Bruttoinlandsprodukt der USA sinkt
Das Bruttoinlandsprodukt der USA ist im ersten Quartal des Jahres gesunken. Auf das Jahr hochgerechnet beträgt das Minus 0,3 Prozent, wie das US-Handelsministerium in einer ersten Einschätzung mitteilte. Für das erste Quartal 2025 rechneten Ökonomen eigentlich mit einem leichten Wachstum von 0,3 Prozent.
Zuletzt war die war die US-Wirtschaft deutlich gewachsen. So legte das US-Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal des vergangenen Jahres noch um 2,4 Prozent zu. Laut F.A.Z. liegt der wichtigste Grund für den aktuellen Rückgang darin, dass US-Unternehmen in Erwartung der Zölle ihre Lager mit Gütern aus anderen Ländern aufgestockt hätten. Die in Folge der von Trump im April verhängten Zölle entstandenen Handelskonflikte seien hingegen noch nicht in den Zahlen berücksichtigt. let
Trump mildert Zölle für Autobauer ab
US-Präsident Donald Trump hat erneut eine Änderungen an den Zöllen vorgenommen. Per Dekret hat er nun die Zollvorgaben für Autobauer abgemildert. Sie sollen nicht mehr doppelt durch Zölle auf Stahl sowie Autos belastest werden.
Künftig sollen Unternehmen entweder den 25-prozentigen Aufschlag für im Ausland gebaute Autos oder 25 Prozent Zoll auf Stahl oder Aluminium bezahlen. Von der Erleichterung sollen auch ausländische Autokonzerne in den USA profitieren.
Darüber hinaus gibt es in einer Übergangsphase weitere geringe Zollerleichterung für in den USA hergestellten und verkauften Autos.
DB Research: Euro-Aufwertung auf 1,30 Dollar
Deutsche Bank Research hat seine mittelfristigen Devisenprognosen komplett überarbeitet. „Wir gehen nun von einem strukturellen Abwärtstrend des US-Dollars aus“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung. Konkret erwartet DB Research, dass sich der Euro im Laufe dieses Jahrzehnts der Marke von 1,30 Dollar annähern dürfte.
Die europäische Gemeinschaftswährung hatte infolge der US-Zollpolitik in den vergangenen Wochen bereits spürbar auf aktuell rund 1,14 Dollar zugelegt. Dass die derzeitige Schwäche des US-Dollars kein kurzfristiges Phänomen bleibe, erklärt die Research-Abteilung der Deutschen Bank unter anderem mit der gesunkenen Bereitschaft der übrigen Nationen, die steigende Staatsverschuldung der USA zu finanzieren.
WTO erwartet rückläufigen Welthandel
Die World Trade Organization (WTO) hat heute ihre Prognose für das weltweite Handelsvolumen im Jahr 2025 kräftig nach unten korrigiert. Statt einem Plus knapp 3 Prozent rechnet die WTO angesichts der aktuellen Entwicklungen nun mit einem Minus von 0,2 Prozent. Am stärksten betroffen wird demnach Nordamerika sein, wo die WTO mit einem Rückgang der Exporte um 12,6 Prozent rechnet. Sofern sich die von den USA ausgehenden Handelskonflikte weiter verschärfen, könnte das globale Handelsvolumen 2025 auch noch um bis zu 1,5 Prozent schrumpfen.
Euro klettert auf 1,14 Dollar
Der US-Dollar musste weiter Federn gegenüber dem Euro lassen. So kletterte die europäische Gemeinschaftswährung in der Nacht zu Freitag auf knapp 1,14 Dollar. Laut der Nachrichtenagentur dpa entspricht dies dem höchsten Stand seit Februar 2022. Auch gegenüber weiteren Ankerwährungen wie dem japanischen Yen oder Schweizer Franken gab der US-Dollar zuletzt nach. Am Freitagmorgen kostete ein US-Dollar rund 142,5 Yen beziehungsweise 0,82 Franken.
Die Furcht der Anleger vor der erratischen Zollpolitik Trumps sorgt derweil für immer neue Höhenflüge beim Goldkurs. Das Edelmetall knackte erstmals die Marke von 3200 US-Dollar. Seit Trumps Amtsantritt beträgt der Goldanstieg fast 20 Prozent. Die Ölpreise gaben am Freitagvormittag leicht auf etwas über 63,30 Dollar (Brent Crude) nach.
