Die Pandemie zeigte, wie störungsanfällig weltweite Lieferketten sein können. Mit Beginn des Ukraine-Kriegs hat laut Sandra Ebner, Senior Economist bei Union Investment, endgültig eine neue Phase begonnen. Ein neuer Großmachtwettbewerb habe die Phase der Globalisierung abgelöst. „Es ist deutlich geworden, dass gegenseitige wirtschaftliche Abhängigkeiten das Kriegsrisiko nicht mindern, wenn ein Konflikt ideologisch begründet ist“, erklärt sie. Unternehmen hätten mit Anpassungen der Lieferkette und stärkerer Lagerhaltung reagiert.
Staaten agierten ebenfalls anders, die Industriepolitik sei zurück. Gerade bei Zukunftstechnologien wie Halbleitern, KI oder militärischen Komponenten gehe der Trend dahin, Abhängigkeiten von anderen Ländern zu reduzieren.
