unserer Emission vergleichsweise niedrig. Dank des hohen Investoreninteresses konnten wir unsere anfänglichen Preisvorstellungen stark einengen.“

Mit den Erlösen stärke Continental seine Liquiditätssituation und trage Anleihefälligkeiten im Herbst dieses, als auch im kommenden Jahr Rechnung, so der Treasurer. Allein 2023 muss das Unternehmen noch zwei Anleihen mit einem Volumen von 1,25 Milliarden Euro zurückzahlen: „Wir haben dafür in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt drei Anleihen emittiert und planen aktuell keine weitere Emission im Kalenderjahr 2023“, so Treasury-Chef Scholz.

Continental-Treasury prüft ESG-Optionen intensiv

Die bis dato letzte Anleiheemission von Continental war Ende Mai erfolgt. Damals wurde das ursprünglich anvisierte Volumen von 500 Millionen Euro kurzerhand auf 750 Millionen Euro erhöht. Ein ähnliches Vorgehen sei diesmal nicht in Frage gekommen: „Mehr als 500 Millionen Euro wollten wir bei dieser Anleiheemission nicht aufnehmen“, so Scholz.

Mit Blick auf den Megatrend Nachhaltigkeit prüfe Scholz‘ Team intensiv die Optionen zur Erweiterung der Refinanzierungsbasis und schließe einen ersten ESG-Bonds für die Zukunft nicht aus. Bereits 2019 haben die Hannoveraner eine neue Kreditlinie abgeschlossen, die Nachhaltigkeitskomponenten berücksichtigt.

hafner[at]dertreasurer.de

Philipp Hafner ist Redakteur bei DerTreasurer und FINANCE. Er hat Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth sowie an der University of Amsterdam studiert. Zuvor arbeitete Philipp Hafner mehr als sechs Jahre bei der Verlagsgruppe Knapp/Richardi, zunächst als Volontär, anschließend dann als Redakteur für die Fachzeitschrift „Immobilien & Finanzierung“.