Große Veränderungen für CNAVs

27.04.17 09:00

Geldmarktfonds: EU-Regulierung beschlossen

Von Antonia Kögler

Lange hat die EU um die Regulierung gerungen, nun ist sie endlich da. Für Geldmarktfonds gilt bald ein deutlich strengeres Regelwerk.

Die EU hat es beschlossen: Für Geldmarktfonds gibt es nun strengere Regeln.

Ziutograf/iStock/Thinkstock/Getty Images

Die EU hat es beschlossen: Für Geldmarktfonds gibt es nun strengere Regeln.

Ganze 1.310 Tage – so lange hat die Europäische Union über die neue Regulierung für Geldmarktfonds verhandelt. Das müsse fast ein Rekord sein, kommentierte die zuständige Berichterstatterin des EU-Parlaments, Neena Gill, einen Tag vor dem finalen  Votum im Plenum. Die nun verabschiedete Regulierung ist ein Kompromiss, die den Markt in der EU deutlich stärker reguliert.

Die größten Veränderungen ergeben sich für Fonds mit konstantem Nettoinventarwert (CNAV). Bei ihnen können Anleger ihre Anteile jederzeit zu einem fixen Preis verkaufen. Die Fonds können deshalb in Krisensituationen anfällig sein, wenn zu viele Investoren gleichzeitig ihre Gelder zu einem im Vergleich zum Markt überhöhten Preis abziehen. Die Fonds, die bei Treasurern besonders beliebt sind, darf es künftig nur noch geben, wenn sie fast ausschließlich in Staatspapiere investieren (Public Debt CNAV).

Für alle anderen Fonds mit konstantem Nettoinventarwert bedeutet die neue Regulierung das Aus. Sie müssen in Fonds mit einem „Low Volatility Net Asset Value“ umgewandelt werden. Was das genau bedeutet, und wie lange die Fondsanbieter nun Zeit haben, die neuen Regeln umzusetzen, lesen Sie im aktuellen E-Magazin von DerTreasurer.

Koegler[at]derTreasurer.de


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