Die Commerzbank und Crypto Finance, eine Tochter der Deutschen Börse, bieten Firmenkunden der Commerzbank in Deutschland ab sofort einen Zugang zu Krypto-Assets an. Wie es in einer Mitteilung heißt, konzentriere sich das gemeinsame Angebot zunächst auf die Kryptowerte Bitcoin und Ether und richte sich in einem ersten Schritt an ausgewählte Bestandskunden der Commerzbank im deutschen Firmenkundensegment.
Krypto-Verwahrung durch die Coba
Die Verwahrung der Kryptowerte erfolge durch die Commerzbank, während Crypto Finance im Rahmen der strategischen Partnerschaft den Handel der digitalen Vermögenswerte sicherstelle. „Firmenkunden der Commerzbank erhalten durch diese Kooperation einen sicheren und aufeinander abgestimmten Zugang zu Kryptowerten, ohne auf etablierte und regulierte Strukturen und Partner verzichten zu müssen“, werben die Partner.
„Mit unserem Angebot im Bereich digitaler Vermögenswerte eröffnen wir unseren Firmenkunden erstmals die Möglichkeit, die Chancen zu nutzen, die sich mit Bitcoin und Ether bieten“, erläutert Gernot Kleckner, Bereichsvorstand Capital Markets im Segment Firmenkunden der Commerzbank, die Partnerschaft. „Unsere gemeinsame Lösung steht für höchste Sicherheit im Handel und bei der Verwahrung von Kryptowerten. Ein Anspruch, den wir mit der Gruppe Deutsche Börse teilen.“
Treasurer müssen noch überzeugt werden
Die Commerzbank, momentan heftig von der Unicredit umworben, hatte im November 2023 als erste deutsche Universalbank die Kryptoverwahrlizenz erhalten. Die Lizenz ermöglicht es der Gelben Bank, ein breites Spektrum von Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte, speziell Kryptowerte, anzubieten. Durch das nun gestartete Angebot könne die Bank eine regulatorisch konforme und zuverlässige Plattform für die Kryptoverwahrung auf Basis der Blockchain-Technologie zur Verfügung stellen.
Seit Jahren schauen sich Treasury-Experten die Themen Blockchain und Kryptowährungen wie Blockchain oder Ether genau an, der Nutzen war bislang überschaubar. Deutsche Treasury-Abteilungen waren bislang reserviert. Speziell Bitcoin gilt als sehr volatil und daher als Hochrisikoinvestment. Dennoch gibt es einige Konzerne wie den Autobauer Tesla oder den Softwarehersteller Microstrategy, die einen größeren Bestand der Kryptowährung aufgebaut haben.
Jakob Eich ist Redakteur der Fachzeitungen FINANCE und DerTreasurer des Fachverlags F.A.Z Business Media, bei dem er auch sein Volontariat absolviert hat. Der gebürtige Schleswig-Holsteiner ist spezialisiert auf die Themen Digitalisierung im Finanzbereich und Treasury.

