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16.03.20
Cash Management & Zahlungsverkehr

Coronavirus: Jetzt ist das Treasury gefordert

In den Banken wächst die Sorge vor Kreditausfällen, die Anleihemärkte liegen brach. Wegen des Coronavirus ist Cash jetzt wieder King. Damit steigt die Bedeutung des Treasury.

 

Die Corona-Epidemie hat sich von einer lokalen Krise zu einer handfesten Bedrohung für die Weltwirtschaft entwickelt: An den Aktienmärkten brechen die Kurse ein, Unternehmen wie Continental und Lufthansa kündigen Sparprogramme an. Einigen Firmen fehlen Vorprodukte aus China, Geschäfte bleiben geschlossen. Sollte sich die Lage nicht verbessern, dann könnte sich das weltweite Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auf 1,5 Prozent halbieren, warnt die Industriestaatenorganisation OECD.

Die amerikanische Zentralbank Fed hat ihren Leitzins daher innerhalb weniger Tage zweimal um insgesamt 1,5 Prozentpunkte auf 0 bis 0,25 Prozent gesenkt. Die EZB hat ihr Anleihekaufprogramm ausgeweitet und Entlastungen für Banken angekündigt, die kleinen und mittelständischen Unternehmen Kredit geben. Weil sich die Ereignisse überschlagen, hat DerTreasurer einen Ticker zur Coronakrise und den Folgen für das Treasury eingerichtet.

Coronavirus: Sorge vor Kreditausfällen wächst

Denn auch in der Finanzbranche steigt die Nervosität. Der Treasury-Chef eines Großkonzerns berichtet, dass derzeit viele Banken auf ihn zukämen und sich nach den Folgen der Epidemie für das operative Geschäft erkundigten. „Unternehmen mit einer starken Zulieferkette aus China oder starkem Absatzmarkt in China müssen aktuell Fragen der Finanzierungspartner zu den Auswirkungen von Corona gut beantworten können“, beobachtet auch Johannes Schmittat, Managing Director bei GCA Altium.


In den Workout-Abteilungen wächst derweil die Sorge, dass die Zahl der Kreditausfälle ansteigen wird. Das zeigt das Restrukturierungsbarometer unserer Schwesterpublikation FINANCE, an dem bis Anfang März 84 Banker aus den Intensive-Care-Einheiten von deutschen Banken teilgenommen haben. Das Coronavirus liegt auf dem ersten Rang der derzeit größten exogenen Gefahren – und schob sich damit vor „protektionistische Tendenzen“ oder die „Folgen der Digitalisierung“.

Wie das Treasury nun konkret gefordert ist und welche Folgen die Coronakrise für die Finanzierungssituation hat, das erfahren Sie im Aufmacher des aktuellen E-Magazins. Nach dem Login können Sie es hier herunterladen.


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