Birkenstock platziert Hochzinsanleihe mit Spezial-Klausel

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Birkenstock hat mit einem High Yield Bond 430 Millionen Euro aufgenommen. Die Anleihe, die acht Jahre läuft und mit 5,25 Prozent verzinst wird, ist Bestandteil der Akquisitionsfinanzierung des Private-Equity-Investors L Catteron: Die Beteiligungsgesellschaft, die eng mit der französischen Luxusmarke LVMH verwoben ist, hatte im Februar angekündigt, den Sandalenhersteller mehrheitlich übernehmen zu wollen. Die bisherige Eignerfamilie bleibt mit einem größeren Minderheitsanteil beteiligt.

Finanziert wird der rund 4 Milliarden Euro schwere Deal der Ratingagentur S&P zufolge durch verschiedene Bausteine: zwei Laufzeitendarlehen in Höhe von umgerechnet insgesamt 1,075 Milliarden Euro, ein Verkäuferdarlehen über 275 Millionen Euro, einen Eigenkapitalanteil in Höhe von 2 Milliarden Euro – und eben die nun begebene 430 Millionen Euro schwere Anleihe. Der Ratingagentur Moody’s zufolge ist die Anleihe nachrangig gegenüber den beiden Term Loans, die im Jahr 2028 auslaufen.

Birkenstock-Anleihe hat spezielle Schutzklausel

Die Anleihe, die S&P mit CCC+ bewertet, Moody’s mit Caa1 und Fitch mit B-, weist allerdings eine Besonderheit auf: Der Sandalenhersteller hat nämlich eine spezielle Klausel in den Anleihebedingungen aufgesetzt, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Diese soll es erschweren, dass Hedgefonds mit Kreditausfallversicherungen (CDS) auf einen Zahlungsausfall wetten können. Solche Schutzklauseln in Anleihe-Emissionen sieht man nicht oft. Laut Bloomberg ist Birkenstock das zweite Unternehmen, das so etwas in Europa durchgesetzt hat. Der erste Fall sei der Freizeitparkvertreiber Merlin Entertainments gewesen.

Zudem sollen die Bondbedingungen Punkte enthalten, die sich an „Long-only“-Investoren richten, etwa die Höhe der Schulden, die Birkenstock aufnehmen kann, oder dass Erlöse aus Anlagenverkäufen zur Zahlung von Dividenden verwendet werden dürfen. Als Bookrunner bei der Transaktion waren Citigroup, Commerzbank, Crédit Agricole CIB, Credit Suisse, Goldman Sachs und HSBC mandatiert. Die US-amerikanische Anwaltskanzlei Kirkland & Ellis soll Birkenstock beraten haben.

Im Zuge des Deals hat sich der Schuhhersteller aber nicht nur Ratings für die Anleihe eingeholt, auch die Holding-Gesellschaft der Sandalenmarke wird nun von den großen Agenturen bewertet: S&P vergab ein vorläufiges Rating B, Moody’s B2 und Fitch B+.

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