Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) hat in einem anspruchsvollen Umfeld eine Anleihe über 750 Millionen Euro platziert. Der Bond läuft fünf Jahre und wird mit 3,875 Prozent verzinst. Der Emissionskurs lag bei 99,635 Prozent. Daraus ergibt sich eine Rendite von 3,957 Prozent, wie der Konzern aus Bad Homburg vor der Höhe mitteilt.
Das Papier von FMC sei die erste Anleihe mit „BBB-“ Rating nach der Sommerpause gewesen, ist aus dem Markt zu hören. Der Dialysespezialist hat die Transaktion unter seinem Debt-Issuance-Programm begeben, das ein Volumen von insgesamt 10 Milliarden Euro umfasst. Den Emissionserlös will die Fresenius-Tochter eigenen Angaben zufolge für allgemeine Geschäftszwecke, einschließlich der Refinanzierung bestehender Finanzverbindlichkeiten, nutzen. Es ist die erste Anleihe von FMC in diesem Jahr.
FMC hat sich gegen ESG-Komponente entschieden
Bei der Finanzierung setzt der Konzern stark auf den Kapitalmarkt, sowohl in Euro als auch in US-Dollar. Allein die ausstehenden Eurobonds machten Ende Juni 2022 bei FMC 26 Prozent des gesamten ausstehenden Finanzierungsvolumens von fast 13,7 Milliarden Euro aus. Der Anteil der US-Dollar-Anleihen lag zu diesem Zeitpunkt bei 24 Prozent. FMC hat sich gegen eine ESG-Komponente in seiner aktuellen Bondemission entschieden.
Das ist nicht überraschend: Die seit Anfang September dieses Jahres amtierende Fresenius-CFO Sara Hennicken hatte bereits vor einem Jahr zu unserer Schwesterpublikation FINANCE gesagt, das „konventionelle“ Bonds zumindest aktuell weiter die Regel statt die Ausnahme sein würden. Sie sprach damals als Senior Vice President Global Treasury & Corporate Finance für Fresenius und FMC.
Sabine Paulus ist Redakteurin bei DerTreasurer. Ihre Themenschwerpunkte sind Finanzierung, Fintechs sowie Personal und Organisation im Treasury.

