Der Münchener Zahlungsdienstleister Giesecke + Devrient (G+D) übernimmt das Payments & Banking Services Business des Bank-Verlags, einer Tochter des Bundesverbands deutscher Banken (BdB). Das gaben die Münchener in einer Pressemitteilung bekannt.
Damit erweitert G+D sein Portfolio um zentrale Payment- und Banking-Dienstleistungen. Eine von vier karten- und internetbasierten Bezahltransaktionen in Deutschland wird über diese Infrastruktur abgewickelt, heißt es in der Mitteilung. Laut dem Portal „Finanzszene“ ist der Bank-Verlag-Kauf ein „durchaus transformativer Deal, der auch für viele Kunden des Bank-Verlags eine erhebliche Bedeutung hätte“.
G+D startete als Dienstleister für Notenbanken
G+D ist ursprünglich als eine Art Druckerei bekannt, die im Auftrag von Notenbanken Banknoten herstellt. Der Konzern versteht sich mittlerweile als Security-Tech-Unternehmen, das neben Währungstechnologien für Zentralbanken und Bezahllösungen für Geschäftsbanken auch im Auftrag von staatlichen Behörden tätig ist.
Das neu erworbene Geschäft wird angesiedelt bei G+D Netcetera, einem auf Finanz-Software spezialisierten Tochterunternehmen.
Philipp Hafner ist Redakteur bei DerTreasurer und FINANCE. Er hat Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth sowie an der University of Amsterdam studiert. Zuvor arbeitete Philipp Hafner mehr als sechs Jahre bei der Verlagsgruppe Knapp/Richardi, zunächst als Volontär, anschließend dann als Redakteur für die Fachzeitschrift „Immobilien & Finanzierung“.

