Zahlungsverkehr: Serrala, BNP Paribas, Aifinyo, Ford

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Serrala und BNP Paribas gehen globale Partnerschaft ein

Das Softwarehaus Serrala kooperiert mit der BNP Paribas im Bereich Accounts Receivable Automation. Die Partnerschaft mit dem Softwarehaus beinhaltet, dass die Kunden der franzöischen Großbank das Accounts-Receivable-Automation-Portfolio von Serrala nutzen können. Die Lösungen würden eingehende Zahlungen zentralisieren und vereinfachen, indem sie Auftragseingänge effizient verarbeiten, den Zahlungsabgleich automatisieren, Kundenrisiken präzise einschätzen und effektive Strategien für Klärungsfälle und Forderungen einsetzen. Das Angebot gilt weltweit.

„Mit Serrala als neuem Technologiepartner erreicht BNP Paribas eine Verbesserung von Prozessen und erweitert das Servicelevel“ heißt es in der Pressemitteilung der Bank. Eine „effiziente und agile AR-Automatisierung“ würde zu einer verbesserten Working-Capital-Effizienz, einer geringeren finanziellen Belastung und damit zu mehr Entscheidungsspielraum bei Geschäfts- und Investitionsentscheidungen für Unternehmenskunden führen. 

Aifinyo steigt Bafin-Lizenz in den Payment-Markt ein

Aifinyo Payments hat von der Bafin die Lizenz für Finanztransfergeschäfte erhalten und will nun in den Payment-Markt einsteigen. Aifinyo-Vorstand Stefan Kempf kommentiert den Erfolg so: „Unsere Mission ist es, Processing, Finanzierung und Payment von Rechnungen so einfach, schnell und unkompliziert wie möglich zu gestalten. Wir wollen Unternehmern dadurch mehr Freiräume für ihre Kernaufgaben schaffen.“  Die Smart-Billing-Plattform werde künftig um Payment-Lösungen erweitern. Mit der ZAG-Lizenz mache Aifinyo den ersten wichtigen Schritt in diesen riesigen Markt, heißt es seitens des Dresdner Factoringunternehmens. 

Aifinyo ergänzt mit der Lizenz die bestehende Factoring-, Leasinglizenz und Inkassolizenz. Um das Angebot zu vervollständigen, will das Fintech noch eine E-Geld-Institut-Lizenz beantragen. Mit dieser soll dann das Payment-Angebot um ein Business-Konto mit Kreditkarten erweitert werden.

Ford nutzt Zahlungsinfrastruktur von Stripe

Ford setzt auf den Zahlungsdienstleister Stripe. In den kommenden fünf Jahren soll das Unternehmen daran arbeiten, den E-Commerce und den Zahlungsverkehr des Autoherstellers zu verändern. Stripe ist künftig der Hauptzahlungsdienstleister für Ford und für die Händler in Europa und Nordamerika. Die Umstellung auf Stripe soll die Zahlungsdienstleistungen sowohl von Kunden als auch Händlern betreffen.

Ford wird die Plattform „Stripe Connect“ für die Abwicklung von Käufen und Zahlungen zwischen Käufern sowie Verkäufern von Drittanbietern nutzen. Ford-Händler sollen künftig beispielsweise Online-Zahlungen wie Fahrzeugbestellungen, Reservierungen, digitale Dienste und Ladevorgänge effizienter erledigen können. Der Rollout von Stripe ist für das zweite Halbjahr von 2022 – zunächst in Nordamerika – geplant. Die Kooperation ist Teil des Ford Restrukturierungsplans „Ford+“. In die Wachstumsstrategie will das Unternehmen bis 2025 30 Milliarden US-Dollar investieren will. 

Bearingpoint: Instant Payments kommen

Laut einer Umfrage von Yougov im Auftrag des Beratungshaus Bearingpoint unter über 3100 Personen gibt es Nachholbedarf im Bereich Instant Payments. Demnach kennen mehr als ein Drittel der Bankkunden in Deutschland und Österreich das Zahlverfahren nicht. Unter den Befragten, denen die Echtzeitüberweisung bekannt ist, können rund drei Viertel dieses Zahlverfahren bei ihrer Bank nutzen. In Österreich nutzten im Vergleich mehr Bankkunden Instant Payments als in Deutschland. 

Zudem gaben mehr Befragte aus Deutschland an, dass ihre Bank für die Nutzung Gebühren berechnet. Über die Hälfte der Österreicher sind der Meinung, dass die Sepa-Echtzeitüberweisung in fünf Jahren die herkömmliche Überweisung ersetzen könnte. In Deutschland sind es etwas weniger als die Hälfte. Bereits heute gibt rund ein Viertel der Befragten an, dass sie Instant Payments häufiger nutzen als die herkömmliche Überweisung.

 

Computop arbeitet mit Acquirer Evo Payments zusammen

Mit der Zertifizierung von POS-Terminals geht die Zusammenarbeit des Acquirer Evo Payments International und der des Payment Service Provider Computop weiter. Kunden von Evo Payments, deren Zahlungsabwicklung schon bisher über das Computop Paygate lief, können mit dem Einsatz dieser Terminals Transaktionen aus allen Kanälen zusammenführen – aus ihrem stationären Handel wie auch aus dem Online-Geschäft. So würden sich die Abrechnungsdaten aus den Settlement Files einheitlich verarbeiten und auswerten lassen. Damit werden Angebote wie Click & Collect oder Return-in-Store auch auf der Zahlungsseite möglich.

Glory verkauft Vianfintech an Paysafe Glory

Glory, ein Unternehmen, das sich auf die Automatisierung von Bargeldprozessen spezialisiert hat, verkauft Viafintech an Paysafe. Viafintech ist ein deutsches Fintech, das alternative Bank- und Zahlungslösungen anbietet. Nach dem Verkauf gehen Glory und Paysafe eine Kooperation ein. Diese behaltet, dass Glory künftig die Paysafecard, eine eCash-Lösung von Paysafe, als Zahlungsmittel in seinen Kiosken anbieten kann und Paysafe im Gegenzug die Bargeldlösungen von Glory einsetzen kann.

Fintech Ebury baut DACH-Geschäft aus

Ebury baut sein Geschäft in der DACH-Region weiter aus. Im Zuge dessen hat das Fintech eine neue, übergreifende Koordinationsposition geschaffen: Till Keller ist der neue Managing Director DACH. Keller kommt von der Großbank Société Générale.

Der bisherige Country Manager Deutschland Nils Hennemann ist ab sofort als Director of Partnerships and Indirect Sales DACH Region für die Pflege und den Ausbau strategischer Partnerschaften verantwortlich. Ebury wurde 2009 in London gegründet. Das Unternehmen ist auf internationale Zahlungen spezialisiert und bietet Devisengeschäfte in über 130 Währungen für Industrie-Märkte und Schwellenländer an. Darunter fallen Cash-Management-Strategien, Handelsfinanzierung und Devisenrisikomanagement.