Deutsche Bank entwickelt FX-Management weiter

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Die Deutsche Bank entwickelt ihr Fremdwährungsmanagement weiter. Mit der neuen Lösung sollen Unternehmen Devisentransaktionen besser in Cash-Management-Prozesse integrieren können, schreibt das Geldhaus. „Unternehmen suchen nach Wegen, ihre Devisengeschäfte mit anderen grenzüberschreitenden Finanzoperationen zu verknüpfen, um sowohl Risiken zu steuern als auch die Effizienz zu steigern“, erklärt Lukas Lambrecht, Head of Risk Management Solutions Commercial Clients bei der Deutschen Bank.

Konkret stelle die Deutsche Bank nun über eine Plattform für einen Zeitraum fixierte vorab festgelegte Wechselkurse für internationale FX-Transaktionen in flexibel abrufbarer Höhe bereit. Das Besondere dabei sei, dass Unternehmen diese vorab festgelegte Rate für einen Zeitraum von bis zu 30 Tagen nutzen können und keine Rahmenverträge für Devisentermingeschäfte eingehen müssten, da keine Verpflichtung bestehe, einen festen Betrag zum fixierten Wechselkurs abzunehmen.

Auch sei der operationelle Aufwand gering: „Die Lösung wird über das Euro-Konto und die bestehenden Zahlungskanäle der Deutschen Bank ausgerollt und bedarf somit keines separaten Implementierungsvorgangs“, so Lambrecht. Der fixierte Wechselkurs basiere auf einem transparenten Fixing-Wechselkurs eines Drittanbieters mit einer vorab vereinbarten Marge. Für den jeweiligen Zeitraum würden ein „erwarteter“ Nutzungsbetrag sowie ein Maximalbetrag definiert.

Vorteile der neuen Lösung

Welche Vorteile haben Unternehmen dadurch? Der erste Vorteil sei die Risikoreduktion: „Selbst wenn sich der Markt gegen ihre Position bewegt, erhalten Unternehmen trotzdem den fixierten Wechselkurs und sind damit vor ungünstigen Wechselkursschwankungen geschützt.“ Zudem biete der fixierte Wechselkurs Sicherheit für die Budgetierung und Finanzplanung, sagt Lambrecht.

Auch hätten Unternehmen einen geringeren Bilanzierungsaufwand, weil der fixierte Wechselkurs die täglichen Marktbewertungsschwankungen verringere, was zu einer konsistenteren Finanzberichterstattung im Unternehmen führe, so der Manager der Deutschen Bank. Als weiteren Vorteil nennt Lukas Lambrecht die bessere Planung von Cashflows, da Unternehmen vorab einen Wechselkurs festlegen und so ihre internationalen Zahlungen und Cashflows effektiver überwachen könnten.

Das Angebot gilt laut Lambrecht vor allem für Mittelständler. „Mittelgroße Unternehmen benötigen oft flexible und maßgeschneiderte Lösungen, um ihre Devisengeschäfte und Cashflows zu optimieren“, sagt Lambrecht.

Autorenbild Sarah Backhaus

Sarah Backhaus ist Redakteurin bei FINANCE und DerTreasurer. Ihre Themenschwerpunkte sind Restrukturierung, Transformation, Zahlungsverkehr und Cash Management.