Die US-Bank BNY will ihre Rolle als Anbieter im globalen Collateral- und Liquiditätsmanagement weiter ausbauen. „Mit rund 65 Prozent Marktanteil und Assets von über 7 Billionen US-Dollar auf unserer Global-Collateral-Plattform verfügen wir bereits über eine starke Position im Markt“, sagt Gesa Johannsen, Executive Platform Owner Global Collateral bei BNY. Die Plattform ist auch für deutsche Unternehmen verfügbar. Deutschland sei für BNY der zweitgrößte Kreditmarkt außerhalb der USA.
Auch Corporate Treasurer, die effektive Cash-Management-Lösungen suchen, würden von den Plattformen profitieren, die heute bereits mehr als 8.000 Investoren nutzen, darunter Banken und Money-Market-Fonds. Im Mittelpunkt stünde dabei das Thema Resilienz: „Unternehmen wollen ihre Liquidität nicht allein in Bankeinlagen parken, sondern breiter streuen“, beobachtet sie. BNY biete dafür Lösungen vom Cash-Deposit über Repo-Geschäfte bis hin zu Intraday-fähigen Finanzierungen an. „Traditionell war das Repo-Geschäft über Nacht angelegt. Heute benötigen Kunden Liquiditätsspitzen während des Tages – hier greifen Intraday-Lösungen“, erklärt Johannsen.
BNY setzt auf tokenisierte Money-Market-Fonds
Parallel investiere BNY stark in Digitalisierung und Innovation. API-Schnittstellen, die Integration internationaler ISO-Standards sowie tokenisierte Money-Market-Fonds – etwa in Kooperation mit Goldman Sachs – sollen den Zugang zu Kapitalmärkten erleichtern. Auch ESG-Kriterien ließen sich über Daten-Feeds direkt in die Plattform einbinden. „Wir wollen Kunden die Möglichkeit geben, ihre individuellen Kriterien flexibel zu konfigurieren und direkt in der Plattform abzubilden“, sagt sie. Dabei wolle die Bank vor allem Midcap-Unternehmen ansprechen.
Sarah Backhaus ist Redakteurin bei FINANCE und DerTreasurer. Ihre Themenschwerpunkte sind Restrukturierung, Transformation, Zahlungsverkehr und Cash Management.