Der Dax drehte nach der Erholungsrally zur Wochenmitte heute Vormittag wieder rund zwei Prozent ins Minus, auch die US-Börsen konnten den Aufwärtstrend der vergangenen Tage mehrheitlich nicht bestätigen.
US-Präsident Trump mit Zoll-Kehrtwende
US-Präsident Donald Trump hat eine 90-tätige Pause für das Gros der erst vor wenigen Tagen in Kraft getretenen Zölle ausgerufen. Dies teilte er gestern Abend gegen 20 Uhr deutscher Zeit auf der Plattform Truth Social mit. Gleichwohl greift in diesen 90 Tagen ein neuer pauschaler Zollsatz in Höhe von zehn Prozent. Einzige Ausnahme ist China: Für Importe aus dem Reich der Mitte hob Trump den Zollsatz noch einmal an – von 104 auf nun 125 Prozent.
Die Kapitalmärkte nahmen Trumps Ankündigung erleichtert auf. In den USA konnten die zuletzt kräftig gefallenen Indizes Nasdaq, Dow Jones sowie S&P 500 Boden gut machen. Hierzulande stieg der Dax am Donnerstagvormittag (9:30 Uhr) kräftig um gut 8 Prozent auf rund 21.300 Punkte.
Auch die Ölpreise stiegen deutlich an: Sorgen vor einer Rezession hatten das Barrel der Nordseesorte zu Wochenbeginn auf rund 63 US-Dollar und damit den tiefsten Stand seit April 2021 gedrückt. Der Euro liegt unverändert bei rund 1,10 US-Dollar. phh
Euro klettert über die Marke von 1,10 US-Dollar
Der Euro ist heute erneut über die Marke von 1,10 US-Dollar geklettert. Das Tageshoch der Gemeinschaftswährung liegt aktuell bei 1,109 US-Dollar. Damit nähert sich der Wechselkurs dem Jahreshoch von 1,1144 US-Dollar, das der Euro am vergangenen Donnerstag am Tag nach der Ankündigung der US-Zölle durch Donald Trump erreicht hatte. In den vergangenen Tagen war der Euro zwischenzeitlich wieder bis auf 1,09 US-Dollar gefallen. let
Börsenkurse in Europa brechen erneut ein
Nach einer kurzen Erholung am Dienstag sind die Börsenkurse in Europa heute erneut eingebrochen. Der deutsche Aktienindex startete mit weniger als 19.600 Punkten in den Tag und lag so zum Handelsstart bereits 2,2 Prozent im Minus. Die Kurse in London sanken um 2,47 Prozent und die Pariser Kurse um 2,78 Prozent. let
Länderspezifische US-Zölle in Kraft
Die von US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche angekündigten länderspezifischen Sonderzölle sind seit Mitternacht amerikanischer Zeit in Kraft. Auf Waren aus der Europäischen Union werden nun zusätzliche Zölle in Höhe von 20 Prozent erhoben. Weltweit sind durch die Abgaben vor allem Staaten betroffen, mit denen die USA nach Regierungsangaben ein besonders hohes Handelsdefizit haben. Im Falle Chinas gelten nun sogar Zölle in Höhe von 104 Prozent. let
EU legt Liste mit Gegenzöllen vor
Als Reaktion auf die von Donald Trump Mitte März verhängten Importzölle in Höhe von 25 Prozent auf Stahl, Aluminium und daraus gefertigten Produkten hat die EU-Kommission eine Liste mit Gegenzöllen vorgelegt. Das berichtet die „F.A.Z.“, der die 66 Seiten lange Liste mit Zollcodes vorliegt. Die EU-Mitgliedstaaten sollen den Zöllen am Mittwoch offiziell zustimmen, ihre Zustimmung gilt jedoch als gesichert.
Die Liste umfasst Zölle zwischen 10 und 25 Prozent auf US-Produkte im Wert von 22,1 Milliarden Euro. Damit bleibt die EU hinter ihrer Ankündigung zurück, mit gleicher Wucht auf die US-Importzölle zu reagieren. Die Zölle der USA auf Stahl und Aluminium betreffen laut „F.A.Z.“ Waren im Wert von 26 Milliarden Euro.
