Porsche platziert weitere ABS-Anleihe in den USA

Porsche

20.11.13
Finanzen & Bilanzen

Porsche platziert weitere ABS-Anleihe in den USA

Der Sportwagenbauer Porsche hat in den USA erneut eine forderungsbesicherte Anleihe platziert und damit rund 690 Millionen US-Dollar eingesammelt. Mit den ABS-Anleihen refinanzieren die Stuttgarter ihr Leasinggeschäft.

Der Autobauer Porsche hat in den USA erneut den Kapitalmarkt angezapft. Die indirekte, 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stuttgarter, Porsche Financial Services, platzierte eine forderungsbesicherte Anleihe in Höhe von rund 690 Millionen US-Dollar. Versicherungsgesellschaften, Pensionsfonds, Banken, Vermögensverwalter sowie Unternehmen haben das Papier gezeichnet.

Die Ratingagenturen haben die „Privatplatzierung, analog den Transaktionen aus den Jahren 2011 und 2012, mit Bestnoten bewertet“, teilte der Konzern mit. Der Zinskupon liege im Durchschnitt bei deutlich weniger als 1 Prozent.

„Die erfolgreiche Platzierung unmittelbar nach der Beendigung der US-Haushaltsdebatte und die erneut deutliche Überzeichnung der Anleihe unterstreichen die Bedeutung von Porsche als fest etablierten Akteur im ABS-Anleihenmarkt“, sagt Lutz Meschke, Finanzvorstand von Porsche. Die Porsche Financial Services plant eigenen Angaben zufolge weitere Platzierungen am US-Markt für Privatanleihen als Teil der Refinanzierungsstrategie.

Porsche refinanziert mit ABS-Anleihen Leasinggeschäft

Der Sportwagenbauer nutzt die ABS-Anleihen, um sein Leasinggeschäft zu refinanzieren. Das Unternehmen ist schon seit Ende 1990 mit Verbriefungen am US-Finanzmarkt aktiv. 2011 hat Porsche beispielsweise eine ABS-Anleihe in vier Tranchen über rund 500 Millionen US-Dollar als Privatplatzierung begeben. Es handelte sich dabei um eine sogenannte 144A-Transaktion, die es Porsche ermöglicht, „unter US-Recht ein Angebot an große institutionelle Investoren zu machen, ohne dass eine SEC-Registrierung nötig wird“, sagte Frank Müller, damaliger Leiter des Porsche Treasury Centers und seit Frühsommer 2012 für das Treasury der Porsche Financial Services verantwortlich, im September 2011 zu DerTreasurer (vgl. DerTreasurer 17-2011).

Im Dezember 2011 folgte eine weitere ABS-Anleihe über 660 Millionen US-Dollar, im Herbst 2012 wurde ein forderungsbesicherter Bond über rund 530 Millionen US-Dollar begeben. Die aktuelle Transaktion haben J.P. Morgan, Barclays Capital und Société Générale als Bookrunner, die Deutsche Bank als Co-Manager begleitet.

Paulus[at]derTreasurer.de