VW eröffnet den Bond-Markt.

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24.03.23
Finanzen & Bilanzen

Nach Bankenunruhe: VW eröffnet Bond-Markt

Die vergangenen Tage war es ruhig am Bond-Markt. Als erstes deutsches Unternehmen wagt sich nun VW mit zwei Green Bonds zurück.

Infolge der Unruhe bei den Banken wie SVB und Credit Suisse lag der Bond-Markt brach. „In den Tagen nach der SVB-Peite hatte sich lediglich ein Unternehmen an den Markt getraut, als es eine kurzzeitige Beruhigung zu geben schien“, erklärt LBBW-Analyst Matthias Schell gegenüber der DerTreasurer-Schwesterpublikation FINANCE. Es handelte sich dabei um das australische Transportunternehmen Brambles. Der Konzern platzierte einen Green Bond mit einem Volumen von 500 Millionen Euro. 

Nun zieht Volkswagen nach: Der Automobilkonzern hat zwei Green Bonds mit Laufzeiten von jeweils drei und sechs Jahren begeben. Das Volumen der beiden Anleihen beträgt insgesamt 1,75 Milliarden Euro. Trotz schwierigem Umfeld waren die Orderbücher der drei- und sechsjährigen Tranchen mehrfach überzeichnet. Schell bezeichnet diese Nachfrage als „überdurchschnittlich“. 

VW: Aufschlag beim Pricing

Beim Pricing musste VW allerdings einen höheren Aufschlag am Sekundärmarkt hinnehmen. „Der Aufschlag gegenüber dem Sekundärmarkt lag bei 15 bis 20 Basispunkten“ so Schell. In den Wochen davor habe der Aufschlag im Schnitt 0 bis 10 Basispunkte betragen. Die dreijährige Tranche wird mit 3,875 Prozent verzinst, beim sechsjährigen Bond liegt der Kupon bei 4,25 Prozent.

Was den Wolfsburgern bei der Transaktion geholfen hat, lesen Sie in dem ausführlichen Artikel der DerTreasurer-Schwesterpublikation FINANCE.