Erster Konsortialkredit von Jungheinrich

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Jungheinrich, ein Hersteller von Staplern, Flurförderfahrzeugen und weiteren Lösungen für die Intralogistik, hat zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte einen Konsortialkredit abgeschlossen.

Die syndizierte Kreditlinie der Hamburger hat ein Volumen von 400 Millionen Euro und kann um weitere 200 Millionen Euro erhöht werden. Die Laufzeit des neuen Darlehens beträgt fünf Jahre. Es besteht jedoch eine Option, die Laufzeit um zwei weitere Jahre zu verlängern.

„Bisher hat Jungheinrich sich über committete, bilaterale Kreditlinien finanziert“, erklärt Lars Kopper, Head of Group Treasury bei Jungheinrich. Mit der neuen Kreditlinie habe das Hamburger Unternehmen seine Konzernfinanzierung nunmehr auf eine „kapitalmarktgängige Basis“ umgestellt, um so den Finanzierungsspielraum für die Umsetzung der Unternehmensstrategie zu sichern.

Vorbereitung ohne Zeitdruck

Die Vorbereitungen für die Debüt-Transaktion liefen bei Jungheinrich seit über einem halben Jahr. So haben die internen Besprechungen zum Konsortialkredit laut Kopper im zweiten Halbjahr 2024 begonnen. Im letzten Quartal des vergangenen Jahres seien dann die Banken mit der Umsetzung mandatiert worden. „Ziel war es, die Vorbereitungen und Verhandlungen ohne Zeitdruck durchzuführen, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen“, so der Treasurer.

Für seine Debüt-Kreditlinie konnte sich Jungheinrich schlussendlich nach eigenen Angaben ein „attraktives Gesamtpaket“ bei den Konditionen sichern. So enthält der Kreditvertrag beispielsweise keine Financial Covenants.

Vertrauter Bankenkreis

Das Konsortium für die Debüt-Kreditlinie bestand aus vier Banken. Der Fokus habe dabei auf den Geldhäusern gelegen, die Jungheinrich bereits seit vielen Jahren begleiten und das Geschäftsmodell kennen, erklärt Kopper.

Neben BNP Paribas und Commerzbank als Koordinatoren der Transaktion waren auch die Deutsche Bank und die LBBW beteiligt. Alle vier Banken hätten Jungheinrich bisher auch bilaterale Kreditlinien zur Verfügung gestellt, teilt Treasurer-Kopper mit. Linklaters war als Rechtsberater für die Hamburger tätig.

Jungheinrich erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von rund 5,4 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand des Hamburger Intralogistikunternehmens lag zum Ende des vergangenen Jahres bei rund 1,4 Milliarden Euro.

Lea Teckentrup ist Redakteurin bei DerTreasurer und FINANCE. Zuvor arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bereich Debt Capital Markets in einer internationalen Großkanzlei. Sie hat Wirtschaftsrecht im Bachelor und im Master an der Universität Osnabrück sowie an der Universität Siegen studiert.