Der mittelständische Leveraged-Buy-out-Markt in Deutschland ist auch im zweiten Quartal des laufenden Jahres nicht in Schwung gekommen. Wie aus dem neuen „Mid Cap Monitor“ von Houlihan Lokey hervorgeht, konnten in den Monaten April bis Juni lediglich 16 Deals registriert werden. Das sind noch einmal 50 Prozent weniger als im bereits verhaltenen Auftaktquartal.
Konjunktur, Inflation und Zinswende belasten LBO-Markt
Der weitere Rückgang der Aktivitäten ist laut Houlihan Lokey auf eine Kombination aus wirtschaftlichem Gegenwind, anhaltend hoher Inflation sowie deutlich gestiegenem Zinsenniveau zurückzuführen. Am aktivsten im zweiten Quartal waren Banken mit einem Marktanteil von 56 Prozent. Die verbleibenden 44 Prozent entfielen auf Debt Funds. Hochgerechnet auf das erste Halbjahr 2023 halten sich die beiden Akteure die Waage.
„Auch wenn LBO-Banken und Debt Funds in Bezug auf Leverage Multiples konservativer geworden sind und sich weiterhin auf widerstandsfähige Kredite konzentrieren, sind sie im Allgemeinen offen für Geschäfte. Ein signifikanter Anstieg der Transaktionsaktivität wird jedoch erst dann eintreten, wenn der M&A-Dealflow auf den Markt zurückkehrt“, so Norbert Schmitz, Managing Director in der Capital Markets Group von Houlihan Lokey.
Houlihan Lokey erwartet stärkeren M&A-Dealflow
Mit Blick auf den M&A-Dealflow ist Schmitz verhalten optimistisch: Trotz anhaltender Unsicherheit habe sich am M&A-Markt eine größere Pipeline an neuen Transaktionen aufgebaut, die nach der Sommerpause für einen stärkeren Dealflow führen dürfte. „Dennoch bleibt die Qualität des zu finanzierenden Unternehmens entscheidend“, so Schmitz.
Welche Branchen in Deutschland die meisten Deals zu verzeichnen hatten, lesen Sie in Ausgabe 17 des E-Magazins von DerTreasurer.
