Die Deutsche Börse ist offenbar an der Devisenplattform SXFall interessiert.

Deutsche Börse

11.04.19
Risiko Management

Deutsche Börse will im FX-Geschäft zukaufen

Die Deutsche Börse plant, Teile des FX-Geschäfts von Refinitiv zu übernehmen. Den Gerüchten um den Kaufpreis tritt der Börsenbetreiber jedoch entgegen.

Erst am gestrigen Mittwoch hat die Deutsche Börse die Übernahme des US-Konzerns Axioma bekannt gegeben. Nun nimmt der Börsenbetreiber schon das nächste Target ins Visier.  Wie der Dax-Konzern in einer Mitteilung vom heutigen Donnerstagmorgen bestätigt, befände er sich „in konkreten Verhandlungen mit der Refinitiv-Gruppe über den möglichen Erwerb einzelner FX Geschäftsbereiche“. Die Verhandlungen und Prüfungen einer potentiellen Transaktion dauerten noch an.

Mit dieser Mitteilung reagierte die Deutsche Börse auf Marktgerüchte. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zuvor unter Berufung auf Insiderkreise berichtet, dass der Frankfurter Börsenbetreiber kurz davor stehe, die Devisenhandelsplattform FXall zu kaufen.

Reuters zufolge will die Deutsche Börse für die Übernahme von FXall 3,5 Milliarden US-Dollar (rund 3,1 Milliarden Euro) in die Hand nehmen. Das dementiert die Deutsche Börse allerdings heftig: „Der in den Marktgerüchten genannte Kaufpreis von 3,5 Milliarden US-Dollar sowie die unmittelbar bevorstehende Unterzeichnung verbindlicher Verträge entbehren jeder Grundlage“, heißt es seitens des Börsenbetreibers. 

Wie 360T und FXall zusammenpassen könnten

Sollte der Deal aber zustande kommen, wäre es nicht der erste Zukauf, mit dem die Deutsche Börse ihr Devisengeschäft stärkt. Bereits im Sommer 2015 hatten die Frankfurter die Devisenhandelsplattform 360T für 725 Millionen Euro übernommen. Die meisten Treasurer sind mit der Entwicklung von 360T unter dem Dach der Deutschen Börse zufrieden. Das hat eine Umfrage von DerTreasurer im vergangenen Sommer ergeben.


Wie FXall und 360T zusammenpassen und welche Logik hinter dem neuesten anvisierten Deal der Deutschen Börse steckt, erfahren Sie im vollständigen Artikel unserer Schwesterpublikation FINANCE.

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