Infolge der Übernahme von Innogy durch E.on muss auch das Pensionsmanagement von Innogy neu aufgestellt werden.

Innogy

03.12.19
Asset Management

Innogy stellt Pensionsmanagement neu auf

Die Integration von Innogy in den E.on-Konzern hat auch Folgen für das Pensionsmanagement. Künftig wird die betriebliche Altersversorgung der bisherigen Innogy-Mitarbeiter nicht mehr durch eine Konzernlösung sichergestellt.

Die Übernahme von Innogy durch E.on erfordert viele Umstellungen im Finanzbereich. Auch das Pensionsmanagement von Innogy ist betroffen und muss neu ausgerichtet werden. Der Willis Towers Watson Pensionsfonds wird als Finanzierungsvehikel Pensionsvermögen in Höhe von rund 2,6 Milliarden Euro für rund 10.000 Betriebsrentner übernehmen, wie die Beratung mitteilte. Der Willis Towers Watson Pensionsfonds zählt eigenen Angaben zufolge mit 3,8 Milliarden Euro Sicherungsvermögen zu den größten Anbieterpensionsfonds in Deutschland.

Der Wechsel von der Konzern- zur Anbieterlösung war im Rahmen der Übernahme von Innogy durch E.on aus rechtlichen Gründen zwingend erforderlich. Denn bis dato hatte die frühere Innogy-Mutter RWE das Pensionsvermögen von Innogy gemanagt, bei Innogy selbst gab es keine Asset-Management-Abteilung. Innogy war 2016 an die Börse gegangen, bis zur Übernahme durch E.on im September hielt RWE mit 76 Prozent allerdings noch die Mehrheit.

Nun gehört Innogy zu E.on. Im Zuge der Übernahme mussten neben der Bestandsübertragung des gesamten Innogy-Pensionsfondsbestands aus dem RWE-Pensionsfonds zeitgleich auch eine entsprechende Übertragung der für Innogy bestehenden Konzern-Treuhand-Struktur auf die Wills Towers Watson Treuhand GmbH umgesetzt werden.

Wenig Zeit für Neuaufstellung des Pensionsmanagements

„Mit der Umstellung auf den Willis Towers Watson Pensionsfonds bleiben – wie geplant – auch nach dem Anbieterwechsel viele Strukturen, Prozesse und Ansprechpartner gleich”, berichtet Diana Custodis, Senior Projekt Manager Group Finance bei Innogy. Das bedeutet: Für die aktuellen und zukünftigen Innogy-Betriebsrentner ändert sich durch den Anbieterwechsel nichts.

Die Umstellung musste laut Willis Towers Watson „in einem sehr engen Zeitfenster“ abgewickelt werden, damit „sämtliche Vertragsdokumente rechtzeitig zum Closing der RWE/E.on-Transaktion“ vorlagen. Die EU-Wettbewerbskommission hatte im September dieses Jahres grünes Licht für den Deal zwischen E.on und RWE gegeben.

„Eine (nahezu) taggenaue Übertragung von Vermögenswerten zum Closing im Pensionsfonds – mit zeitlicher Parallelität von Zustimmung der Kartellbehörden und Freigabe durch die Bafin – war möglich, musste aber präzise geplant und sorgfältig abgestimmt sein“, resümiert die Innogy-Manager Custodis.

Paulus[at]derTreasurer.de

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