E.on

11.09.19
Persönlich & Personal

E.on regelt die Nachfolge von Verena Volpert

Die Integration von Innogy in den E.on-Finanzbereich wird sie noch verantworten, dann übergibt E.on-Finanzleiterin Verena Volpert im Sommer 2020 an Susanne Weitz. Die neue Bereichsleiterin kommt von Innogy.

 

Der Energiekonzern E.on nutzt die geplante Übernahme von Innogy, um die Nachfolge an der Spitze des Bereichs Group Finance zu regeln: Verena Volpert, die im kommenden Jahr 60 Jahre alt wird, übergibt die Leitung des E.on-Finanzbereichs Mitte 2020 an Susanne Weitz, die von Innogy kommt. Bis dahin wird Volpert weiterhin als Senior Vice President Group Finance fungieren und die finanzielle Integration von Innogy bei E.on vorantreiben. Ab Mitte 2020 soll Volpert dann einige Spezialprojekte für den Konzernvorstand betreuen, wie die Finanzleiterin gegenüber DerTreasurer bestätigte.

Die promovierte Ökonomin ist eine der profiliertesten Finanzmanagerinnen Deutschlands. Volpert leitet den Finanzbereich von E.on, der unter anderem die Treasury- und die Corporate-Finance-Aktivitäten des Dax-Konzerns umfasst, seit knapp 14 Jahren. In diese Zeit fällt ein umfassender Wandel des Energiekonzerns inklusive der letztlich gescheiterten Endesa-Offerte.

Zuletzt trieb Volpert mit ihrem Team die Digitalisierung des E.on-Treasury voran und setzte ein Projekt zur elektronischen Kontensteuerung um. Ende August gab der Konzern sein Debüt am Green-Bond-Markt. Vor ihrem Wechsel zu den Essenern war Volpert für den Medienkonzern Bertelsmann tätig. Dort hatte sie ab 1998 ebenfalls den Finanzbereich geleitet. Insgesamt arbeitete Volpert 17 Jahre für die Gütersloher.

Susanne Weitz ging von RWE zu Innogy

Ihre Nachfolgerin als Finanzleiterin bei E.on, Susanne Weitz, war viele Jahre für den ärgsten Wettbewerber RWE tätig. Sie hatte ihre Karriere dort 1998 begonnen. Als RWE im Oktober 2016 das Geschäft mit Ökostrom, Netzen und Vertrieb unter dem Namen Innogy an die Börse brachte, wechselte Weitz zu der neuen Gesellschaft und wurde Bereichsleiterin Finanzen. Viele RWE-Kapitalmarktexperten gingen damals ebenfalls zu Innogy.

Jetzt steht der nächste M&A-bedingte Wechsel bevor: Die E.on-Spitze rechnet damit, die Übernahme von Innogy noch in diesem Monat abschließen zu können. Im kommenden Jahr wird E.on dann in einem zweiten Schritt das Geschäft mit erneuerbaren Energien an RWE abgeben.

Bereits im Juni hatten die Essener mitgeteilt, dass das künftige Führungsteam unterhalb des Vorstands zu großen Teilen feststehe. Die Ebene der Bereichsleiter bestehe etwa je zur Hälfte aus Führungskräften von E.on und Innogy. Konkrete Namen nannte der Konzern damals allerdings nicht. Jetzt wird zumindest die Aufstellung im Finanzbereich klarer.

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