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Update 28.11.2023
Nach Informationen unserer Schwesterpublikation FINANCE hat Ralf Schmitz den Posten als CRO von Signa nie angetreten. Auch der als Nachfolger von René Benko vorgestellte Arndt übt demnach offensichtlich kein offizielles Amt bei Signa aus. Mehr lesen Sie hier bei FINANCE.
Am 8. November war es so weit: Auf Drängen der Investoren gab René Benko schließlich nach und zog sich aus dem Beirat seines wankenden Immobilien- und Einzelhandelsimperiums Signa zurück.
Zu seinem Nachfolger als Vorsitzender des Beirats wurde der erfahrene Sanierungsexperte Arndt Geiwitz berufen. Eine seiner ersten Maßnahmen, um Signa wieder in die Spur zu bringen, war die Berufung von Ralf Schmitz zum Chief Restructuring Officer (CRO).
CRO Schmitz soll Restrukturierung schnell voranbringen
Schmitz soll laut Geiwitz noch bis Ende dieses Monats einen Plan für die wesentlichen Schritte der Restrukturierung erarbeiten und den Signa-Gesellschaftern präsentieren, auch die anschließende operative Umsetzung soll Schmitz übernehmen.
Der studierte Wirtschaftsingenieur Schmitz verfügt über rund zwei Jahrzehnte Erfahrung im Bereich der Restrukturierung. Er hat viele Problemfälle der deutschen Wirtschaft begleitet. Zu seinen prominentesten Restrukturierungsfällen zählen der westfälische Automobilzulieferer Borgers, der sächsische Gießereibetrieb Dihag, der Essener Kohleverstromer Steag sowie der Bonner Immobilienkonzern IVG.
Signa-Imperium gilt als chronisch intransparent
Bei Signa erwartet ihn nun erneut ein Fall mit Immobilienbezug, wobei dieser mit zahlreichen komplexen Besonderheiten aufwartet. Vor allem gilt Signa als chronisch intransparent. Insider schätzen etwa die Zahl der Tochtergesellschaften auf mehr als 1.000.
Auch die finanzielle Lage ist nebulös,es liegt kein aktueller Jahresabschluss für die gesamte Gruppe vor. Mehr zur Krise bei Signa erfahren Sie hier.
Philipp Hafner ist Redakteur bei DerTreasurer und FINANCE. Er hat Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth sowie an der University of Amsterdam studiert. Zuvor arbeitete Philipp Hafner mehr als sechs Jahre bei der Verlagsgruppe Knapp/Richardi, zunächst als Volontär, anschließend dann als Redakteur für die Fachzeitschrift „Immobilien & Finanzierung“.

