Henkel begibt Sterling-Bonds mit negativer Rendite

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Henkel nutzt den aktuellen Bondmarkt-Trend und hat Anleihen mit negativer Rendite begeben, allerdings nicht am Euro-Bondmarkt. Der Konzern hat sich am Sterling-Markt bedient und zwei Bonds über insgesamt 850 Millionen Euro platziert. Eine Tranche über umgerechnet 450 Millionen Euro (400 Millionen Pfund Sterling) hat eine Laufzeit von drei Jahren, eine weitere über umgerechnet 400 Millionen Euro (350 Millionen Pfund Sterling) läuft sieben Jahre lang. Die Bonds werden mit jeweils 1 und 1,25 Prozent verzinst. Mit dem Emissionserlös will der Konzern Commercial-Paper-Verpflichtungen reduzieren.

Henkel erreicht negative Renditen trotz FX-Hedging

Das Besondere an der Transaktion sind die bereits erwähnten negativen Renditen. Der Konzern teilte mit, er nutze gezielt die günstigen Kapitalmarktbedingungen und optimiere die Zinskonditionen insbesondere durch Begebung von Anleihen in Britischen Pfund. Die beiden Bonds, die nach Angaben des Konzerns vollständig gegen Währungsrisiken abgesichert sind, verfügen nach der Umrechnung in Euro über einen negativen Zins. Wie hoch die negative Rendite genau ausfällt, ist allerdings nicht bekannt.

Die Nachfrage nach den Bonds war sehr groß, das Orderbuch lag final bei rund 1,4 Milliarden Pfund Sterling, was einer 1,9-fachen Überzeichnung entspricht. 70 Prozent der Investoren kamen aus Großbritannien. Begleitet wurde die Transaktion von BNP Paribas, Deutsche Bank, Natwest Markets und Société Générale.

Info

Mehr rund um das Thema Bondemission finden Sie auf unserer Themenseite Anleihe.

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Antonia Kögler ist Redaktionsleiterin bei DerTreasurer. Sie schreibt über Finanzierung und Asset Management und verfolgt alle Entwicklungen rund um das Thema Sustainable Finance.