Der stärkste Wandel in der Bankkonnektivität zeigt sich derzeit in der Nutzung von E-Banking-Tools. Zwar nehmen proprietäre Lösungen, die zumeist von Banken zur Verfügung gestellt werden, mit 36 Prozent immer noch den größten Anteil im E-Banking ein. Doch ihr Anteil ist seit 2014 um stolze 55 Prozent gesunken. Das zeigt eine Befragung unter 177 Treasurern weltweit, die der Treasury-Software-Anbieter Sungard durchgeführt hat.
Sungard sieht für Treasurer klare Vorteile, sich von den E-Banking-Tools zu lösen: Besonders in großen Unternehmen, die zwanzig Banken mit entsprechend vielen verschiedenen Tools ansprechen, führt das zu ineffizienten Prozessen. Diese seien häufig weder automatisiert noch multibankfähig. Naturgemäß weniger betroffen von dieser Problematik sind kleinere Unternehmen mit wenigen Bankverbindungen.
Treasurer wenden sich von Swift Service Bureaus ab
Treasurer setzen deswegen laut der Studie zunehmend auf Plattformen, die sowohl den Bankzugang via Swift als auch weiterführende Analysen erlauben. Traditionell spaltet sich der Markt aber in klassische Zahlungsverkehrsanbieter und Spezialisten für Swift-Konnektivität. Besonders stark ist der Wandel für Swift Service Bureaus spürbar: Die Anzahl der Anbieter liegt derzeit bei etwa 70. Vor einem Jahr waren es mit 150 noch mehr als doppelt so viele.
Jakob Eich ist Redakteur der Fachzeitungen FINANCE und DerTreasurer des Fachverlags F.A.Z Business Media, bei dem er auch sein Volontariat absolviert hat. Der gebürtige Schleswig-Holsteiner ist spezialisiert auf die Themen Digitalisierung im Finanzbereich und Treasury.

