Die deutsche Factoring-Branche bleibt auf Wachstumskurs. Nach Angaben des Deutschen Factoring-Verbandes (DFV) konnten die DFV-Mitgliedsunternehmen, die für rund 98 Prozent des hiesigen Factoring-Volumens stehen, ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2025 um 8,9 Prozent auf 211,6 Milliarden Euro steigern.
Mit einem Volumen von knapp 150 Millionen Euro entfiel der Löwenanteil auf das nationale Factoring, das laut DFV zugleich der stärkste Wachstumstreiber im ersten Halbjahr war. Dies könnte auf eine „mögliche Belebung des Heimatmarktes hindeuten“, so der Verband.
Nationales schlägt internationales Factoring
Verhaltener habe sich hingegen das internationale Factoring entwickelt: Während das Export-Factoring auf knapp 60 Milliarden Euro zulegte, verzeichnete der Importbereich sogar einen Rückgang.
„Factoring trägt weiter einen maßgeblichen Anteil an der Stabilisierung der Lieferketten und der deutschen Wirtschaft bei“, erklärt Stefan Wagner, Sprecher des Vorstandes. Sorge bereite den knapp 50 Mitgliedern des Verbandes vor allem die weiterhin hohen Insolvenzrisiken.
Philipp Hafner ist Redakteur bei DerTreasurer und FINANCE. Er hat Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth sowie an der University of Amsterdam studiert. Zuvor arbeitete Philipp Hafner mehr als sechs Jahre bei der Verlagsgruppe Knapp/Richardi, zunächst als Volontär, anschließend dann als Redakteur für die Fachzeitschrift „Immobilien & Finanzierung“.

