Das Pharmaunternehmen Cheplapharm war zuletzt insbesondere wegen seines verschobenen IPOs in den Medien. Das Unternehmen aus Greifswald (bei Berlin) wollte eigentlich im ersten Quartal dieses Jahres an die Börse gehen.
Doch es kam anders: „Bei uns ist in den vergangenen Wochen einiges passiert“, sagt Jens Remmers, Head of Treasury & Investor Relations bei Cheplapharm. „Wir haben unseren geplanten Börsengang aufgrund der Unsicherheiten am Markt verschoben, aber dafür die Refinanzierung des Term Loan B und unserer revolvierenden Kreditlinie vorgezogen.“ Ursprünglich wollte das Pharmaunternehmen laut Remmers die Refinanzierung beider Instrumente erst nach dem IPO angehen.
DerTreasurer-Themenseiten
Die Greifswalder haben sich aber nicht nur erfolgreich refinanziert, sondern bekommen überraschend auch einen neuen CFO. Finanzchef Jens Rothstein ist Ende Februar aus nicht bekannten Gründen zurückgetreten und hat das Unternehmen bereits verlassen. Neuer CFO ist Kia Parssanedjad, bisheriger Chief Corporate Investment Officer des Unternehmens.
Refinanzierung: Cheplapharm hat glückliches Händchen
Dass das Unternehmen die Refinanzierung des Loans schnell vorziehen konnte, ist für den Treasury-Chef ein Beweis für die Flexibilität und Agilität seines Teams. Beim Timing hat Remmers rückblickend ein glückliches Händchen gehabt: Cheplapharm hat die neue Finanzierung Mitte Februar abgeschlossen – also einige Tage vor Beginn des Ukraine-Kriegs. „Aus heutiger Sicht wäre die Refinanzierung insbesondere des Term Loan B deutlich schwieriger, wenn nicht gar unmöglich gewesen“, sagt Remmers.
Wie die neue Finanzierung ausgestaltet ist, wie Cheplapharm die frischen Mittel nutzen will und welches Ratingziel das Pharmaunternehmen verfolgt, erfahren Sie nach dem Login im E-Magazin 5-2022.
Sabine Paulus ist Redakteurin bei DerTreasurer. Ihre Themenschwerpunkte sind Finanzierung, Fintechs sowie Personal und Organisation im Treasury.


