Symrise platziert erstmals einen Bond mit Rating

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Der Aromenhersteller Symrise hat eine neue Anleihe im Volumen von 800 Millionen Euro am Kapitalmarkt platziert. Der Bond hat eine Laufzeit von sieben Jahren und wird mit 3,25 Prozent verzinst. Für Symrise war es die erste Anleiheemission seit fünf Jahren.

Das schlussendliche Volumen des Bonds liege am oberen Ende der Vorstellungen, ist von Seiten des Unternehmens zu hören. Das „qualitativ sehr starke“ finale Orderbuch war nach Angaben von Symrise 2,75-fach überzeichnet. Zwischenzeitlich habe das Buch sogar ein Volumen von 4,1 Milliarden Euro erreicht. Dabei würden 33 Prozent der Investoren aus dem Vereinigten Königreich und Irland stammen und weitere 29 Prozent aus dem DACH-Raum.

Erstes Rating für Symrise

Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung mitteilt, sollen die Emissionserlöse der neuen Anleihe nun überwiegend für die Refinanzierung von Fälligkeiten im Herbst verwendet werden. So wird unter anderem eine Anleihe des Konzerns aus dem Mai 2019 in Höhe von 500 Millionen Euro im November zur Rückzahlung fällig. Ein Bankenkonsortium, bestehend aus Banco Santander, Commerzbank, Deutscher Bank und Société Générale begleitete die Platzierung des neuen Bonds.

Für die Holzmindener ist der neue Bond der erste, seitdem Symrise über ein Unternehmensrating verfügt. Zusammen mit der Deutschen Bank als Ratingberater hatte Symrise in der Vergangenheit einen Ratingprozess angestoßen. Mitte September erhielt der Aromenhersteller schließlich erstmals ein Unternehmensrating von den beiden Agenturen S&P und Moody’s. Die beiden Ratinghäuser vergaben dabei gleich Bewertungen im Investmentgrade-Bereich, jeweils mit stabilem Ausblick. S&P bewertete Symrise mit BBB+ und Moody’s vergab ein Baa1-Rating.

Als Gründe für die Bewertungen nannten die Agenturen neben der Marktposition des Aromenherstellers, unter anderem das diversifizierte Portfolio des Konzerns und seine gute finanzielle Performance. Auch die neue Anleihe wurde von Moody’s mit Baa1 bewertet. „Die Ratings stellen einen wichtigen Meilenstein für unser Unternehmen dar, wir erweitern unseren Zugang zu den Kapitalmärkten und Finanzierungsinstrumenten“, kommentierte Olaf Klinger, CFO von Symrise, die vergebenen Ratings in einer Pressemitteilung.

Symrise Aktie verliert deutlich

Derweil läuft es an der Börse eher schleppend für das Unternehmen. So verlor die Aktie des Aromenherstellers innerhalb eines Jahres rund 40 Prozent an Wert. Lag der Preis für ein Symrise-Papier Ende September 2024 noch bei 124,10 Euro, schrumpfte der Kurs Ende September 2025 auf 72,86 Euro pro Aktie und damit auf den niedrigsten Wert seit fünf Jahren.

Lea Teckentrup ist Redakteurin bei DerTreasurer und FINANCE. Zuvor arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bereich Debt Capital Markets in einer internationalen Großkanzlei. Sie hat Wirtschaftsrecht im Bachelor und im Master an der Universität Osnabrück sowie an der Universität Siegen studiert.