Der Zahlungsverkehrsdienstleister StoneX Global Payments strukturiert sich neu und will nun in Europa präsenter werden. Neben Österreich, der Schweiz, Spanien, Italien und den Beneluxstaaten steht insbesondere Deutschland auf der Agenda. In diesem Zuge wurde der Head of Sales für die DACH-Region, Marc Joppeck, befördert, der seit 2021 bei StoneX Global Payments arbeitet. Neben seiner bisherigen Rolle ist er nun auch Head of Corporate Payments Europe und Head of Global Payments Germany.
StoneX Global Payments hat sich früher auf Dienstleistungen für Finanzinstitute und NGOs fokussiert. Seit rund zwei Jahren will das Unternehmen das Geschäft mit Corporates als dritte Geschäftssäule etablieren. StoneX Global Payments bietet die Abwicklung des Auslandszahlungsverkehrs für Unternehmen an. Laut Joppeck arbeitet das Unternehmen dabei weltweit mit 350 Korrespondenzbanken in 180 Ländern und 142 Währungen zusammen. In Europa hat es 1.300 Kunden, 1.100 davon Corporates.
Dabei liegt der Fokus auf einer 1:1-Konvertierung, das heißt, dass, wenn ein Unternehmen einen Betrag überweist, genau der gleiche Wert beim Empfänger ankommt, auch wenn der Betrag in eine andere Währung konvertiert wird. Vor allem bei Intercompany-Zahlungen und M&A-Überweisungen sei das schwierig, aber lösbar, meint Joppeck.
StoneX Global Payments will in Deutschland wachsen
StoneXIn Deutschland will sich Joppeck auf alle Unternehmensgrößen konzentrieren. Die größten Chancen sieht er bei Smallcaps mit einem Umsatz bis zu 50 Millionen Euro und Largecaps mit einem Umsatz ab 250 Millionen Euro. Bei Smallcaps könnten alle Zahlungen über eine Plattform digitalisiert durchlaufen und konvertiert werden. Bei Largecaps liege der Fokus auf der Konvertierung von „exotischen“ Lokalwährungen. Treasurer könnten den Ablauf der Zahlungsströme verfolgen, das StoneX-System ließe sich über eine API mit dem Treasury-Management- und ERP-System der Unternehmen verbinden.
Joppeck arbeitet von Frankfurt aus. In Frankfurt zählt StoneX Global Payments derzeit über 35 Mitarbeiter, bis Ende 2023 sollen es 50 Mitarbeiter werden. Auch wenn wegen aktuellen Lieferkettenstörungen einige Unternehmen über eine Deglobalisierung nachdenken, sehen sie den Roll-out mit einem Produkt für Auslandszahlungsverkehr weiterhin optimistisch. Chancen sieht Joppeck vor allem darin, dass es mittlerweile viele Möglichkeiten gibt, Payments schneller und effizienter abzuwickeln.
Sarah Backhaus ist Redakteurin bei FINANCE und DerTreasurer. Ihre Themenschwerpunkte sind Restrukturierung, Transformation, Zahlungsverkehr und Cash Management.

