Der deutsche Leveraged-Buy-out-Markt ist verhalten in das Jahr 2023 gestartet. Wie aus dem neuen „Mid Cap Monitor“ von Houlihan Lokey hervorgeht, gab es hierzulande im ersten Quartal nur 28 Transaktionen zu verzeichnen. Im Vorquartal waren es noch 40 gewesen.
Ab dem vierten Quartal 2022 und bis in das erste Quartal 2023 hinein seien laut Houlihan Lokey viele Debt Funds (ebenso wie die Private-Equity-Sponsoren) bei neuen Transaktionen sehr selektiv geworden und konzentrierten sich stärker auf ihre Portfolios. Das habe zu der Entwicklung beigetragen.
Steigende M&A-Pipeline könnte LBO-Markt beflügeln
Allerdings sei das Auftaktquartal eines Jahres traditionell eine eher umsatzschwache Periode. Die US-Investmentbank hält es deshalb für wahrscheinlich, dass der Dealflow in den kommenden Quartalen noch zunehmen wird. „Auch wenn das Ausmaß der M&A-Aktivitäten nach wie vor ungewiss ist, gab es in den letzten Wochen einige ermutigende Anzeichen, und es hat sich eine größere Pipeline an neuen Transaktionen gebildet“, so Norbert Schmitz, Managing Director in der Capital Markets Group von Houlihan Lokey.
Von den insgesamt 28 Transaktionen entfielen 15 auf Debt Funds, die häufig sogenannte Unitranche-Finanzierungen dargestellt hätten. Dies waren sechs Transaktionen weniger als im vierten Quartal 2022. Die übrigen 13 Deals wurden von Banken finanziert. Mit 54 Prozent blieb der Anteil von Debt Funds am hiesigen Marktgeschehen somit unverändert hoch.
In welchen Sektoren die meisten Deals getätigt wurden, lesen Sie im E-Magazin 11/2023 von DerTreasurer.
Philipp Hafner ist Redakteur bei DerTreasurer und FINANCE. Er hat Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth sowie an der University of Amsterdam studiert. Zuvor arbeitete Philipp Hafner mehr als sechs Jahre bei der Verlagsgruppe Knapp/Richardi, zunächst als Volontär, anschließend dann als Redakteur für die Fachzeitschrift „Immobilien & Finanzierung“.

