Signa Sports United steht vor Insolvenz

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Die Sportartikelsparte der von Investor René Benko gegründeten Signa-Gruppe ist in finanzieller Schieflage. Am vergangenen Freitag meldete die Tennis-Point GmbH mit Sitz in Nordrhein-Westfalen beim zuständigen Amtsgericht Insolvenz an. Tennis-Point ist eine Tochtergesellschaft der Signa Sports United N.V. (SSU). Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Sanierungsexperte Christian Gerloff bestellt. Drei Tage nach Tennis-Point hat auch die Tochter Internetstores Insolvenz beantragt.  

Weitere Insolvenzen der Sparte seien wahrscheinlich. Wie SSU mitteilte, sollen weitere Gesellschaften der Sport-Sparte, darunter auch die Muttergesellschaft SSU selbst, in den kommenden Tagen die Eröffnung von Insolvenzverfahren vorbereiten.

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Alle Updates zur Signa-Krise finden Sie im neuen Ticker bei FINANCE. 

Signa Holding zog Finanzspritze zurück

Grund für die Insolvenz soll eine zurückgezogene Kapitalspritze von 150 Millionen Euro der Signa Holding an SSU sein. Erst Anfang vergangener Woche wurde dies bekannt. Daraufhin machte SSU bereits deutlich, dass durch die kassierte Finanzzusage die Insolvenz drohe.

Die Signa Sports Group ist ein auf Sport spezialisiertes E-Commerce-Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin. Es ist in den Segmenten Fahrrad, Tennis und Outdoor tätig, dazu gehören Marken wie Tennis-Point, Wiggle CRC, Fahrrad.de, Bikester, Probikeshop, Campz, Addnature und Tennis Pro.

Welche Banken haben Verluste durch die drohende Insolvenz von Signa Sports United? Was bedeutet die Pleite für das Signa-Imperium von Benko? Das und mehr lesen Sie bei unserer Schwesterpublikation FINANCE.

s.backhaus[at]dertreasurer.de

Autorenbild Sarah Backhaus

Sarah Backhaus ist Redakteurin bei FINANCE und DerTreasurer. Ihre Themenschwerpunkte sind Restrukturierung, Transformation, Zahlungsverkehr und Cash Management.