Versicherer erleben „sprunghaften“ Nachfrageanstieg von Banken

06.10.16 10:08

Strafzinsen: Tresor als Alternative?

Von Desiree Backhaus

Ist es eine Alternative, dass Geld im Tresor zu lagern, um den negativen EZB-Einlagenzins zu umgehen? Versicherer testen das selbst. Für Unternehmen lohnt es sich aber nur in Ausnahmefällen.

Bargeld im Tresor lagern: Banken denken wegen der Strafzinsen um.

tiero/iStock/Thinkstock/Getty Images

Bargeld im Tresor lagern: Banken denken wegen der Strafzinsen um.

Geld im Tresor horten: Immer mehr Banken prüfen diese Alternative, um den negativen EZB-Einlagensatz von 0,4 Prozent zu umgehen. Das beobachten zumindest die Versicherer: „Unsere Vertriebskollegen berichten von einem sprunghaften Nachfrageanstieg bei Versicherungen für Tresor-Anlagen“, sagt der Treasury-Chef eines Versicherungskonzerns. Für die Banken gehe die Kalkulation auf. Die Versicherungsprämie sei in den meisten Fällen niedriger als der EZB-Einlagenzins.

Auch die Versicherer selbst testen diesen Ansatz, um Strafzinsen zu vermeiden. Münchener Rück etwa legt Gold und eine zweistellige Millionensumme in den Tresor. „Wir probieren das jetzt einfach mal aus. Daran sehen sie, wie ernst die Situation ist“, sagte CEO Nikolaus von Bomhard im März, als die EZB ihren Satz für Übernachtanlagen gerade erneut gesenkt hatte.

Warum sich die Tresorlösung für Unternehmen aber nur in Ausnahmefällen rechnet, erfahren Sie in unserem E-Magazin 18-2016 von DerTreasurer.

Backhaus[at]derTreasurer.de

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