Ein kleiner Teil der EU-Gegenzölle, für Waren im Wert von 4,5 Milliarden Euro, soll laut „F.A.Z.“ ab Mitte April gelten. Der Großteil der restlichen Zölle einen Monat später ab dem 16. Mai. Vorgesehene Zölle auf Mandeln und Sojabohnen sollen hingegen erst ab dem 1. Dezember erhoben werden.
Anders als zuvor angekündigt, enthält die EU-Liste keine Zölle auf Bourbon-Whisky. Nach Angaben der F.A.Z. hatten Italien, Frankreich und Irland darauf gedrungen, diese zu streichen. Die EU nimmt nun scheinbar verstärkt Produkte ins Visier, die für Trump-Wähler wichtig sind und die vor allem republikanische Bundesstaaten treffen. So belasten Zölle auf Sojabohnen insbesondere Louisiana, Zölle auf Rindfleisch und Geflügel hingegen sollen Nebraska und Kansas treffen.
Auch klassische Stahl- und Aluminiumprodukte sind Teil der EU-Gegenzölle. Daneben sollen jedoch auch Abgaben auf Spielkarten (10 Prozent), Mais (25 Prozent) und Schlauchboote (10 Prozent) erhoben werden. let
Trump erteilt EU-Vorschlägen eine Abfuhr
Donald Trump hat eine von der EU angebotene Vereinbarung, um die drohenden Zölle von weiteren 20 Prozent auf Exporte in die USA doch noch abzuwenden, abgelehnt. Der Vorschlag der EU sei nicht ausreichend, hieß es vom US-Präsidenten. Stattdessen solle die EU ihre Energieimporte aus den USA so weit erhöhen, dass das aus Sicht von Trump bestehende Handelsdefizit mit den USA ausgeglichen werde.
Das Angebot der EU sah vor, alle gegenseitigen Zölle auf Industriegüter aufzuheben. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte gestern erneut betont, die EU sei bereit, mit den USA zu verhandeln. Andernfalls seien jedoch ebenso Gegenmaßnahmen zu den US-Zöllen denkbar. let
Dax und Euro legen wieder zu
Beim heutigen Handelsstart standen die Vorzeichen des deutschen Leitindex Dax wieder auf Stabilisierung. Der Dax kletterte um 1,2 Prozent auf 20.039 Punkte. Zuvor hatte er infolge der Ankündigung der US-Zollpläne an drei Tagen in Folge zwischen 3 und 5 Prozent eingebüßt. Am Montag sackte er zwischenzeitlich sogar auf unter 19.000 Punkte ab.
Und auch der Euro-Kurs hat am Vormittag wieder zugelegt. Die Währung stieg um 0,7 Prozent auf 1,0987 US-Dollar. Zuletzt hatte der Euro einen Teil seiner Gewinne eingebüßt. So lag der Währungskurs am vergangenen Donnerstag zeitweise bei 1,1144 US-Dollar. let
Wegen Trump-Zöllen: Audi stoppt Export in die USA
Der Automobilkonzern Audi friert wegen der von US-Präsident Donald Trump verhängten Autozölle in Höhe von 25 Prozent die Lieferung von Fahrzeugen in die USA ein. Die Zölle traten am 3. April in Kraft. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, bestätigte eine Unternehmenssprecherin am Montag ein entsprechendes Schreiben an die Händler in den USA. Zuerst hatte die „Automobilwoche“ berichtet.
Demnach sollen alle Autos, die nach dem 2. April in die USA gelangt sind, vorerst zurückgehalten und nicht an die Händler übergeben werden. Stattdessen sollten sich die Händler darauf konzentrieren, ihre Lagerbestände zu reduzieren. Laut der Unternehmenssprecherin hat Audi in den USA mehr als 37.000 Autos auf Lager, die nicht von den neuen Zöllen betroffen seien und damit verkauft werden könnten. Das reiche aus für etwa zwei Monate.
Für Audi sind die verhängten Importzölle eine besondere Herausforderung. Denn anders als zum Beispiel VW oder BMW verfügen die Ingolstädter über keine eigenen Produktionsstätten in den USA. Sie müssen somit sämtliche Fahrzeuge importieren. Der US-Bestseller Q5 wird im Audi-Werk in Mexiko gefertigt, der Rest kommt aus den Werken in Deutschland, Ungarn und der Slowakei. let
